Forum: Leben und Lernen
Studenten in Wohnungsnot: Schlafplatz, wo bist du?

Es wird eng, nicht nur an*der Uni, auch in den Wohnheimen: Eine Umfrage zeigt, dass zum Semesterstart in vielen Uni-Städten günstige Zimmer fehlen. Studentenwerke planen mit Containern*und*Matratzenlager - oder empfehlen gleich die Flucht aufs platte Land.

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sascha-maria 19.10.2011, 09:09
1. Wie froh...

Wie froh ich doch bin, schon in einer Wohnung zu wohnen. Die neuen Studenten tun mir auf jeden Fall Leid, wo es ohnehin schon so schwierig ist, eine Wohnung zu finden.

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latinistin 19.10.2011, 12:50
2. ....

das schlimmste bei der wohnungsmisere sind die ortsansässigen wohnungsgenossenschaften und maklerbüros, die für bruchbuden horrende mieten verlangen oder wohnungsmakler, die für einmal wohnung aufschließen und lustloses durchwatscheln einen guten riesen provision bekommen.

meiner meinung nach müsste es sowas wie gesetzliche regeln geben, die provisionszahlungen für studenten, die am studienort eine wohnung suchen, verbieten.

gäbe es diese abzocke nicht, würden wohl auch viel mehr studis schneller eine bleibe finden.

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einuntoter 19.10.2011, 14:52
3. Überall?

Ich denke, wenn man als Student ein bisschen Fahrzeit in Kauf nimmt, kann man hier in Hamburg doch günstige Wohnungen finden. So z. B. in Bergedorf, von dort bis zum Dammtor in gut 20 min. Eine 2-Zimmerwohnung kostet ab 350 EUR.

Ist das in anderen Städten (außer vielleicht München, Freiburg) nicht ähnlich?

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fuzzi-vom-dienst 19.10.2011, 14:56
4. Es gäbe Studentwohnungen, wenn .........

In Darmstadt stehen seit Jahren tausende von Wohnungen der US-Besatzungstruppen leer, seitdem die USA fast nur noch Soldaten, aber kaum noch Familienangehörige hier haben und die auch noch an anderen Standorten.

Darmstadt hat ca. 35.000 Studenten versch. Unis bzw. Fachhochschulen. Die Studenten müssen z.T. täglich bis zu 100 km einpendeln, obwohl dieser Wohnraum (kurz vor Abzug der Amis zum größten Teil aufwendig renoviert!!) zur Verfügung steht und z.B. auch "zur Vermeidung von Bauschäden" im Winter beheizt wird. Diesen Irrsinn muss man sich mal vorstellen!

Mannheim hatte dies ganz anders gehandhabt und nach Abzug der Amis einen großen Teil der Kasernen mit relativ geringem Aufwand in ansehliche Studentbuden verwandelt. Aber die Korruption in Darmstadt und die angeblich nicht zu klärenden "Zuständigkeiten" (waren die Mannheim anders?!) verhindern vernünftige Lösungen. Dafür stehen diese Objekte jetzt für Spekulanten offen.

Überschlägig könnte man in diesen Wohnblocks bzw. Kasernen zwischen 4.000 und 8.000 Studenten Wohnraum bieten, zum größten Teil allerdings nur in WGs. Wäre aber immer noch besser als jeden Tag stundenlang in der Bahn zu sitzen!

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latinistin 19.10.2011, 15:44
5. ...

Zitat von einuntoter
Ich denke, wenn man als Student ein bisschen Fahrzeit in Kauf nimmt, kann man hier in Hamburg doch günstige Wohnungen finden. So z. B. in Bergedorf, von dort bis zum Dammtor in gut 20 min. Eine 2-Zimmerwohnung kostet ab 350 EUR. Ist das in anderen Städten (außer vielleicht München, Freiburg) nicht ähnlich?
sicher, das wird nicht das problem sein. fahrzeiten von 20 minuten sind für großstädter peanuts.
das problem liegt woanders: sobald städte sich in insellage befinden und kein ballungsraum bzw. speckgürtel vorhanden ist, gibt es so gut wie keine ausweichmöglichkeiten, bzw. oftmals sind die städte auch gar nicht so groß. wenn ich da an marburg denke, das 80.000 einwohner hat und kein großes umfeld und dahingegen berlin, das sogar die studenten aus wildau, potsdam und frankfurt mit abfängt, betrachte, sind das schon riesige unterschiede.

die meisten studis hätten sicher auch kein problem, sich außerhalb der stadt eine bleibe zu suchen. wenn eine unistadt jedoch kein semesterticket anbietet, das mehr als die stadt selbst abdeckt, kommen im monat nochmal immense fahrtkosten auf den studenten zu. und wenn es kein semesterticket gibt, das die stadtgrenzen überschreitet, gibt, dann sind die verbindungen meist auch schlechter, weil sie weniger gefragt sind.

