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Studenten-Sorgen: Der Bachelor ist nicht genug
dpa

Der Bachelor soll als Abschluss reichen, um einen Job zu finden - so war es gedacht. Doch daran glauben nur wenige Studenten. Eine neue Allensbach-Umfrage zeigt: Die meisten wollen einen Master dranhängen.

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rst2010 10.06.2014, 16:26
1. bacchalaureus

war früher der akademische schmalspurabschluss, den man aus guten gründen hat fallen lassen. jetzt ist er - leicht angliziert - wieder da. und ist weiterhin der schmalspurabschluss. Da dann doch besser einen Handwerksmeister machen.

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mslanzer 10.06.2014, 16:28
2. Bachelor ist RTL-Niveau

Nicht umsonst heisst der Studiengang so wie die gleichnamige Sendung - oder war es umgekehrt?

SPaß bei Seite, ich würde als Firmenchef auch keinen mit Vordiplom einstellen, warum dann also mit Bachelor?

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mslanzer 10.06.2014, 16:29
3. Bachelor ist RTL-Niveau

Nicht umsonst heisst der Studiengang so wie die gleichnamige Sendung - oder war es umgekehrt?

SPaß bei Seite, ich würde als Firmenchef auch keinen mit Vordiplom einstellen, warum dann also mit Bachelor?

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harryholdenwagen 10.06.2014, 16:34
4.

Ich merke gerade selbst, dass der Bachelor in meinem Fach nicht ausreicht und werde einen Master dranhängen.

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bk69 10.06.2014, 16:57
5. Bachelor

Naja, warum sollte auch ein Bachelorabschluss für die meisten ausreichen? Man hat doch früher auch nicht nach dem Vordiplom aufgehört. Der Bachelor/Master wurde eingeführt, um besser vergleichen zu können bzw. auch die Möglichkeit zu schaffen, einfach die Uni zu wechseln.
Das Arbeitgeber nach Bachelor-Studenten suchen kommt zwar doch recht häufig vor (je nach Fachrichtung natürlich), aber eigentlich ist das Studium einfach zu kurz.

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holy10 10.06.2014, 16:59
6. Beispiel

Im Fach Physik liegt der Anteill der Studenten die einen Master anstrebt bei 100%. Zumindest an der Uni an welcher ich tätig bin. Es konnte mir auch noch keiner erklären, was man mit einem 3 jährigen Physikstudium anfangen soll. Beim Diplom lag die Regestudienzeit noch bei 5 Jahren, was ich als absolutes Minimum für dieses Studienfach ansehe.

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henrik-flemming 10.06.2014, 17:24
7. Falsch aufgezogen

Zitat von sysop
Der Bachelor soll als Abschluss reichen, um einen Job zu finden - so war es gedacht. Doch daran glauben nur wenige Studenten. Eine neue Allensbach-Umfrage zeigt: Die meisten wollen einen Master dranhängen.
Zitat von sysop
Der Bachelor soll als Abschluss reichen, um einen Job zu finden - so war es gedacht. Doch daran glauben nur wenige Studenten. Eine neue Allensbach-Umfrage zeigt: Die meisten wollen einen Master dranhängen.
Das Problem der Deutschen: bei denen spielt der Name mehr eine Rolle als der Inhalt.

Man merkt es die Dinosaurier sind auch ausgestorben und die deutsche Mentalität (der "Lanzer") ist, dass der Name Bachelor unterwürfig klingt und man doch ein Master sein sollte. Mehr als Arrroganz spielt dabei keine Rolle. Auch an der Uni Ulm, z.B. gibt es 4 jährige Bachelor Kurse. Und ferner stuft die ganze Welt, mit Ausnahme der Österreicher und Schweizer das Diplom als Äquivalent zum Bachelor ein. Und was heisst hier Schmalspurstudium?

