Forum: Leben und Lernen
Studenten auf Wohnungssuche: "Was derzeit abgeht, ist wirklich Wahnsinn"
Janwillem van de Loo

Zentral, geräumig und bezahlbar, bitte: Von so einer Wohnung träumt fast jeder Student. Fünf von ihnen erzählen, was sie mit Vermietern und Maklern bei der Suche erlebt haben - und warum sie manchen Besichtigungstermin sicher nicht vergessen werden.

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Oberleerer 12.07.2013, 17:55
50.

Zitat von Solid
Aber inzwischen steigen die Mobilitätskosten gewaltig an und immer mehr Menschen erkennen, wieviel Lebenszeit man im ÖPNV vergeudet. Und so wird immer mehr die alte Regel wiederbelebt: "zentral ist beliebt und wird daher teuer".
Ihre Erkenntnisse sind nicht grundlegend falsch, aber auch nicht grundlegend richtig. Es kommt darauf an, für wen es billig/teuer ist.

Zentral ist normalerweise billig. Einen Hausanschluß teilen sich 10-200 Wohneinheiten, es braucht nur eine Straße, einen überschaubaren Parkplatz, eine Feuerwehrzufahrt, einen Dachdecker ...

Das einzig teure ist die Miete, der ab einer bestimmten Höhe kein Gegenwert ggü. steht.

Das Optimum wäre eine Lagerturm, ähnlich wie in Matrix (Teil 1) gezeigt, sowas wie eine große Bienenwabe.
Ich denke, die Leute ziehen zurück, weil sie sich den Luxus im Speckgürtel nicht mehr leisten können.

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geroi.truda 12.07.2013, 17:55
51. *

Zitat von _sct_
Heute verrotten die Wohnheime in denen ich einst wohnte. Beispiel für Berlin: In Berlin-Blankenburg verrotten seit über zehn Jahren knapp 10 große Studentenwohnheime mit je 200 Zimmern im Blankenburger Pflasterweg. Damals wollte kein Student da einziehen, woraufhin man die Wohnheime dann aufgegeben hat.
Dort will auch heute noch kein Student hinziehen - die wollen alle nur nach Mitte, Prenzl'berg, F'hain, Xberg. Es gibt nämlich in Berlin keinen Wohnungsmangel, es gibt lediglich - als Ausfluss des Gesetzes von Angebot und Nachfrage - einen Mangel an schönen Altbauwohnungen in begehrter Innenstadtlage, die für studentische Geldbörsen erschwinglich sind.

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joG 12.07.2013, 17:57
52. Wenn man Gesetze und Regeln macht, die....

...Investoren abschrecken, hat man später zu wenige und teure Wohnungen. Genau das haben alle Parteien betrieben und alle Politiker gemacht.

Warum haften sie nicht? Es war doch, als sie die Gesetze machten schon klar, dass es so kommen muss. das ist Ein mal Eins der VWL. Warum haften diese Leute nicht?

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lililala 12.07.2013, 17:58
53. Ein Chinese,

der in Amerika studiert hat und spaeter sehr erfolgreich in China ist, hat mehr als 1 Mio. Euro an seine Mutteruniversitaet in Amerika gespendet. Das Investment an Bildung lohnt sich. Ich habe in Deutschland studiert. Es ist ein Traum von mir, etwas fuer Deutschland und die deutschen Studenten zu tun, wenn ich genug Kapazitaeten habe. So, Leute, sei lieb, meine deutsche Vermieterin z.B. ist eine sehr lieber Mensch. Ich habe viel von ihr und ihren Freunden gelernt. So ist das. Es lebe Deutschland!

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motzki1967 12.07.2013, 18:02
54. Wohnungsnot für Studenten

Ich finde die Wohnungsnot hat auch was Gutes für Studenten.
Es bringt einem nach der Schule ins reale Leben. Mir ging es genauso.
Als ich das erste Mal eine Mitstudentin kennengelernt habe, die von Ihren Eltern eine Eigentumswohnung gekauft bekommen hat, habe ich gelernt das unter "Chancengleichheit" nicht alle das gleiche in diesem Land verstehen. Studentenwohnheime sind ein guter Kompromis, den auch ich dann gewählt habe. Wie inner Bienenwabe, aber du musst keinem in den Arsch kriechen um ein Zimmer zu bekommen.

Und ich kann mich auch nur den Kommentaren anschliessen, die die Frage in den Raum stellen, warum muss es unbedingt Hamburg oder München sein ? Es gibt in Deutschland soviel Möglichkeiten, wo man auch für kleines Geld noch studieren kann.......

