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Studentensorgen: Das ist die neue German Angst
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Deutschlands Studenten sind ehrgeizig und haben hervorragende Zukunftschancen. Trotzdem machen sie Kettenpraktika, hetzen durchs Studium und fürchten den sozialen Abstieg. Warum eigentlich?

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markster 13.12.2013, 13:22
1.

... und die bedauernswerten jungen spanischen hochschulabsolventen, die jetzt alle arbeitslos sind, waren dann vermutlich alle nur nicht ehrgeizig und gut ausgebildet genug, ja??

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Noctim 13.12.2013, 13:27
2. Irrational

Irrational sind die Anforderungen an junge Berufseinsteiger und Young Professionals. Flexibilität, Belastbarkeit und Top-Noten werden nicht irgendwie "gerne gesehen", sondern sie sind die Mindestanforderungen an auch nur den schäbigsten Arbeitsplatz. Ohne Abitur - mit Verlaub - geht heute nichts mehr.

Und selbst ein Studium ist weder Garant für einen Job, noch für eine angemessene Bezahlung.

Wer mit 30 - 35 TEuro im Jahr klar kommt: Respekt. Davon kann man 'gerade mal' ein kleines Auto und ne Wohnung finanzieren und vielleicht alle 2-4 Jahre mal nen Urlaub machen.

Man muss halt auch das richtige Studieren: BWL oder Ingenieur/Maschinenbau. Da rollt der Rubel.

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ditor 13.12.2013, 13:27
3. Nicht schon wieder "Angst"

Viele bemühen sich nur das zu tun was ihnen vorgebetet wurde, Angst ist was anderes. Da macht man dann halt eigentlich überflüssige Praktika, Auslandsaufenthalte und eignet sich statt mehr Kernkompetenz noch eine Sprache an die dann praktisch kaum gebraucht wird. Oder kennt jemand Artikel in denen Studenten erzählt wird dass man sich erst mal aufs Wesentliche konzentrieren sollte?

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LorenzSTR 13.12.2013, 13:28
4. Neoliberale Märchenwelt

Klar, "die" Deutschen werden ja auch immer reicher - dass das nur die oberen fünf Prozent betrifft, lässt unsere Journaille gerne unerwähnt. Hier das Märchen von den "Akademikern" mit den hohen Gehältern und der niedrigen Arbeitslosigkeit: Fragen Sie mal viele, viele der Gebildeten abseits von MINT wie es da so aussieht - und bei MINT droht bald ein von der Wirtschaft forciertes Überangebot. Der BWLer und Jurastudent hier sind eher Beispiele für gutes Netzwerken, sinnloses Karrierestreben und Auswendiglernen - diese werten Studienzweige sind in Sachen Zukunft sowieso überflüssiger als jedes angeblich unnütze Orchideenfach. Ein weitere nette Märchengeschichte von interessierter Seite ist natürlich auch immer die Gleichsetzung von Bildung mit irgendwelchen formalen Abschlüssen. Im Grunde kann jeder Idiot zu einem Hochschulabschluss gelangen, gerade in den typischerweise von Personalern geliebten Fächern. Das ist garantiert kein Zeugnis für besonderen Intellekt, die Hochschulen sind ja auch dazu angehalten so gut wie jeden Studierenden zum Abschluss beliebiger Art zu führen.

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Olaf 13.12.2013, 13:32
5.

Zitat von sysop
Deutschlands Studenten sind ehrgeizig und haben hervorragende Zukunftschancen. Trotzdem machen sie Kettenpraktika, hetzen durchs Studium und fürchten den sozialen Abstieg. Warum eigentlich?
Ich vermute mal, dass diese Ängste von der Elterngeneration stammen und bewusst oder unbewusst, an die Kinder weitergegeben wurden.

Diese Generation ist mit knappen Ausbildungsplätzen, tausenden von Bewerbern auf eine Stelle, dem Untergang großer Industriezweige und tief greifenden Strukturwandel groß geworden.

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pommbaer123 13.12.2013, 13:34
6.

Gut dass ich mich nicht hetzen lasse. Ich genieße in erster Linie mein leben. Habe aber ein abgeschlossenes Ingenieursstudium und bin gerade im Master. Ich lasse mich aber nicht stressen.. Ich werde einen guten Job finden, das weiß ich. Gut ist er, wenn ich noch zeit für mich und meine mitnenschen habe. Ich strebe also nicht nach dem spitzenposten mit 70h pro Woche.

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Izmir..Übül 13.12.2013, 13:35
7. "Hervorragende Zukunftschancen"

Wie viele Schweinezyklen hat es bei den Ingenieursberufen wegen solcher Aussagen schon gegeben?

http://www.ndr.de/fernsehen/sendunge...orama4765.html

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sinnfindung 13.12.2013, 13:38
8. Supi

Zitat von sysop
Deutschlands Studenten sind ehrgeizig und haben hervorragende Zukunftschancen. Trotzdem machen sie Kettenpraktika, hetzen durchs Studium und fürchten den sozialen Abstieg. Warum eigentlich?
das Land braucht keine geldfixierte BWL, sondern Ingenieure.
Da sieht res glaube ich nicht so doll aus.
Erfahrungsgemäß ist BWL was für den soften Typen.

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kom.philbier 13.12.2013, 13:44
9.

Das berühmte "Vitamin B" ist in Deutschland halt leider immer noch am wichtigsten um einen guten Posten zu ergattern - entgegen aller Beteuerungen. Qualifikation ist schön und gut aber eben nur zweitrangig.

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