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prospecial 19.10.2011, 17:21
6. Hamburg und Wohnungen

Zitat von einuntoter
Ich denke, wenn man als Student ein bisschen Fahrzeit in Kauf nimmt, kann man hier in Hamburg doch günstige Wohnungen finden. So z. B. in Bergedorf, von dort bis zum Dammtor in gut 20 min. Eine 2-Zimmerwohnung kostet ab 350 EUR. Ist das in anderen Städten (außer vielleicht München, Freiburg) nicht ähnlich?
Naja, das kann nicht so eine schöne Ecke sein. Wenn ich mir ansehe, was ein guter Freund in Karlsruhe für eine schöne Wohnung hat für 250€ warm. Da gurke ich lieber weiter eine Stunde zur TU Hamburg, wie bisher.
Dort ist es sogar so, dass nichtmal ein Drittel der Studenten in der Nähe wohnt, weil da niemand wohnen will und für das Gebotene die Preise einfach zu dreist sind.

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lavidamia 19.10.2011, 18:04
7. Es war die richtige Entscheidung, erstmal zu arbeiten

Ich bin unsagbar froh, als Abiturient dieses Jahres kein Studium begonnen zu haben, sondern ersteinmal in Vollzeit arbeiten zu gehen. Nicht nur die Berufserfahrung wird mir von Vorteil sein, sondern auch das verdiente Geld, mit dem das Ausland nächstes Jahr zu einer echten Alternative werden wird. Im Prinzip ist an den meisten deutschen Unis/FHs/PHs ja alles überfüllt: Die Hörsäle, die Mensen, der Wohnraum, usw.. Mal ehrlich, das sind doch keine Bedingungen, unter denen man studieren und *leben* möchte. Schuld daran sind meiner Meinung nach die Politiker, deren mangelnde Weitsicht dazu geführt hat, dass es mit den doppelten Abiturjahrgängen und der abgeschafften Wehrpflicht gleich zu einer doppelten Belastung für die Hochschulen gekommen ist und noch kommen wird.

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latinistin 19.10.2011, 19:20
8. ....

Zitat von lavidamia
Ich bin unsagbar froh, als Abiturient dieses Jahres kein Studium begonnen zu haben, sondern ersteinmal in Vollzeit arbeiten zu gehen.
erstmal glückwunsch zum abi! :-)

aber machen sie sich nächstes jahr im ausland darauf gefasst, dass es durchaus möglich sein kann - sollten sie studieren - dass sie ein mehrbettzimmer im wohnheim belegen. ist in vielen ländern typische verfahrensweise.....

eigene wohnungen und einzelzimmer können da schonmal in den ruin treiben. ich hab für ein 6m² "zimmer" im großraum london umgerechnet 400 euro hingeblättert (bis ich was günstigeres gefunden hatte, das ich mir jedoch geteilt habe) ...ich musste es vorläufig nehmen, weil die jobzusage genau 5 tage vor dem ersten arbeitstag kam.....

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knibbelmumpf 19.10.2011, 21:54
9. oh je...

ich hatte 2 Jahre (2009/2010) eine Wohnung im Kellergeschoss in Frankfurt im Vermietungs-Angebot, 18qm Zimmer, Küche 8qm (aber mit allem was man braucht), Bad (sprich: Toilette und Dusche, aber immerhin noch 2x3 Meter) - und das ganze für 180€ kalt pro Monat; glaub mal ja nicht das da jemand eingezogen ist !

Zitat von fuzzi-vom-dienst
In Darmstadt stehen seit Jahren tausende von Wohnungen der US-Besatzungstruppen leer, seitdem die USA fast nur noch Soldaten, aber kaum noch Familienangehörige hier haben und die auch noch an anderen Standorten. Darmstadt hat ca. 35.000 Studenten versch. Unis bzw. Fachhochschulen. Die Studenten müssen z.T. täglich bis zu 100 km einpendeln, obwohl dieser Wohnraum (kurz vor Abzug der Amis zum größten Teil aufwendig renoviert!!) zur Verfügung steht und z.B. auch "zur Vermeidung von Bauschäden" im Winter beheizt wird. Diesen Irrsinn muss man sich mal vorstellen! Mannheim hatte dies ganz anders gehandhabt und nach Abzug der Amis einen großen Teil der Kasernen mit relativ geringem Aufwand in ansehliche Studentbuden verwandelt. Aber die Korruption in Darmstadt und die angeblich nicht zu klärenden "Zuständigkeiten" (waren die Mannheim anders?!) verhindern vernünftige Lösungen. Dafür stehen diese Objekte jetzt für Spekulanten offen. Überschlägig könnte man in diesen Wohnblocks bzw. Kasernen zwischen 4.000 und 8.000 Studenten Wohnraum bieten, zum größten Teil allerdings nur in WGs. Wäre aber immer noch besser als jeden Tag stundenlang in der Bahn zu sitzen!

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