Forum: Leben und Lernen
Studentin zähmt Eichhörnchen: "OMG, die sind so niedlich"
SneezySquirrel

Die autistische Studentin Mary Krupa ist zum Internetstar geworden - mit Fotos von posierenden Eichhörnchen. Das hilft ihr auch im Uni-Alltag.

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unglaeubig 08.12.2016, 08:43
10. Amerikanische Eichhörnchen sind Wildtiere...

...so wild, dass mich neulich sogar eins angefallen hat und mir die Einkaufstüte zerfetzte, die ich durch einen Park in Boston trug, weil es die Nüsse darin witterte. Wirklich wahr! Will sagen: Die Viecher dind eh schon sowas von verkorkst, da kann man nix mehr falsch machen. Wild sind die in vielen Parks nicht mehr. Nur noch dreist! Also alle mal durchatmen...

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Frank D. 08.12.2016, 11:04
11.

Eichhörnchen sind sehr neugierige Tiere. Man muss sich nicht mal groß zähmen damit sie sich Menschen nähern. Man kann den Spieß auch mal umdrehen, denn wer hat wen gezähmt ? Die Studentin das Tier, oder das Tier den Menschen ? Das Tier hat einen Menschen dazu gebracht ihm Fressen zu bringen und als Gegenleistung werden ein paar selten dämliche Fotos gemacht. Und jeder der sich darüber aufregt, aber einen Hund an der Leine durch eine Großstadt führt, ihm gegen "Kälte" noch einen Mantel anzieht, der sollte sich selber mal Fragen was wirklich Tierquälerei ist

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permissiveactionlink 08.12.2016, 12:00
12. Besser die Hände weg !

In den USA übertragen Grauhörnchen in seltenen Fällen beim Kontakt mit Menschen die Pest (Yersinia pestis), in Großbritannien stellen Eichhörnchen ein natürliches Reservoire an Lepraerregern (Mycobakterium leprae) dar. Besser gar nicht anfassen, die Tiere, und Abstand halten (Nagerflöhe !) ;-)

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bonprofit 08.12.2016, 16:19
13.

Liebe Tierschützer:
Bitte regen Sie sich nicht auf denn alle diese Tiere sind Tot. Oder glauben Sie im Ernst das man Eichhörnchen so zähmen kann. Diese Gesellen sind mit Sicherheit alles ausgestopfte Kameraden die man nett arangiert hat.

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ZehHa 09.12.2016, 12:37
14.

Im Gegensatz zu den braunen, vor allem im Wald lebenden europäischen Eichhörnchen, sind die grauen amerikanischen Eichhörnchen ungefähr genauso menschenscheu und wildlebend wie die Tauben auf dem Markusplatz in Venedig.

Die Squirrels sind auf Grünflächen in Großstädten der USA endemisch, wenig menschenscheu und rauben auch ohne besondere zusätzliche Anreize schon einmal Lebensmittel aus Einkaufstaschen während einer kurzen Verschnaufpause auf einer Parkbank, wie oben schon beschrieben. Einige amerikanische Bürger halten sie mittlerweile für eine ähnliche Plage wie die Tauben in den Innenstädten. Und es gibt europäische Biologen, die eine Verdrängung des europäischen Eichhörnchens durch einschleppte graue amerikanische befürchten, gerade wegen der fehlenden Menschenscheu und der perfekten evolutionären Anpassung an urbane Siedlungsräume.

Dass sich das amerikanische graue Eichhörnchen (oder Grauhörnchen) relativ leicht zähmen lässt, halte ich für sehr wahrscheinlich. Die Geschichte ist glaubwürdig und letztlich doch auch anrührend. Ich gönne Mary Krupa ihren Internet-Erfolg von ganzem Herzen!

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ivanogor 09.12.2016, 12:43
15.

Meine Güte, was sind heute hier für Berufsempörer unterwegs. Die Tiere machen das freiwillig! Sowas nennt sich Vertrauen oder eine interspezie Freundschaft. Das Eichhörnchen könnte gehen, wenn es ihm nicht passt.

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agr 09.12.2016, 12:46
16.

Wie schon andere geschrieben haben: Es sind Grauhörnchen, keine Eichhörnchen. Die mögen ähnlich aussehen, verhalten sich aber komplett anders. Grauhörnchen sind nicht scheu, eher dreist. Die in den amerikanischen Städten sind in etwa so viel Wildtiere wie bei uns Stadttauben. Da ist nicht mehr viel an "natürlichem Verhalten" das man kaputt machen könnte.

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augu1941 09.12.2016, 14:24
17.

Es gibt nichts Schlimmeres als vorgefasste, fundamentalistische Ansichten nach denen alles bewertet wird und danach hat z.B. jeglicher näherer und bleibender Kontakt zwischen einem Nicht-Haustier und dem Menschen zu unterbleiben, weil es angeblich sehr schädlich für das Tier ist. Das mag für die inzwischen nach D zugezogenen Wölfe vollkommen zutreffen, trifft aber nicht für viele tierischen Bewohner in unserer Siedlungsgebieten zu, die sich dort wegen vieler Vorteile angesiedelt haben. Warum sollen Menschen, die Spaß daran haben, sich nicht mit Einzelnen dieser Bewohner besonders anfreunden.

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steffen.ganzmann 09.12.2016, 15:16
18.

Erstens: Wo gibt es in den Staaten bitteschön Eichhörnchen?

Zweitens: In Medizin lernten wir, uns vor zu anhänglichen Wildtieren zurückzuziehen, die Tollwutgefahr - gerade bei den ach so niedlichen Wasauchimmer-Hörnchen - sei viel zu gross ...

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christiewarwel 10.12.2016, 11:39
19.

Ich halte die strikte Trennung von Wildnis und Tieren auf der einen Seite und Menschen auf der anderen für höchst fragwürdig. Der Mensch ist auch nur ein Tier und Teil der Natur. Als solcher sollte er leben, sie respektieren, sich einfügen und mit ihr interagieren. Und wer einmal mit Tieren (egal welchen) gearbeitet hat, der weiß, daß sich gerade intelligentere Tiere nicht nur an einzelne Menschen binden, sondern diese durchaus in ihrem Sinne manipulieren können (viele Grüße von Ihrem Hund, Ihrer Katze, Ihrem Pferd...). Das schließt Wildtiere ausdrücklich ein -wenn entsprechende Nähe vorhanden ist. Tatsächlich wählen Tiere bei Entscheidungsfreiheit auch Kooperationen mit dem Menschen, wenn sie dadurch einen Vorteil haben: Bestimmte Vögel kooperieren z.B. bei der Honigsuche mit dem Menschen. Und in Kanada habe ich es mehrfach selbst erlebt, daß frei lebende Pferde nach dem Motto Arbeit gegen Heu und Hafer mit ihrem "Besitzer" kooperiert haben, obwohl sie sich genausogut nach Kalifornien hätten absetzen oder mit den Bisons durch die Lande ziehen können. Wie bereits mehrfach erwähnt, sind amerikanische Hörnchen alles andere als scheu. Für ein paar Nüsse spielen sie liebend gerne den Fotostar. Wer von uns würde das nicht? Leichter kann man sein Futter kaum verdienen. Wem hat das geschadet? Das Hörnchen ist satt, und viele Menschen haben sich an den Fotos erfreut. Im Gegensatz zu den Rehen, die bei uns massiv durch den Winter gefüttert werden, muß das Hörnchen nicht fürchten, beim Futtern als Dank abgeschossen zu werden.

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