Forum: Leben und Lernen
Studenten in Deutschland: So viele gab's noch nie
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Rekord folgt auf Rekord auf Rekord: In diesem Wintersemester studieren 2.698.000 Männer und Frauen in Deutschland. Auch in den nächsten Jahren bleibt es an den Hochschulen eng.

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gruenertee 26.11.2014, 13:38
1.

Bei mir an der Fakultät sind die Bewerberzahlen bereits rückläufig und die Erstsemester (B/M) leicht gestiegen - im Vergleich zum letzten WS.

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jetbundle 26.11.2014, 15:11
2. Sinnvoll?

Ob das sinnvoll ist ist eine andere Frage. Es geht nicht nur darum dass viele Studenten brotlose Fächer studieren, sondern auch dass ein großer Anteil nicht die Grundbegabungen bei Analysefähigkeit und (Selbst)Disziplin sowie die notwendige Grundbildung mitbringen. Den halben Jahrgang durchfallen lassen darf man ja auch nicht mehr, und so gibt es eine Schwemme an Absolventen für die das Studium eine absolute Fehlqualifikation ist. Viel besser wäre es die praktischen Ausbildungen gesellschaftlich aufzuwerten und in Sachen lebenslanges Lernen an das 21. Jahrhundert anzupassen.

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mymindisramblin' 26.11.2014, 15:34
3. und wer soll dann noch arbeiten?

wenn wir nur noch 'akademiker' haben, wer repariert dann die heizung, deckt die daecher oder backt das brot? alles nur noch jobs fuer asylanten? das abitur ist heutzutage ein voellig inflationaer abgewerteter schein und manchmal bin ich erschrocken ueber die allgemeinbildung (bzw. die fehlende derselben) mancher studenten. humanistische bildung ist nicht mehr, bei uns werden noch fachidioten gezuechtet, die aber nachher alle studieren und einen trockenen sauberen arbeitsplatz moechten an dem sie sich auch noch selbst verwirklichen koennen.so geht das aber nicht in einer volkswirtschaft die noch produziert und sich nicht nur auf bankgeschaefte verlegt hat wie die angelsachsen. und ich fuerchte in 20 jahren werden wir hier auch die handwerkliche qualitaet der englaender erreichen - wenn wir ueberhaupt noch handwerker finden.ich glaube wer heute auf's studium verzichtet und einen praktischen beruf erlernt( zugegeben, auch nicht jedermanns sache) der hat wesentlich bessere zukunftsaussichten als sich im wettbewerb mit zigtausenden, die alle das gleiche studiert haben, um die 250 stellen die frei sind,zu verzetteln.

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nachtmensch2014 26.11.2014, 16:08
4. Und wer backt die Brötchen?

Es ist ja schön, wenn man(n)/frau etwas aus sich machen will. Doch
man muss es dann auch nicht übertreiben.
("Er schliff immer an sich und wurde am Ende stumpf, ehe er scharf war." G.C.Lichtenberg)
Ausserdem steht zu befürchten, dass viele nur studieren wollen, um später ordentlich Geld zu scheffeln; nicht aus Wissensdurst, oder um besser dienen zu können. Schade.

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dickebank 26.11.2014, 19:38
5. Lebensmitteltechnologie

Zitat von nachtmensch2014
Es ist ja schön, wenn man(n)/frau etwas aus sich machen will. Doch man muss es dann auch nicht übertreiben. ("Er schliff immer an sich und wurde am Ende stumpf, ehe er scharf war." G.C.Lichtenberg) Ausserdem steht zu befürchten, dass viele nur studieren wollen, um später ordentlich Geld zu scheffeln; nicht aus Wissensdurst, oder um besser dienen zu können. Schade.
Als ob die Brötchen der Bäckereiketten - auch der mittelständischen - noch "von Hand" gemacht würden ...

Backmischung kommt mit dem Silo-Zug, Wasser vom örtlichen Wasserwerk, die "Brötchenstraße" vom Automatenhersteller. Im Betrieb gibt es einen Meister je Schicht, der Rest sind Facharbeiter aus dem Bereich Lebensmitteltechnologie (IHK) oder Bäckergesellen (HK) und viele Angelernte.

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milanana 26.11.2014, 21:13
6.

