Forum: Leben und Lernen
Studenten im Altenheim: Mein Mitbewohner, der Opa

Sie zeigen der Generation 80-Plus, wie Facebook funktioniert, helfen im Haushalt, organisieren Arzttermine: Studenten ziehen ins Altenheim und jobben dort ein paar Stunden im Monat - dafür müssen sie*eine geringere*Miete zahlen. Funktioniert das Modell Generationen-WG?

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senco 14.11.2011, 00:31
20. Türken werden immer von Angehörigen gepflegt?

Immer dieses zu kurz denken! Die Eltern sind 50 bis 60... Die Großeltern meist 75 bis 90...
Macht Nichts, lassen Sie sich weiter spalten, die Türken sind da als Zukunft dieses Landes wesentlich weiter.

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senco 14.11.2011, 00:37
21. Türken werden immer von Angehörigen gepflegt?

"Immer dieses zu kurz denken! Die Eltern sind 50 bis 60... Die Großeltern meist 75 bis 90...
Macht Nichts, lassen Sie sich weiter spalten, die Türken sind da als Zukunft dieses Landes wesentlich weiter.

Aber Deutsche finden immer ausreden für ihr eigenes asoziales Verhalten."
Hier gibt es Informationen über das erste türkische Altenheim in Berlin:
http://www.netzeitung.de/spezial/gesundheit/475344.html

Soziales Engagenment in der eigenen Familie ist auch nicht immer so sozial wie es aussieht, macht sich mitunter bei der Erbschaft bezahlt...
Ich jedenfalls finde die Idee im Artikel gut, beide Seiten können ihren Horinzont erweitern.

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dark_pinguin 14.11.2011, 02:33
22. Hass?

Zitat von chocochip
Es ist faszinierend zu sehen, auf wieviel Hass man stößt, wenn man auf den Familienzusammenhalt hinweist. Das sagt viel über die Deutschen aus. Danke an alle beteiligten Diskutanten für diesen Anschauungsunterricht in Sachen soziales Verständnis und Bereitsschaft zur Diskussion und zum Springen über die Grenzen des eigenen Denkens hinaus.
Höh?
Das mit dem Hass trifft ja wohl eher auf Sie selbst zu - ebenso wie die von Ihnen beklagte Engstirnigkeit.
Schließlich sind Sie der-/diejenige, die an dem im Artikel beschrieben Projekt und den beteiligten Personen partout kein gutes Haar lassen will.

Mag ja sein, dass Ihr soziales Verständnis ein anderes ist als das vieler Ihrer Mitforisten. Belassen Sie es doch einfach dabei...

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sleeperinmetropolis 14.11.2011, 08:29
23. ...

Zitat von chocochip
In meinen Kreisen weiß man das, weil ich selber studiert habe. Aber manchmal ist es eben eine Frage, ob man woanders studieren will, oder nicht. Die meisten aus "meinen" Kreisen wollten von zu Hause raus, um jeden Preis. Schliesslich will man ein.....
Was für ein blödsinniges Gequatsche. Wenn die Argumente ausgehen, kommt wie üblich der Unfug von der Mittelschicht, die sich angeblich "spalten" lässt. Was das mit dem Thema zu tun hat, erschließt sich mir nicht. Im Übrigen sollte man in "ihren Kreisen" inzwischen wissen, dass nicht jedes "ß" (für Sie: Buckel-S) zum Doppel-S wurde.

BTW ist es auch nicht immer eine Frage des Wollens, was den Ort des Studienplatz angeht, Teuerster.

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ditor 14.11.2011, 08:49
24. Passt nicht

Zitat von chocochip
Das sagt viel über die Deutschen aus. Danke an alle beteiligten Diskutanten für diesen Anschauungsunterricht in Sachen soziales Verständnis und Bereitsschaft zur Diskussion und zum Springen über die Grenzen des eigenen Denkens hinaus.
Wie weit ist es mit dem eigenen Denken her, wenn man nach ein paar Artikelantworten mit "die Deutschen" pauschalisiert?

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Martinaalanya 14.11.2011, 09:08
25. Blödsinn

Zitat von chocochip
Warum leben die Studenten nicht einfach weiterhin zu Hause und pflegen ihre eigenen Großeltern? Wäre doch auch mal ein Ansatz.
Sie haben niemals eine pflegebedürftige Person aus der Nähe gesehen, richtig? Wer einen alten Menschen, der dement ist oder im Rollstuhl sitzt oder sonst irgendwie krank - oder einfach nur alt und hilfebedürftig - der studiert nicht nebenher. DAS GEHT GAR NICHT!!!! Meine Mutter hat vor Jahren meine Oma bei uns zuhause mehrere Jahre gepflegt - weder von der physischen noch (und besonders) psyschischen Belastung her war es möglich, irgendetwas anderes zu tun als Pflege - und dabei waren meine Schwester und ich noch aktiv dabei.

PFLEGE zuhause ist mehr als ein Vollzeitjob.
Was die Studenten machen, ist einfach nur das, was das überlastete Pflegepersonal gar nicht leisten KANN: menschliche Wärme und Zuneigung geben. Ich finde das Projekt mehr als beispielhaft, ich finde es grandios.

Meine Nichte hat dieses Modell mit Kindern durchgezogen, für 8 - 10 Stunden im Monat wurden ihr die Studiengebühren erlassen.

