Forum: Leben und Lernen
Studenten in Stockholm: Was, du bist nicht tätowiert?
Alexandra Stolz

Stockholm, die Hauptstadt der Tatöwierten: Selbst vermeintlich biedere Jura- und Medizinstudenten schmücken sich mit teils opulenten Tattoos. Acht von ihnen zeigen und erzählen, für welches Motiv sie sich entschieden haben.

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chucho 28.11.2014, 11:19
70.

Zitat von _gimli_
Sie würden sich wundern, wieviele jüngere Top-Manager teils großflächige Tattoos haben. Nur sind die halt dort, wo man sie im Alltag nicht sieht. Ich habe selbst keine (bin wohl auch schon ein wenig zu alt dafür), finde aber gut gemachte Tattoos sehr ansprechend. Die Betonung liegt auf gut gemacht. Das Gerede hier im Forum a la Geltungsbedürfnis etc. widerspiegelt mal wieder unsere deutsche Gesellschaft: einfach langweilig.
Ich wundere mich schon lange über garnichts mehr. Meinetwegen kann jeder rumlaufen, wie er will. Insoweit ist alles - wie immer im Leben - wohl Geschmacksache. Das Problem bei Tattoos ist aber, dass sie nur sehr schwer wieder zu entfernen sind, insbesondere die großflächigen. Ich jedenfalls wollte heute dass, was ich noch mit Mitte bis Ende 20 gut fand - und wenn es damals schon "in" gewesen wäre, mir wohl auch tätowieren lassen hätte - jedenfalls nicht mehr als Tattoo verewigt haben. Sie sagen ja selbst, Sie selbst seien dafür wohl zu alt. Tattoos auf alternder oder gar alter Haut sehen eben besch...eiden aus.

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nein_zur_vds 28.11.2014, 11:20
71. na, Betroffener...? ;)

Zitat von felisconcolor
Mittermeier für den entscheidenen Menschen in Sachen Philosophie. Allein ihre Überschrift disqualifiziert sie doch schon. Frauen bleiben Frauen ob mit oder ohne Tattoo. Sie sollten mal dringend an ihrem Wertemassstab arbeiten.
...also mit "Philosophie" hat das weniger zu tun... ;) Eher mit passenden Assoziationen... :) Und warum sollte mein Zitat in der Überschrift mich "disqualifizieren"...? ;) Warum so uncool? Sind Sie Betroffener...? Erektionsprobleme seit dem letzten a tergo Verkehr mit einer Arschgeweih-"Verzierten"...? :D
Einfach entsprechende Damen meiden. Dann bleibt auch Ihr "Wertemaßstab" so hart und ausdauernd wie meiner ;)

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Tamaji 28.11.2014, 11:21
72. Modisch

Tattoos sind nur eine Mode, wenn auch eine, die sich erstaunlich lange hält. Dass diese Mode ähnlich wie Gangster-Rap, Scorsese-Filme, oder auch Breaking Bad auf einem zweifelhaften Trend zur Verherrlichung und Verklärung von Kriminalität und Unterwelt basiert, interessiert heute fast keinen mehr.
Junge Leute, die noch halt im Leben suchen, lassen sich ein oder mehrere Tattoos stechen, um von ihrem Umfeld Akzeptanz oder Respekt zu erhalten. Das gleiche gilt für die vielen Vollbärte, die man in Deutschen Großstädten nun an 20-something sehen kann. Doch wenn man selbst aus diesem Alter raus ist, hat man einfach keine Chance mehr, nicht den unsicheren jungen Menschen hinter der Pose zu sehen, der bestimmt auch eine Ahnung hat, dass er höchstwahrscheinlich nicht zu den wirklichen Lenkern der Welt gehören wird, aber auf dem Weg in die Irrelevanz wenigstens soviel Party machen will, wie möglich.
Dass nun auch schon Schwedische Jurastudenten diese Moden aufgreifen ist ein Indiz dafür, dass selbst in den reichsten Ländern, selbst in den konservativsten Karrierebahnen, für die Jugend keine Möglichkeit mehr besteht, echten Charakter und echte Selbstsicherheit zu entwickeln. Daher die Identifizierung mit externen Dingen.

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Tamaji 28.11.2014, 11:27
73. Nicht meine Erfahrung

Zitat von howard_phillips
Der große Unterschied zwischen Leuten mit Tattoos und ohne Tattoos ist, dass wahrscheinlich kein Tätowierter auf die Idee kommen würde Leute runter zu putzen und abzuqualifizieren, weil sie NICHT tätowiert sind.
Das kann ich so nicht gelten lassen. Ich kenne viele Tätowierte, die sich des öfteren dahingehend äußern, wie "langweilig" doch die meisten Menschen um sie herum sind. Da geht es um Musikgeschmack, Frisuren, Kleidung, und auch darum, ob jemand ein Tattoo hat oder nicht.
Tätowierte sind also nicht so selbstsicher, dass sie nicht ihre Entscheidung ständig vor sich rechtfertigen müssten. Klar gibt es einen Promillesatz von Tätowierten, die sich wirklich nicht um ihr Image scheren, z.B. Ex-Knackis, Hells Angels, Metal-Musiker, aber der erschlagende Anteil der Tätowierten sind einfach graue Mäuse, die auch mit Tattoo nicht ihre "Versicherungskaufmann"-Mentalität verstecken können.

