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Studentenspiegel 2010: Das will ich, das kann ich, das mach' ich

Die Studenten von heute: Faulenzer oder Karrieristen? Nörgler oder Optimisten? Die große Studentenspiegel-Umfrage von McKinsey, studiVZ und SPIEGEL will es herausfinden. Jeder Teilnehmer erhält ein persönliches Feedback, wo er im Vergleich zu den anderen steht.

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TommIT 03.05.2010, 11:57
1. Oh ja was man als Student drigend braucht

ist ein benchmarking von McKinsey.

Nepotistenstadl.

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jianxu 03.05.2010, 12:29
2. Fragen falsch formuliert!

Leider wird in dieser Umfrage - wie in so vielen - das Ergebnis stark davon beeinflusst, wie die Frage gestellt wird. Z.B. bei der Frage: "Finden Sie, dass Frauen und Männer die gleichen Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben?" Soll ich da jetzt "JA" sagen, wenn ich denke, dass Frauen mindestens so gute Chancen haben wie Männer, oder soll ich "NEIN" sagen, weil ich finde, dass Männer in manchen Bereichen gegenüber Frauen tendenziell diskriminiert werden? Wer so fragt, darf nachher nur noch dann von sich behaupten, wissenschaftlich gearbeitet zu haben, wenn er genau angibt, wie restriktiv die Datenerhebung war. So wäre jede Ableitung von Aussagen wie "Frauen fühlen sich noch immer benachteiligt" oder "Auch Männer sehen Frauen als benachteiligt an" (auf Grundlage obiger Frage kombiniert mit dem erhobenen Geschlecht des Teilnehmers) als absolut unwissenschaftlich zu werten. Darüberhinaus kann JEDER an der Umfrage mitmachen - wie soll denn sichergestellt werden, dass nur Studenten ihre Kreuzchen machen?
Weniger schlimm, aber doch schlampig ist die Formulierung mancher Fragen. So z.B. (aus dem Kopf zitiert) "Glauben Sie, dass die aktuelle Bundesregierung die Krise händeln kann?" Was bitteschön ist "händeln"? Klar, aus dem Englischen "to handle" - aber gutes Deutsch ist das nun wirklich nicht mehr! Auch wenn man es leider ab und an sogar in Wörterbüchern findet...obwohl wir das Wort "handhaben" haben...

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johndoe2 03.05.2010, 13:16
3. Fehler in der Umfrage

Folgende Fragen sollten umformuliert werden:
"In diesem Abschnitt bitten wir Sie(,) _um_ Angaben zu Ihrem schon abgeschlossenen Studium _zu machen_."
"(Wenn) _Haben_ Sie zusätzlich zu Ihrem aktuellen Studium schon mehrere Abschlüsse absolviert _haben_, dann erläutern Sie bitte den wichtigsten."

Außerdem:
"In wie vielen Städten haben Sie seit Studienbeginn für jeweils mindestens acht Wochen gewohnt?"
-> Ich gebe "3" an. (Mannheim, Ingolstadt, Auckland)

Wie viel Zeit haben Sie seit Studienbeginn für Studium, Praktika, Sprachkurse etc. im Ausland verbracht (ohne Urlaubsreisen)?
-> Hier gebe ich 6 Monate an (Auckland).

-> Dann werde ich aber um nähere Informationen zu zwei Auslandsaufenthalten gefragt...


Mal sehen wie das weitergeht und wie ich an dieser Stelle jetzt am besten antworte... =/

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StrangeWorld 03.05.2010, 15:07
4. ....

Zitat von jianxu
Leider wird in dieser Umfrage - wie in so vielen - das Ergebnis stark davon beeinflusst, wie die Frage gestellt wird. Z.B. bei der Frage: "Finden Sie, dass Frauen und Männer die gleichen Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben?" Soll ich da jetzt "JA" sagen, wenn ich denke, dass Frauen mindestens so gute Chancen haben wie Männer, oder soll ich "NEIN" sagen, weil ich finde, dass Männer in manchen Bereichen gegenüber Frauen tendenziell diskriminiert werden?
Genau das. Die Umfrage war bis zu der Frage i.O. Da ich sehe, dass atm gerne Frauen bevorzugt werden, war ich unschlüssig. Ich habe natürlich mit NEIN geantwortet. Ein JA würde dazu führen, dass es wieder heisst, Frauen würden benachteiligt werden.
Aber für eine oberflächliche Datenerhebung reicht die Umfrage...

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brain_in_a_tank 03.05.2010, 17:00
5. Planlose Umfrage

Irgendwie scheint mir diese Umfrage unausgegoren zu sein. Nicht nur, dass die Darstellung mit Firefox unter Linux eine Katastrophe ist, die Fragen sind kaum zu beantworten. Es ist nicht moeglich, dass man bei der Frage nach Heirats- und Kinderwunsch angibt, dass man schon verheiratet ist und Kinder hat (nicht unueblich waehrend des Studiums).
Auch scheint es mir nicht gut umgesetzt zu sein, dass man im Laufe des Studiums mehrere Abschnitte in unterschiedlichen Staedten verbringen kann. Zb kann Doktor al Abschluss gewaehlt werden, aber die Frage nach der Benotung ist dann hinfaellig, geht es um die zu erwartende Benotung meiner Doktorarbeit (wofuer es kein Notenschema gibt), geht es um die Abschlussnote meines Studiums (Hinfaellig, da Diplom als erworbener Abschluss nicht anzugeben ist).
Ich wuerde diejenigen, die diese Umfrage entworfen haben, feuern und eine neue machen. So ist es reine Zeitverschwendung...

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alexboerger 03.05.2010, 17:20
6. Die Fragen geben die Antworten schon vor

Schade dass ich keine Möglichkeit habe anzugeben, dass ich gerne Freiberufler bin oder selber ein Unternehmen gründe. Da kann man ja am Ende nur zum Urteil kommen, dass wir Angst vor Verantwortung haben.

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Akademiker 03.05.2010, 23:12
7. Representativ?

Bei all diesen Umfragen findet eine Selbstselektion der Teilnehmer statt. Der Akademiker, der 18 Semester studiert, mit 3,7 abschließt, keine Praktika macht,arbeitslos wird und in der Bar für unter 1500 Euro jobbt wird wohl eher nicht mitmachen, als der mit Prädikatsexamen und Superlebenslauf.

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Hans Blafoo 04.05.2010, 00:40
8. Bla..

Zitat von Akademiker
Bei all diesen Umfragen findet eine Selbstselektion der Teilnehmer statt. Der Akademiker, der 18 Semester studiert, mit 3,7 abschließt, keine Praktika macht,arbeitslos wird und in der Bar für unter 1500 Euro jobbt wird wohl eher nicht mitmachen, als der mit Prädikatsexamen und Superlebenslauf.
Eben. Das wird überhaupt nicht repräsentativ werden, aber McKinsey findet ja so dann vielleicht ein paar interessante Leute zum Anwerben. ;)

Übrigens fehlt irgendwie bei der Frage, warum ich diese Hochschule gewählt habe ein wichtiger Punkt (ich habe es zig mal angeschaut, aber es nie gesehen): Meinen gewählten Studiengang gibt es nur dort.

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dipj 04.05.2010, 01:17
9. Meine Note sprengt die Skala

Gleich auf der 2. Seite ist Schluss, da die Notenstufen nur von 1-5 gehen.
Bei McKinsey hat man wohl noch nichts von Jura gehört.
Erbärmlich.

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