Wenn schon die arbeitende Bevölkerung in solchen Ballungsräumen Probleme hat bezahlbaren Wohnraum zu finden, wie soll das denn bei Studenten ( "Vermieter Schreck" :-) ) besser werden ?

Ich kann nur raten: Auf in den Osten......... die Russen sind schon weg........man glaubt es kaum.

;-)

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mm71 12.07.2013, 18:11
55.

Zitat von joG
...Investoren abschrecken, hat man später zu wenige und teure Wohnungen. Genau das haben alle Parteien betrieben und alle Politiker gemacht. Warum haften sie nicht? Es war doch, als sie die Gesetze machten schon klar, dass es so kommen muss. das ist Ein mal Eins der VWL. Warum haften diese Leute nicht?
Sehr richtig, ist mir auch unverständlich. Wenn etwas knapp ist, wie kann man dann auf die Idee kommen, ausgerechnet diejenigen, die das knappe Gut anbieten noch bestmöglich zu knechten - und ernsthaft zu glauben, dadurch gäbe es dieses gut dann mehr und folglich billiger.

Wenn der Staat mehr Wohnungen will, kann er seinen Teil dazu beitragen, nämlich entsprechende Flächen ausweisen, Grunderwerbssteuern senken, Vermieterrechte stärken, Abgaben senken und Gängelei durch das Bauamt beenden. Dann lohnt es sich u.U. auch wieder, im niedrigpreisigen Segment Mietwohnungen zu betreiben.

Aber Vermieter, Eigentümer und Makler zu beschimpfen ist natürlich billiger.

Ich stehe auch gerade vor der Frage, meine ETW zu verkaufen oder zu vermieten. Nun, Olaf Scholz hat hier in HH ja klar gesagt, was man als Vermieter zu erwarten hat - also wird verkauft.

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Pult 12.07.2013, 18:18
56.

Zitat von mmueller60
aber eben nicht "cool" sind. z.B. Eilbek
Wenn man keine Ahnung hat. Eilbek, 52qm, 690 EUR kalt. Standard. Mittlerweile mus man für bezahlbaren Wohnraum weit raus. Derzeit in Marienthal, unterhalb Wandb.Markt. 90qm, 14,50 warm pro qm. Degression? Haha!

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-blub- 12.07.2013, 18:20
57. Auf die Straße!!

Tja...man sucht als Deutscher Student halt lieber die Schuld bei sich oder nimmt die Dinge für gegeben hin.. Schönes Pack sind wir geworden!, unterwürfig, zahm, dumm.
Anstatt auf die Staße zu gehen und gegen diesen Mißstand zu demonstrieren, seine WOHNRECHTE einzufordern, was macht der dumme Student? Wählt CDU oder FDP die ihm den Schlamassel einbrocken (Siehe Bafög-Kürzung unter Kohl), oder trinkt als Grüner Tee und philosophiert drüber.
In den 68ern nannte man das Verat am Bürger, du gehörtest zum Establishment und wurdest stigmatisiert!

Bin selber Student, Wohne zum Glück in der DDer City, nach 2 Jahren noch keine Mieterhöhrung. Studiere Geschichte/Politik und bin ob der wirtschafts- und politschen Lage dieses Themas ensprechend bestens informiert.
Und die Entwicklung der Gleichschaltung in den Köpfen auch der Studenten, erinnert mich an andere furchtbare Epochen!

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oannes 12.07.2013, 18:22
58. Küche vermietet

70er Jahre, Würzburg.
Ich musste aus meiner alten Whg. raus, wegen Verkauf, und fand ein Zimmer in einer großen Wohnung nahe Zentrum, eine WG mit unterschiedlichsten Menschen, die keinen Kontakt miteinander pflegten. Eines Tages komme ich abends nachhause und will mir in der Küche was zu essen machen. Die Tür war aber abgeschlossen. Ich rüttle an der Türklinke und höre Schritte. Schließlich öffnet ein älterer Mann. Was ich denn wolle, fragt er. Kurz: Die Vermieter hatten die Küche als Wohnraum vermietet.
Mit den geldgierigen Vermietern hierzulande bin ich fertig. Das ist heute noch viel schlimmer als damals. Abschaum!

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volker_morales 12.07.2013, 18:23
59. Viel Glück

Zitat von baustellenjudith
Hi!Man muss halt einfach ein bisschen kreativ sein, dann findet sich schon eine Wohnung, schaut euch mein Bewerbungssong an mit dem ich aktuell ein Zimmer in Berlin suche: ________________________________________
bei der Suche, aber soll jetzt jeder, der eine Wohnung sucht, sich zum Affen machen?

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