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Christoph 28.11.2014, 11:33
74.

Zitat von RenegadeOtis
Na hoffentlich haben Sie Ihre Weisheitszähne noch, keine Ohrringe und rasieren sich nicht dauerhaft.
Selbstverständlich habe ich meine Weisheitszähne noch, warum sollte ich die ohne medizinischen Grund entfernen lassen, selbstverständlich lasse ich meinen Körper nicht durchbohren, um da irgendwelches kaltes Metall durchzustecken und Rasieren passt aufgrund der Möglichkeit, einen Bart jederzeit wachsen zu lassen und wieder abzuschneiden nicht so richtig in die Aufzählung.

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chucho 28.11.2014, 11:34
75.

Zitat von swoosh04
wenn man sich hier die Kommentare durchliest, kann man nur noch mit dem Kopf schütteln. Alle die sich hier gegen Tattoo´s aussprechen predigen wahrscheinlich jeden Tag Toleranz, leben aber selbst in ihrer kleinbürgerlichen Welt. Worte wie "abstßend ekelig" oder "Verstümmelung" zeugen schon von geistiger Reife der Kommentatoren. Um.....
Ihr Kommentar zeigt doch, dass Menschen mit Tattos sich für toleranter und weltoffener als andere halten und damit von der Mehrheit abheben wollen. Körperbemalung hat mit Toleranz genauso wenig zu tun, wie Nicht-Tätowiert-Sein mit Kleinbürgerlichkeit. Apropos: Was halten Sie von Branding? Auch nur Zeichen von Toleranz?

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moe.dahool 28.11.2014, 11:37
76. Man sollte wissen wovon man redet

Selten soviel geballten Blödsinn auf wenig Raum gelesen.
Ich bin 45 Jahre alt, bin seit 29 Jahren tätowiert, männlich und Entscheidungsträger mit mehr als zwanzig Mitarbeitern.
Ich habe nicht nur ein, zwei versteckte Tattoos, sondern bin vom Genitalbereich bis hoch zum Hals tätowiert. Einige Tattoos aus meiner Jugend sind keine Schönheiten, trotzdem käme ich niemals auf die Idee sie zu covern. Jede einzelne steht für eine Lebensphase. Das zum Thema Reue.
Ohne Tattoos käme ich mir nackt vor. Ob ich geltungsbedürftig bin? Wahrscheinlich nicht mehr als andere, auch nicht tätowierte Menschen.
Bei der Arbeit krempele ich auch mal das Hemd hoch, sodass meine Kunden und Geschäftspartner meine Arme sehen können. Bis dato hatte ich keine Nachteile.
Und an die werte Männerwelt sei gerichtet: Viele Frauen stehen richtig drauf. Und diejenigen Frauen, die nicht auf Tattoos stehen, passen ohnehin nicht zu mir.

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say_whaaaaat 28.11.2014, 11:40
77. Klarstellung

Zitat von huelin
Ich bin nicht tätowiert. Und laut diesem Thread... - bin ich ignorant, - bin nicht weltoffen, - wohne .....
Ich meine mich nicht erinnern zu können, dass irgendwer geschrieben hat Nicht-Tätowierte wären pauschal ignorant, nicht weltoffen, etc.

Die Aussagen hier (so auch meine) beziehen sich konkret auf Mitforisten, die ignorante und herablassende Aussagen getroffen haben.
Dass Sie Tätowierungen unästhetisch finden, ist Ihr gutes Recht und ich respektiere Ihre Meinung. Es liegt mir fern Sie in irgendeiner Weise zu verurteilen.
"Leben und leben lassen." Ganz genau.

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joerg.willwerth 28.11.2014, 11:40
78.

Zitat von Tamaji
....aber der erschlagende Anteil der Tätowierten sind einfach graue Mäuse, die auch mit Tattoo nicht ihre "Versicherungskaufmann"-Mentalität verstecken können.
Diese Leute gibt es es natürlich auch, die glauben durch ein Tattoo zum wilden Mann zu mutieren.
Nach meiner Erfahrung ist es aber die Minderheit.

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subcomandante_m 28.11.2014, 11:41
79. Ich habe jetzt fast alle Kommentare gelesen und ...

... frage mich ernsthaft, wie man sich den Kopf dermaßen über den Körper und die Psyche anderer Menschen zerbrechen kann. Das hat bei einigen Kommentaren ja schon fast pathologische Züge.

Es ist doch sowas von egal, ob und wo jemand tätowiert ist, aus welchen Gründen dieses geschah, ob er das später noch toll findet, ob das eine Mode ist, ob man der eigenen bescheidenen Meinung nach psychische Defekte vermutet, usw. usw.

Meine Güte ... es ist der Körper eines anderen, er/sie wird seine Gründe haben. Mich muss das doch wirklich nicht interessieren. Wenn ich ein Urteil aufgrund solcher äußerlichen Merkmale fälle ... ich glaube das sagt viel über einen selber aus.

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