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Studentin beleidigt Professor: "Falls wir uns in einem Puff sehen, wissen Sie warum"
DPA

Ein Professor an der Uni Potsdam fühlt sich von einer Studentin sexuell belästigt. Weil sie eine Klausuraufgabe unfair fand, schrieb die junge Frau vulgäre Beleidigungen auf ihr Blatt. Der Professor zeigte sie daraufhin an. Übertrieben, sagen manche.

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casparfunky 06.03.2014, 20:46
160. Bumerang...

"Wenn sich die Studentin bei ihm entschuldige, werde er die Anzeige zurückziehen", habe der Juraprofessor gesagt. Pikant, dass der Juraprofessor offenbar nicht weiß, dass man eine Strafanzeige nicht "zurückziehen" kann. Allerhöchstens kann man bei einem Antragsdelikt auf die Stellung eines Strafantrags verzichten. Über die Einstellung von Ermittlungen entscheidet aber ganz allein die StA und nicht der Anzeigende. War wohl kein Klausurstoff bei dem Herrn Juraprofessor #fail

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topodoro 06.03.2014, 20:46
161. Eine Jurastudentin sollte doch wenigstens unser Grundgesetz kennen

Zitat von tadamtadam
Zitat: "Der Professor sollte hier keinen Diskurs aufmachen nach dem Motto: 'Jetzt sieht man mal, dass auch Männer sexuell belästigt werden'", sagt Claudia Sprengel, Referentin für Geschlechterpolitik beim Asta der Uni. Unter sexueller Belästigung litten nach wie vor vor allem Frauen. " weil vor allem frauen darunter leiden, sollen also männer keine anzeige erstatten? was ist denn das für eine logik? dass man als prof über sowas stehen sollte, versteht sich von selbst, aber diese begründung ist versteckter sexismus. möchte mal wissen, wenn die geschlechter vertauscht gewesen wären, was die gute referentin dann sagen würde.
Wenn diese Studentin noch nicht einmal den Artikel 1 unseres Grundgesetzes kennt, noch ihr Verhalten danach ausrichtet, sollte sie sich mal fragen warum sie Jura studiert.

"1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt."...

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spon-xxx 06.03.2014, 20:50
162.

Zitat von Jasro
Bitte keine Doppelmoral: Es muss ja wohl diese Tat werden als wenn ein männlicher Student einer weiblichen Professorin so etwas auf den Klausurbogen geschrieben hätte. Immer schön: gleiches Recht für alle! Alles andere ist unakzeptabel!
Immerhin hat sie ihn gesiezt. Wenn mir ein Student geschrieben hätte: "vielen Dank das Sie mich so gefickt haben. Falls Sie mich demnächst auf dem Strich wieder sehen wissen Sie warum." hätte ich das nicht als Beleidigung/sexuelle Belästigung empfunden. Der Vulgärtext drückt nichts anderes aus als: "Sie haben mich in die Pfanne gehauen und nun sehe ich meine Zukunft bedroht."

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tatsache2011 06.03.2014, 20:50
163.

Zitat von shareman
... Wieso nennt Spon den Namen des Opfers (Prof), verschweigt aber den Namen des Täters?
Der Professor hat selbst seinen Namen der Zeitung genannt.
<<< Belling sieht seinen Fall aber in einem größeren gesellschaftlichen Zusammenhang: Gegenüber der "MAZ" verweist er auf den Fall des ...>>>

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seppiverseckelt 06.03.2014, 20:50
164. DAS ist genau...

Zitat von steve_burnside
Man stelle sich mal vor, die Geschlechterrollen wären vertauscht und der Student hätte das seiner Professorin hingeschrieben. Auweia, da wäre das Geschrei aber wieder groß. Aber Frauen dürfen sowas natürlich ohne weiteres tun.
...der Punkt der Punkte ! DIE Oberschlaue asta-Ziege möchte ICH sehen und hören wenn sich ein MÄNNLICHER Student dasselbe gegenüber einer Professorin herausgenommen hätte... Ich an des Profs Stelle hätte diesen Brief freilich Dutzendfach Ausgedruckt an den Hörsaaltüren angebracht und Ausgelegt, um diese Dumme Kuh von einer Studentin so richtig Blosszustellen- WEIL DIE DAS VERDIENT HAT !!!

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schreckgespenst 06.03.2014, 20:53
165.