Zitat von mymindisramblin'
wenn wir nur noch 'akademiker' haben, wer repariert dann die heizung, deckt die daecher oder backt das brot? alles nur noch jobs fuer asylanten? das abitur ist heutzutage ein voellig inflationaer abgewerteter schein und manchmal bin ich erschrocken ueber die allgemeinbildung (bzw. die fehlende derselben) mancher studenten. humanistische bildung ist nicht mehr, bei uns werden noch fachidioten gezuechtet, die aber nachher alle studieren und einen trockenen sauberen arbeitsplatz moechten an dem sie sich auch noch selbst verwirklichen koennen.so geht das aber nicht in einer volkswirtschaft die noch produziert und sich nicht nur auf bankgeschaefte verlegt hat wie die angelsachsen. und ich fuerchte in 20 jahren werden wir hier auch die handwerkliche qualitaet der englaender erreichen - wenn wir ueberhaupt noch handwerker finden.ich glaube wer heute auf's studium verzichtet und einen praktischen beruf erlernt( zugegeben, auch nicht jedermanns sache) der hat wesentlich bessere zukunftsaussichten als sich im wettbewerb mit zigtausenden, die alle das gleiche studiert haben, um die 250 stellen die frei sind,zu verzetteln.
Mal ganz ehrlich: Früher haben auch nicht alle klugen und wissensdurstigen Menschen studiert. Früher haben reiche Kinder mit gut gebildeten Eltern studiert. Die waren sicherlich nicht automatisch klüger.

Kein Jugendlicher kann etwas dafür, was die aktuell arbeitende und entscheidende Generation ihrer Meinung nach verbockt hat.
Die Kinder kriegen eingetrichtert Bildung sei das Höchste und kriegen bei einer 3 Komplexe, werden professionell bei Hausaufgaben betreuut, kommen frühestens um 3 heim, eher vier oder fünf, und dürfen dann nachmittags noch in die Nachhilfe oder schauen sich auf Youtube Mathevideos zum Verständnis an.
Aber hauptsache von den alten Menschen dann noch eins auf den Deckel bekommen, weil ihnen ihr eigens zusammengepampter Bildungsmatsch doch nicht gefällt und sie es bitte wieder anders haben wollen.

Doppeljahrgänge -> Unischwemme : Ja was glaubt ihr denn was passiert, wenn mehrere Jahre lang jedes Jahr die doppelte Menge an Abiturienten in einem Bundesland an die Unis strömt?
"Fachidioten"? Fehlende Allgemeinbildung? ICH bin erschrocken, weil das Sozialverhalten mancher Menschen zu wünschen übrig lässt. Wenn sowas bei G9 rauskommt, dann bin ich für G8.

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lecon 27.11.2014, 09:49
7. Absolut richtig

Zitat von milanana
Aber hauptsache von den alten Menschen dann noch eins auf den Deckel bekommen, weil ihnen ihr eigens zusammengepampter Bildungsmatsch doch nicht gefällt und sie es bitte wieder anders haben wollen.
und sehr treffend formuliert! Word!

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Lena D. 28.11.2014, 07:59
8. mal ehrlich

Die größte Angst haben diejenigen, die bereits Akademiker sind. Nicht vor der Konkurrent auf dem Arbeitsmarkt, sondern dass die bald zu einer Gruppe gehören, zu der sich sich nicht mehr lohnt zu gehören. Abgrenzen gar abheben durch einen Studienabschluss, das ist vorbei. Und das führt zu einer Beschleunigung und mehr studieren. Weil wer heute nur eine Ausbildung macht gilt ja schon als grenzdebil.

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der_geraet 28.11.2014, 09:19
9.

Glücklicherweise arbeite ich im Holzhandwerk. Es gibt in meiner Branche akuten Fachkräftemangel, und das wird sich noch deutlich verschärfen in den nächsten Jahren. Gute Leute ohne anständig bezahlten Job gibt es bei uns nicht, fähige Mitarbeiter sind Mangelware. Der Nachwuchs bleibt aus, handwerkliche bzw. Ausbildungsberufe werden offenbar unattraktiver. Jeder der die Vorraussetzungen erfüllt um auch etwas "besseres" zu machen geht studieren. Handwerk hat goldenen Boden, das nächste Jahrzent wird spitze.

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