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DanielaMund 14.11.2011, 16:00
26. kT

Zitat von chocochip
Es ist faszinierend zu sehen, auf wieviel Hass man stößt, wenn man auf den Familienzusammenhalt hinweist. Das sagt viel über die Deutschen aus. Danke an alle beteiligten Diskutanten für diesen Anschauungsunterricht in Sachen soziales Verständnis und Bereitsschaft zur Diskussion und zum Springen über die Grenzen des eigenen Denkens hinaus.
ich finde es erstaunlich, auf wieviel Ignoranz man stößt, wenn man einen Foristen, der "von den Deutschen", "den Türken" oder ähnlichem pauschalisiert, einfach mal darauf hinweist, dass nicht jeder Student, noch nicht mal die Mehrzahl, pflegebedürftige Angehörige hat, und dass selbst im Falle von Pflegebedürftigen Angehörigen die nicht immer an einem Ort wohnen, an dem man studieren kann.

Nochmal an Sie die Frage: warum beweise ich weniger Familienzusammenhalt, wenn ich meine nicht pflegebedürftige Oma nicht in einer Nicht-Uni-Stadt pflege? Was hätte ich machen sollen, um an pflegebedürftige Angehörige zu kommen? Brechen Sie Ihrer Mutter die Beine, damit Ihre Kinder wen zum pflegen haben?

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fopb 14.11.2011, 16:38
27. Was ist das für eine Planung?

Zitat von chocochip
Wir haben bewußt kein Haus gekauft - 120qm Schuppen mit Mini-Garten wie derzeit üblich für junge "Familien" - sondern warten bis unsere Mutter pflegebedürftig ist. Dann haben wir vereinbart ihr Haus zu verkaufen und uns allen zusammen ein großes Haus zu gönnen mit einem Garten, der ......
Das ist ja eine tolle Planung! Vielleicht hat ihre Mutter das Glück nie Pflegebedürftig zu werden. Oder die Kinder sind bis dahin aus dem Haus.

Wobei ich den Ansatz nicht schlecht finde. Allerdings: Warum warten bis die Mutter pflegebedürftig ist? Ich würde bereits jetzt ein entsprechendes Haus planen und das bestehende anscheinend zu kleine Haus für alle verkaufen.

Bis auf Punkt 4 hätte man doch auch dann bereits alle Vorteile. Die Mutter kann im Notfall mal auf die Kinder aufpassen. Gleichzeitig bleiben ältere Menschen in der Regel länger fit, wenn sie eine Aufgabe haben.
Da wäre aus meine Sicht die Win-Win-Situation noch besser. Das funktioniert natürlich nur, wenn man sich gut versteht. Das ist leider nicht bei allen Familien der Fall.

Abgesehen davon finde ich den Ansatz mit dem vergünstigten Wohnen im Pflegeheim gar nicht so schlecht. Es gibt mehr als einen Grund, warum man nicht an seinem Wohnort studiert (Gibt keine UNI, nicht den passenden Studiengang, usw.). Es ist auch wichtig sich abzunabeln. Es gibt auch andere Projekte in der Art. Einige machen sowas auch auf eigene Faust. Eine Tochter von Bekannten studiert in Berlin. Sie wohnt günstig zur Untermiete bei einer alten Dame. Sie hilft der Dame gelegentlich bei größeren Einkäufen oder bei Behördenkram. Sie berichtet ganz begeistert von den tollen Gesprächen mit der Dame. Also aus meiner Sicht ist auch das eine Win-Win-Situation.

Das die grundsätzliche Entwicklung in unserer Gesellschaft anders aussieht ist schlimm, aber wenn man es im großen nicht ändern kann, dann sollte man im kleinen anfangen. Da gibt es viele gute Ansätze. Es gibt aber keinen idealen Ansatz, da es zu viele individuelle Unterschiede gibt.

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Sysiphos110 14.11.2011, 16:45
28. ``

Zitat von chocochip
Immer dieses zu kurz denken! Die Eltern sind 50 bis 60... Die Großeltern meist 75 bis 90... Macht Nichts, lassen Sie sich weiter spalten, die Türken sind da als Zukunft dieses Landes wesentlich weiter. Aber Deutsche finden immer ausreden für ihr eigenes asoziales Verhalten.
Was sind Sie denn für 'ne komische Nummer? Wir sind beide berufstätig - und meine alten Eltern waren zuletzt so hinfällig, daß es nicht mehr zumutbar war, die alleine zu lassen.

Also - ambulanter Pflegedienst und drei-bis-viermal vorbeischauen die Woche, einkaufen.
Ich wollte es nicht risikieren, eines Tages - und diese Angst hatte ich schon, seit die beiden lieben Herrschaften die 80 überschritten - einen von den beiden in seinem Blut liegend vorzufinden, nur weil der andere nicht gehört hat, was passierte.

Nun ist es doch passiert - gegen 3 Uhr früh in der Morgenstunde, nachdem er ein Rumpeln hörte, aber nicht mehr schnell genug auf die Beine kam.

Mein Vater hat dann seine Ehefrau und meine Mutter tot auf der Toilette sitzend vorgefunden.

"Früher" gab es Großfamilien, in denen Töchter, Enkel, Urenkel, Tanten und Nichten sich um die Altchen kümmerten.

Das gibt es heute nicht mehr.

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labalex 17.11.2011, 18:56
29. Waiting for Chocochip

Kann Chocochip nicht mal wieder antworten, wird langsam langweilig...


Immer wieder schön zu sehen, dass es selbst bei solch schönen Projekten Nörgler gibt... Hätte es ein solches Projekt in meiner Uni-Stadt gegeben, wäre dies auch für mich in Frage gekommen.

PS: Meine Urgroßeltern sind leider verstorben, meine Großeltern nicht pflegebedürftig + in meiner Heimat hätte ich meinen Studiengang nicht studieren können.

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