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Studenten auf Wohnungssuche: Traumbude gesucht, aber bitte nicht so teuer
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Günstig am Glockenbach, schick in der Schanze, nobel in Neukölln? Zehntausende Erstsemester suchen diesen Sommer wieder dasselbe - ein Zimmer im Szenenviertel ihrer Hochschul-Stadt. Nebeneffekt: Studenten werden damit zu Preistreibern.

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kaktebenestydno 19.08.2013, 09:23
1. Ach sooo...

Zitat von sysop
... Nebeneffekt: Studenten werden damit zu Preistreibern.
... und ich dachte, die Vermieter hätten was mit den Preisen zu tun. Zu blöd aber auch.

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skal666 19.08.2013, 09:29
2. Ganz toll.

Wenn man aus einer anderen Stadt heraus wochenlang Sa. und Sonntags anfährt, um sich dann zwei Tage lang von Morgens bis Abends Zimmer anzugucken, auf denen man dann doch keine Chance hat bei weiteren 150 Mitbewerbern, dann lässt man sich auch auf Kompromisse ein. Ich spreche da aus eigener Erfahrung.

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tarvos 19.08.2013, 09:49
3.

Zitat von kaktebenestydno
... und ich dachte, die Vermieter hätten was mit den Preisen zu tun. Zu blöd aber auch.
Was knapp ist, wird teurer. Es können eben nicht alle Deutschen in bester Innenstadtlage (am besten noch in "Szenevierteln") wohnen für 5€/m². Das heißt aber noch lange nicht, dass wir in Deutschland Wohnungsnot haben. In anderen (weniger trendigen) Vierteln und in vielen Vororten stehen Wohnungen leer, es gibt also durchaus Alternativen für Menschen mit kleinem Einkommen. Man darf sich halt von Politik und Medien keine falsche Vorstellungen machen lassen, wonach jeder ALGII-Empfänger das "Menschenrecht" auf eine Wohnung in exklusiver Citylage hat.

Dem Vermieter kann man Mieterhöhungen bei explodierender Nachfrage nicht ernsthaft verübeln. Wenn der die Mieten aus reiner Nächstenliebe niedrig lässt, verschenkt dieser nicht nur Geld, sondern hat statt 20 am Ende bis zu 200 Bewerber in der Bude stehen. Wenn man jetzt anfängt, die Mietpreise zu deckeln, werden noch weniger Wohnungen gebaut und der knappe Wohnraum wird trotzdem noch an den Bewerber mit der besten Bonität fließen.

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suplesse 19.08.2013, 10:05
4. Es gibt keine Wonhnungnot!

Es gibt aber Leute die bestimmte Ansprüche haben. Daraus resultiert eine partielle Wohnungsknappheit. Von Not kann man nur sprechen, wenn es keine Wohnungen gibt. Die gibt es aber, auch in Großstädten. Auf dem Lande bekommt man Wohnungen für 4 € den qm und hat dazu ohne Ende Auswahl. Es gibt sogar Leerstände. Allerdings nicht in Szene- und Invierteln der Großstädte. Auch die übrigen Ansprüche der Wohnungsuchenden sind teilweise maßlos. Aus Echtparkett, Designer Küchen, Dreifachglasfenstern, stilgerecht saniertem Altbau mit Stuck resultieren dann auch oft die hohen Mieten. Oder eben aus der Knappheit in den den Innvierteln. Wer nur vom Hipp-Stadtteil in einen unspektakulären Stadtteil wechselt, der hat Auswahl und günstigere Mieten.

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Crom 19.08.2013, 10:17
5.

Zitat von sysop
"Weil viele Medien über teure Mieten und knappen Wohnraum berichteten, ließen sich gerade Erstsemesterstudenten oft auf überteuerte Angebote ein und leisteten so ungewollt einen Beitrag dazu, dass die Mieten steigen."

Also ist Spiegel Online schuld, denn alle paar Wochen wird das Thema bekanntlich hier durchgekaut.

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hanseat52 19.08.2013, 10:19
6. Arroganz

Wenn man z.B. in Berlin durch die Randbezirke (verkehrsmäßig gut angebunden) fährt, wundert man sich über die vielen Wohnungsangebote zu moderaten Preisen. Wer soll eigentlich hier wohnen? Igittigit, wir nicht, heißt es bei immer weiteren Kreisen. Na ja, schon die Romas sollen nach Neukölln. Also auf Dauer Abriss und dafür Innenstadtverdichtung, aber bitte nach dem Prinzip keine ERndite mit Miete. Wir haben es ja.

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**Kiki** 19.08.2013, 10:20
7.

Zitat von sysop
Günstig am Glockenbach, schick in der Schanze, nobel in Neukölln? Zehntausende Erstsemester suchen diesen Sommer wieder dasselbe - ein Zimmer im Szenenviertel ihrer Hochschul-Stadt. Nebeneffekt: Studenten werden damit zu Preistreibern.
Hätte ich jetzt nicht gedacht, daß Studenten in Stuttgart billiger wohnen als in Berlin. Eine mögliche Erklärung ist, daß Studenten in Baden-Württemberg viel seltener als die in Berlin in einer eigenen Wohnung leben, aber deutlich häufiger in einem Wohnheim oder bei den Eltern.

Falls sich außer mir sonst noch wer für die ärgerlicherweise nicht verlinkten Detailergebnisse interessiert: Sozialerhebung - Hauptbericht

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QuixX 19.08.2013, 10:45
8.

Zitat von tarvos
Was knapp ist, wird teurer. Es können eben nicht alle Deutschen in bester Innenstadtlage (am besten noch in "Szenevierteln") wohnen für 5€/m². Das heißt aber noch lange nicht, dass wir in Deutschland Wohnungsnot haben. In anderen (weniger trendigen) Vierteln und in vielen Vororten stehen Wohnungen leer,...
Schade, dass die Wohnungen dort keiner braucht, weil es dort keine Arbeit gibt.

Die ganzen Häuslebauer hätten mal lieber eine Universität bauen sollen. Jetzt sitzen sie auf Wohneigentum, für das sich keiner zum Wohnen findet.
Was Ihrem immobile Besitzstand helfen könnte, ware
ein großer Arbeitgeber, der sich ansiedelt,
wie erwähnt, eine Uni
oder Beamen zu Arbeitsplatz.

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QuixX 19.08.2013, 10:49
9.

Zitat von hello_again
Warum die jungen Leute auch unbedingt in die Szenestädte müssen... Ich wohne für 220 Euro, warm inkl. Internet. Für die 200 Euro Differenz zur besten Innenstadtlage kann ich jede Woche mit Taxi fahren. Oder gleich (nach paarMonaten) in die Südsee fliegen... Selber Schuld.
Das mag für strukturschwache Gegenden gelten. Wo ich wohne, werden die Mieten erst ab einer Stunde Fahrt zum Arbeitsplatz billiger.
Auch sie fahren nicht fünf mal die Woche mit dem Taxi zur Arbeit.

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