Forum: Leben und Lernen
Studie: Ängstliche Abiturienten wollen Lehrer werden
Corbis

Fitte und leistungsstarke Abiturienten können sich kaum vorstellen, Lehrer zu werden. Attraktiv scheint der Beruf für Schüler mit wenig Selbstvertrauen und Durchsetzungskraft, zeigt eine neue Bildungsstudie.

Seite 4 von 20
ukma 11.06.2014, 14:11
30. Abi sagt NIX aus...

wirklich GAR NICHTS. Problematisch ist, dass das Lehramtstudium sehr einfach ist und sich da jedes Würstchen durchschlängeln kann. Was ich schlimmer finde ist, dass die charakterlich völlig falschen Leute Lehrer werden ( Viele Frauen mit Zitat: "da kann ich Arbeiten und Werfen "). Als Lehrer muss man sich durchsetzen können und Charakterstärke haben, mehr als jeder der lausigen Politiker. Das traurige ist das diese Trend zunimmt und es nur wenige wirklich tolle Lehrer gibt. Macht den Beruf attraktiver, das Studium mindestens Doppelt so schwer und viel mehr PRAXIS und Pädagogik. Wenn der Beruf attraktiver wäre, würde ich auch Lehrer werden wollen, da ich lehren ne tolle Sache finde aber sicher nicht in diesem bescheuerten Schulsystem.

Beitrag melden
TS_Alien 11.06.2014, 14:14
31.

Diese Umfrage ist irgendwie niedlich. Man erkennt sofort die fehlende Lebenserfahrung der Befragten. Wer Ärzte, Richter und Polizisten per se hoch ansieht, hat noch nicht viel mit Ärzten, Richtern und der Polizei zu tun gehabt.

Woher kommt eigentlich die These, dass ein angehender Lehrer alles im Studium und im Referendariat lernt bzw. lernen soll, das er später gebrauchen kann? Lehrer, die schon lange dabei sind, lernen immer noch dazu. Das macht den Beruf erst richtig spannend.

Beitrag melden
Banause_1971 11.06.2014, 14:15
32. Die Studie

ist aber schon ein wenig älter. Zu dem Ergebnis ist man vor Jahren schon gekommen. Wer weiß, dass er auf dem freien Arbeitsmarkt keinen Blumentopf gewinnen kann, wird halt Lehrer und rettet sich in den sicheren Beamten-Hafen. Ich frage ich ohnehin seit Jahren, warum Lehrer Beamte sein müssen. Aus meiner Schulzeit weiß ich, dass sich damals Lehrer kaum fortgebildet hatten und die modernen Medien (Computer) einfach nicht angefasst haben. Sogar in meiner Studienzeit weigerten sich die Professoren die IT unterrichteten, mit uns in den EDV-Raum zu gehen. Da wurde alles nur per Projektor an die Wand geklatscht und Stoff gelernt, der 30 Jahre und älter war. Pädagogen müssten einem viel stärkeren Wettbewerb unterworfen werden,.. dann wäre die nächste Pisa-Studie auch anders. Es liegt ja nicht zwangsläufig immer an den dusseligen Kindern..

Beitrag melden
quadraginti 11.06.2014, 14:16
33. Kein Beruf

Zitat von sysop
Fitte und leistungsstarke Abiturienten können sich kaum vorstellen, Lehrer zu werden.
Lehrer ist kein Beruf, sondern eine Diagnose.

Beitrag melden
rockit70 11.06.2014, 14:18
34. Oh, da freuen sich aber unsere ganzen Kerle wieder!

Ein allgemeines Schulterklopfen und Bauchpinseln unserer "durchsetzungskräftigen" Gemeinde. Die dort hochhalten so nachhaltig männliche "Werte" wie Erfolg, Leistungsbereitschaft, Ellenbogeneinsatz, Konkurrenzdenken - all die Eigenschaften, die unseren Planeten zu einem besseren Ort machen. Natürlich wird mir nun mangelnder Realitätssinn nachgesagt werden. Dann schauen wir doch mal, wie es in 50 Jahren mit diesen so mantraartigen Erfolgsformeln hienieden aussehen wird. Dann funktioniert mal schön bis dahin und belächelt die Sanfteren...

Beitrag melden
lukas11111 11.06.2014, 14:19
35.

Also so wie ich das bisher erlebt habe gibt es da keinen Zusammenhang zwischen Schüler mit schlechteren Noten werden Lehrer, Schüler mit sehr guten Noten werden keine Lehrer. Generell würde ich eher sagen das Schüler die auf einen 100% sicheren Job aus sind und einen recht ruhigen Job wollen Lehrer werden und von denen die das sind kommt es mir eher so vor als ob relativ mehr von den sehr guten Schülern die auf Sicherheit aus sind Lehrer werden als von den schlechteren Schülern die auf Sicherheit aus sind.