Das liegt doch eindeutig an der deutschen Unis, dass diese den Bachelor falsch implementiert haben. In allen Ländern fängt das akademische Jahr in deer dritten Augustwoche an und endet in der ersten Juliwoche. Nicht so in Deutschland, wo das akademische Jahr Mitte Oktober beginnt und in der zweiten Juniwoche endet. So fehlen den deutschen Studies ca. 9 Monate an Studienzeit bis zum Bachelor Abschluss. Und desweiteren ist die Uni nicht dazu da die Schulversämnisse aufzubessern. Deshlab sollten sich die Verantwortlichen besser übrlegen, ob sie so etwas ähnliches wie das französische bzw. amerikanische Kollegesystem aufziehen, das meintetwegen an die Fachhochschulen dirigiert werden kann. Zudem sollte man sowieso 1/3 der Unis im Lande zu FHs machen, denn es gibt zu viele schlechte bis mittelmässige Unis. So würde der Einstieg in den Bachelor au hohem Niveau erfolgen, weil die jenigen, die ihren Lehrstoff an der Schule verpasst haben am Kolleg nachholen könnten und damit die Unis bzw. FH unnötig belasten. Auch sollte der Zugang zum Master (dem 3. häufigsten Abschluss in den USA bzw. Kanada nach Bachelor und Ph.D.) so eingeengt werden, dass nur 1/3 des akademischen Jahres diesen machen können.

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gumbofroehn 10.06.2014, 17:27
8. So pauschal ist das nicht richtig ...

... man muss hier zwischen den einzelnen Studienfächern sowie zwischen Universitäten und Fachhochschulen (oder wie sie auch immer von einzelnen Bundesländern umbenannt worden) differenzen.

Wir bilden hier an einer Fachhochschule Wirtschaftsinformatiker auf Bachelor aus, von denen hat keiner ein Problem nach dem Studium einen vernünftig dotierten Berufseinstieg zu finden. Das hat sicher auch damit zu tun, dass die Arbeitskräftenachfrage in diesem Bereich seit langer Zeit das Angebot (teilweise bei weitem) übersteigt.

In Fächern mit einem Arbeitskräfteüberhang sieht das sicherlich anders aus. Hier können Arbeitgeber den Master als Regelqualifikation fordern - allein schon, um die Flut an Bewerbern Herr zu werden.

Die Unterscheidung Universität und Fachhochschule ist deshalb wichtig, weil viele Universitäten ihren alten Diplomstudiengang einfach "mit der Axt" in einen sechssemestrigen Bachelor und einen viersemestrigen Master zerteilt haben - mit dem Ergebnis, dass viele für das Studienfach eigentlich unverzichtbare Fächer im Master zum Liegen gekommen sind. Unter diesen Umständen wird aus dem Bachelor tatsächlich ein Abbrecherzertifikat.

Anders war es bei den Fachhochschulen, die typischerweise ein achtsemestriges Diplom einschließlich zweier Praktikumssemester hatten. Da strich man einfach das zweite Praktikumssemester und hatte dann einen siebensemestrigen Bachelor, der im Grunde für die Praxis vollwertig ausbildet.

Wie gesagt, die Welt ist etwas komplizierter, als es eine Überschrift vermitteln kann.

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henrik-flemming 10.06.2014, 17:28
9. Falsch

Zitat von holy10
Im Fach Physik liegt der Anteill der Studenten die einen Master anstrebt bei 100%. Zumindest an der Uni an welcher ich tätig bin. Es konnte mir auch noch keiner erklären, was man mit einem 3 jährigen Physikstudium anfangen soll. Beim Diplom lag die Regestudienzeit noch bei 5 Jahren, was ich als absolutes Minimum für dieses Studienfach ansehe.
Die Regelstudienzeit für das Diplom lag bei seit 1999 bei 4 1/2 Jahren und davor bei 4 Jahren (wenn nicht eine Ausnahme beantragt wurde, wie z.B. in der Medizin).

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