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Studentin mit Diabetes: "Ökonomisch gesehen sind Sie ein Schaden"
Privat

Ein Stipendium hatte sie, trotzdem wäre für Lea Vehling das Studienjahr in den USA fast geplatzt - weil niemand eine Diabetikerin versichern will. Hier erzählt sie vom harten Kampf um ihr Auslandssemester.

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mrotz 19.11.2016, 18:43
60.

Zitat von cato.
Sie haben den Artikel nicht gelesen, die junge Frau hat für die Auslandsreise eine Auslandsversicherung gesucht, in die ihre Familie und sie nicht eingezahlt haben, die aber vom ersten Tag in Anspruch genommen worden wäre, in einer Höhe die die Beiträge übersteigt. Das ist unsolidarisch und unterminiert das System. Solidarität ist dann gegeben, wenn alle Einzahlen für jene die unverschuldet von einem Unglück betroffen sind, die dann versorgt werden. Das war bei der Krankenkasse bei der die Studentin Mitglied ist der Fall, plötzlich trat die Krankheit auf, die Gemeinschaft der Versicherten zahlt. Bei der Neuversicherung wäre es eben nicht der Fall. Für Akzeptanz und Stabilität des Systems ist aber die Voraussetzung, dass wie in ihrem Beispiel ich mich nicht erst versichere, wenn bei mir Krebs diagnostiziert wird, sondern dass ich einzahle für den Fall, dass ich die Leistungen der Krankenkasse irgendwann in Anspruch nehmen muss.
Die Krankenkasse sollte weltweit gelten. Fertig. Und auch ein Jahr im Ausland sollte drin sein, ohne die Versicherung wechseln zu müssen.
Ist das denn zu viel verlangt?

mfg

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harryholdenwagen 19.11.2016, 18:58
61.

Zitat von gustavsche
wegen 200 bis 300 € für Insulin für drei Monate so einen Veitstanz zu veranstalten. Das kostet im Jahr dann 1200 €. Flug in die USA kostet hin und zurück auch 800 € in der Economy Class. Und wohnen muss sie ja auch. Wenn sie sich das leisten kann, warum nicht auch das Insulin aus privater Schatulle bezahlen?
Problem ist, dass das Insulin in den USA viel mehr kostet (mit Studentenbonus 1200 Dollar). Sie wäre ja bereit gewesen, die soviel zu bezahlen, wie man in Deutschland bezahlen müsste, aber die Kosten sind um ein Vielfaches höher als in Deutschland und nicht von ihr tragbar.

Das nächste Problem ist, dass sieh kein Rezept für das ganze Jahr bekommt, weil sie alle 3 Monate ein neues bruacht. Die Kosten in den USA dafür wären enorm.
In eine Auslandskrankenkasse wird sie nicht aufgenommen, weil sie krank ist.

Alles nur, weil sie wie andere Studenten auch, ein Jahr ins Ausland will.

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Sonnenschein11 19.11.2016, 19:35
62. Einen Link zu den gesamten Kosten für die diabetes therapie Typ 1

http://www.insulinclub.de/index.php?page=Thread&postID=237737#post237737

Wenn ich das so lese, hat sich die Dame leider äußerst schlecht vorbereitet.

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ali.wie.brecht 19.11.2016, 20:07
63. Die GKV nimmt keine Privatversicherten zurück

Zitat von DerWahreAndi
Warum hinterfragt der Artikel nicht, warum es eine Versicherung aus Deutschland sein muss?
Ich kann mich an Berichte aus den 80er Jahren erinnern, als Vater Staat arbeitlose Lehrer ins Ausland vermittelt hat. Die mussten sich dort, z.B in Canada, versichern. Dort gibt es wie in den USA nur die Möglichkeit einer privaten KV. Nach ihrer Rückkehr konnten sie nicht in die deutsche GKV, da sie ja privat versichert waren.

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ali.wie.brecht 19.11.2016, 20:16
64. Als chronisch Kranker in die PKV?