Von den Leuten wo ich kenne die Lehramt studieren und das sind sehr viele, denn scheinbar liegt das im Trend sind 50% 1er Schüler mit der Neigung entweder extrem zu streben, oder alternativ von Natur aus sehr schlau zu sein.

Wobei ich die Ansicht vertrete das Abi Noten generell nichts damit zu tun haben ob man letztendlich ein guter Lehrer wird, oder was man sonst für einen Job ausübt.

Beitrag melden
somestudentguy 11.06.2014, 14:21
36. Ein paar Fragen hätte ich noch ...

Darf ich mich vorstellen: Ich bin einer der Lehrer, die es der zitierten Studie nach nur höchst selten geben soll. Mein Abitur ist besser als 1,5 (in einem Land im Süden Deutschlands) und Lehrer ist seit der Oberstufe mein Traumberuf.

Um meinen Kommentar kurz zu fassen, hier mein Standpunkt in Frageform:

- Sind diejenigen AbiturientInnen, die den Lehrberuf für attraktiv erachten, auch diejenigen, die letztlich Lehrer werden und sind?
- Ist es nicht möglich, dass geringe Durchsetzungsfähigkeit/geringes Selbstvertrauen mit Unentschlossenheit bezüglich der Zukunftsplanung korrelieren, d.h., dass sich dieser Typus von AbiturientInnen schlicht alle Möglichkeiten offen lässt - darunter AUCH (aber nicht ausschließlich) das Lehramt?
- Kann davon ausgegangen werden, dass unintelligente, faule, wenig durchsetzungsfähige, unsichere etc. AbiturientInnen das Hochschulstudium und das Referendariat so gut abschließen, dass sie auf dem (zumindest in meinem Bundesland) höchst umkämpften Arbeitsmarkt überhaupt eine Chance haben?
- Kann davon ausgegangen werden, dass wenig durchsetzungsfähige AbiturientInnen - dank G8 im Alter von 17 oder 18 - mit Mitte/Ende 20 immer noch wenig durchsetzungsfähige Menschen sind?

Ich kann nachvollziehen, dass der Beamtenstatus den Lehrberuf mitunter auf die falsche Klientel attraktiv erscheinen lässt. Dennoch wage ich zu bezweifeln, ob es diese Klientel in so drastischem Ausmaß vom Studium bis ins Klassenzimmer schafft, wie es aus dem Artikel und den Kommentaren im Forum hervorzugehen scheint.

Beitrag melden
Netcube 11.06.2014, 14:25
37.

Ich hatte in meinen letzten Jahren eine Lehrerin, die ich noch heute als optimal einschätze. Die perfekte Mischung und sicherlich eine Ausnahme. Jedenfalls erzählte sie uns kurz vor den Abiprüfungen (ich glaube sie antwortete auf die Frage eines Schülers), dass die Durchschnittsnote ihres Abis nur 4,0 war... kaum jemand wollte das glauben. Was ich unterm Strich damit sagen will: Ich hatte auch Lehrer die komplette Fachidioten waren, echte Möchtegern-Einsteins ohne jede menschliche Kompetenz. Mir waren jene am liebsten, die ihre Schüler verstanden... die selbst nicht nur die reinen Streber waren. Natürlich brauchen sie fachliche Kompetenz, aber es braucht eben eine Mischung. Insofern: Notendurchschnitte... sind für den Lehrerberuf noch kein Kompetenz- oder Inkompetenznachweis.

Beitrag melden
TS_Alien 11.06.2014, 14:27
38.

Ich würde gerne einmal diejenigen vor einer Klasse sehen, die hier im Forum am meisten über Lehrer meckern. Davon abgesehen, gibt es genügend Lehrer, die auch etwas völlig anderes hätten machen können. Promovierte Naturwissenschaftler, Informatiker, Ingenieure und Mathematiker dürften überall einen Job bekommen. Nur eben keinen Beruf. Denn Lehrer wird man, weil man etwas Sinnvolles machen möchte (in der freien Wirtschaft wird viel Unsinn veranstaltet). Und Spaß macht der Beruf des Lehrers auch ziemlich oft.

Wie bereits andere geschrieben haben: Abiturienten, die etwas schüchterner sind, können sich entwickeln. Selbst als Lehrer in den ersten Berufsjahren hat man noch viel Entwicklungspotential. Die Erfahrungen in den ersten Berufsjahren können einem niemals im Studium oder Referendariat beigebracht werden.

Beitrag melden
SchnurzelPuPu 11.06.2014, 14:28
39. In dem Alter war ich auch noch schüchtern

das sagt nun mal gar nichts. Das kann man ablegen. Wenn im Studium zum Beispiel of genug der Kontakt mit Schülern vorkommt. Und ein Abitur mit 1,0 ist ja vor Lehrern abgelegt worden, die laut Studie eigentlich unfähig sind. Was nun?

Beitrag melden
Seite 4 von 20
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!