Zitat von fuenfringe
Das hehre akademische Umfeld! Das ist ja sowas von erhaben! Haben Sie schon mal an einer Uni gearbeitet? Dann wüssten Sie das besser.
Ich arbeite an einer Uni und korrigiere pro Jahr ca. 200 bis 250 Klausuren. Ein derartige Verhalten ist mir bisher im gesamten Fachbereich nicht bekannt. Mittlerweile verstehe ich aber (männliche ) Kollegen, die Sprechstunden/Vorbereitungen auf die mündl. Prüfungen etc. mit Studentinnen nur noch bei geöffneter Tür durchführen

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moev 06.03.2014, 20:53
166.

Zitat von UdoL
Übertrieben und vor allem humorlos. Was für herrliche Kommentare wären da möglich gewesen!
Oh nein. Ein "herrlicher" Kommentar auf ihren zweiten Teil und schwupps sieht sich der Prof wegen sexueller Belästigung angezeigt!

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dubmaid 06.03.2014, 20:54
167. Hypocrits

Natürlich ist das sexuelle Belästigung! Ich bin diese Diskussionen - ob nun von männlicher oder weiblicher Seite - so leid. In dem Moment, in dem jemand eine Belästigung anzeigt, ist dies zunächst ernst zu nehmen. Sonst brauchen wir keinen Rechtsstaat, sondern nur Moralmullahs, die Männern wie Frauen auferlegen, wann sie sich belästigt zu fühlen haben und wann nicht. Und bitte immer locker bleiben in der Hab-dich-nicht-so-war-doch-nur-Spass-Gesellschaft. Sonst verteidige ich ja traditionellerweise die Damenseite, weil es sie einfach öfter trifft. Aber es geht um die Sache. Gleich ob Gewalt sexueller oder psychischer Natur ist - wo leben wir eigentlich, wenn jede(r) mal auf Kosten Dritter austeilen darf, nur um das Ego zu befriedigen?

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Tuxeedo 06.03.2014, 20:57
168.

Wenn die Dame sich im Alltag so auszudrücken beliebt, ist das eine Sache - wenn es auch ein bezeichnendes Licht auf sie wirft.

Aber welcher Mensch, egal, ob Mann oder Frau, mit ein bisschen Kinderstube würde so was in eine Klausurarbeit schreiben?
Und es ist noch gar nicht so lange her, da wäre sie hochkant von der Uni geflogen. Zu Recht.

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knuka 06.03.2014, 21:00
169. Stell Dir vor, es ist Geschlechterkampf und nur die Männer gehn nicht hin ...

Zitat von fiftysomething
unser Nicht-Wissen zu beseitigen. .. » Referentin: Claudia Sprengel Liebe Studis, "Wir leben in einer patriarchal [...] geprägten Gesellschaft, die uns in unserer Chancengleichheit und Freizügigkeit beschränkt. Dem gilt es entgegen zu wirken!
Nur wie man u.a. sieht, wird das in einer kommenden "matriarchalen" Gesellschaft leider nicht besser laufen. Gerechtigkeit und Freiheit werden durch jegliche ideologische "Scheuklappendenke" beschädigt und deshalb sind sie leider bislang nur so unvollkommen umgesetzt.

Es ist berechtigt und wichtig, dass Benachteiligte gleich welcher Gruppe oder Komplementärgruppe ihre Stimmen erheben, aber bitte dann um nicht Mehr und nicht Weniger, als um des Stoppens ihrer Benachteiligung willen. Der allgemeinen Gerechtigkeit oder Freiheit wird man aus der Sicht einer angeblichen oder tatsächlichen spezifischen Benachteiligung, wie man hier wieder sieht, einfach niemals gerecht werden. Wer sich das auf die Fahnen schreibt muss in der Lage sein, eine neutrale Perspektive einzunehmen und das auch tun.

Was das Stoppen von Benachteiligungen betrifft, müssen wir Männer nun ganz, ganz schnell von den Frauen lernen und solidarisch auch unsere Stimmen als Benachteiligte erheben, denn in der angeblich so patriarchalen Welt gibt es unzählige, schwerwiegende Benachteiligungen, die Mann als Mann erleidet und zu deren Beseitigung es leider keine vergleichbare Lobby gibt. Viele dieser unserer Leiden werden derzeit im Gegenteil durch das Überschießen des von den Frauen enthusiastisch vorangetragenen Geschlechterkampfes immer noch unerträglicher.

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