Zitat von whitewisent
Das Ärgerlichste an dem Ganzen ist doch, daß während der Kindheit und der Ausbildung alle Vorteile der Solidargemeinschaft ausgepresst werden, nur um nach Studienabschluss und mit gut bezahltem Job (den Frau Vehling hoffentlich erhält) sofort in eine Privatversicherung zu wechseln, ja das geht auch bei Diabetes.
Welche PKV bietet einem ökonomischen Schadensfall eine bezahlbare Versicherung an? Wie in dem Artikel beschrieben, war das ja nicht einmal für die 2 Jahre Auslandsaufenthalt möglich.

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lachina 19.11.2016, 20:21
65.

Zitat von gustavsche
. Zum Liebhaber klassischer Musik bin ich ja auch gworden und in diesem Jahr ist Brahms mein Favorit. Damit erschließt man sich ein weit verzweigtes kulturelles Wissen, da man sich ja zwangsläufig auch mit literarischen Vorlagen auseinander setzen muss. Ich studiere heutzutage täglich, höre Musik, lese Bücher (u.a. über Brahms) und setze mich mit der Thematik auseinander. Dazu muss ich nicht mit Steuergeldern gepampert werden.
Außer mit Musik und Literatur sollten Sie sich auch hobbymäßig mit Empathie, Solidarität und Humanität beschäftigen, dann würden Sie so etwas nicht schreiben.

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Hypathia1 19.11.2016, 20:31
66.

Zitat von Sonnenschein11
http://www.insulinclub.de/index.php?page=Thread&postID=237737#post237737 Wenn ich das so lese, hat sich die Dame leider äußerst schlecht vorbereitet.
Ich habe mir die Beiträge im Insulinclub auch gerade mal angesehen. Wahrscheinlich hat Schreiberin des Artikels den gleichen Forumsbeiträgen geglaubt wie Du. Denn im Artikel spricht sie von Mehrkosten für Insulin in Höhe von 200 €, die sie auf sich genommen hätte. Doch kostete das Insulin in den USA dann nicht 400 € insgesamt, sondern 1.200 €. Ich habe Freunde in den USA, die trotz eines guten Einkommens nicht zu Arzt gehen, wenn sie krank sind. Die Preise sind astronomisch hoch.
Aber du hast insofern recht als dass man sich bei der Vorbereitung des Auslandsaufenthaltes nicht auf Forenbeiträge verlassen sollte.

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egoneiermann 19.11.2016, 20:36
67.

Zitat von Bueckstueck
Wir wussten ja, dass so ein neidtriefender Kommentar auftauchen würde... was erlaubt die sich leben zu wollen und ihre Träume zu verwirklichen!? Und das soll man unterstützen!? Gehts noch!? Übrigens, wies noch besser geht, zeigt das schweizer Modell. Das sind auch alles private Wirtschaftsunternehmen, allerdings dürfen die nicht machen was sie wollen. Ist nicht ganz billig, aber sorgt für eine funktionierende Versichertensolidarität bei dem NIEMAND auf der Strecke bleibt.
Öh, zahlen in den Schweiz nicht alle das Gleiche, also vom Bankdirektor bis zur Verkäuferin. Das ist meiner Meinung nach, nicht der Sinn einer Solidargemeinschaft, auch wenn es wie in der Schweiz nur um die Grundversorgung geht, alles andere muss extra versichert werden.

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mecker_messi 19.11.2016, 21:03
68. Ski-Urlaub ist Luxus, Rauchen ist Luxus

Zitat von gustavsche
In die USA zu reisen, ist Luxus.
Ich will verdammt noch mal nicht für Leute zahlen, die sich aus lauter Dollerei die Knochen brechen und die Lungen kaputt machen.

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TS_Alien 19.11.2016, 21:15
69.

Dieser "unterschwellige" Ton in diesem Bericht, dass man ein Recht auf dieses und jenes hat, nervt nicht nur, er zeigt auch, wie diese Studentin tickt. Für alles soll die Krankenversicherung aufkommen. Wegen ein paar Hunderter an eigenen Kosten wird gleich gejammert und es werden alle Hebel in Bewegung gesetzt, auch diese geringe Summe nicht selbst bezahlen zu müssen. Zum Fremdschämen.

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