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Studie: Was Arbeiterkinder zum Studium ermuntert
DPA

Es ist eine große Ungerechtigkeit im Bildungssystem: Akademiker-Kinder gehen häufiger an die Uni als Abiturienten, deren Eltern nicht studiert haben. Nun zeigt eine Studie, was dagegen hilft.

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alt-nassauer 30.06.2016, 15:54
1. Gestern noch...

Mir hat es gestern noch die Sprache verschlagen. Da versucht eine Stadt eine FH dazu zubewegen eine Außenstelle bzw. einen Studiengang in einem Mittelzentrum/Doppelzentrum mit entsprechender Einwohnerzahl zu platzieren.

Eine ältere Dame ehemalige Fraktionsvorsitzende einer Stadtpartei, hat da so kommentiert.. Für die Kinder der Großkopferten gibt es schon genug Uni´s....

Ich bin kein Kind von "Großkopferten", kein Abitur. aber durch kontinuierliche Weiterbildung nun Berechtigt zu studieren. Zu dem es angedacht ist das so eine FH dies Berufsbegleitend anbietet. Somit gibt es für Alle, sofern sie können und wollen noch die Chance auf eine höhere Qualifikation.

Wenn man so vorgeht, in Gedanken nur an die Großkopferten denkt und Arbeiterkinder ausgrenzt. Dann hat man das Bildungssystem wirklich zu einer zwei Klassen Gesellschaft gemacht. Nicht nur bei Kindern, auch in der Erwachsenen Bildung!

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upalatus 30.06.2016, 16:01
2.

Sie werfen mit erkennbarer Absicht einen stinkenden Knochen in die Arena.

Also gut.

Als "gewordener" Akademiker aus sehr kleinen Verhältnissen sage ich dazu: selten was dämlicheres gelesen.

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elektrofachkraft 30.06.2016, 16:02
3.

Die Angst (finanziell) zu scheitern ist in Arbeiterfamilien also offenbar zu groß. Doch ist das ein Hindernis, es nach der Ausbildung bei vorhandenen Anlagen noch mit dem Studium zu versuchen? Während die Hürden für ein erfolgreiches Studium überschätzt werden, wird nämlich der Mehrwert eines Hochschulabschlusses wohl von vielen unterschätzt.

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Dumme Fragen 30.06.2016, 16:02
4. 72 zu 84% ist nicht so schlimm wie befürchtet!

Die 72% haben mich positiv überrascht! Hatte befürchtet, es wären weniger. Und die Differenz kann ja noch kleiner werden, da viele erst eine Ausbildung machen, aber dann doch noch studieren. War übrigens in meiner Familie auch so - viele haben sogar erst über den 2. Bildungsweg das Abi nachgeholt und dann z.B. Ing studiert. Kein schlechter Werdegang. Ich bin eh dafür, dass ALLE Studenten vor dem Studium eine Ausbildung machen und richtig arbeiten lernen! (Jedenfalls, wenn sie Lehrer werden wollen, sollte das Grundvoraussetzung sein, nicht nur bei den Gewerbeschullehrern, sondern auch an den allgemeinbildenden Schulen!)

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ijf 30.06.2016, 16:04
5. Schuster, bleib bei Deinen Leisten!

Zitat von suelzer
Wenn die Kinder der Akademiker und des gehobenen Bürgertums unter sich bleiben können wäre es besser mit der Gesellschaft. Es muss eine strikte Trennung zwischen oben und unten geben. Arbeiterkinder leisten auch mit Studium weniger als die Kinder der besseren Leute. So ist das nunmal und so wird das immer sein.
Oder besser - Troll, bleib bei Deinen unterirdischen Kommentaren. Es muss eine strikte Trennung geben zwischen intelligenter gelungener Ironie und dumm daneben gegangenem Neidgeblöke. So ist das nun mal und so wird das immer bleiben.

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Kerze der Freiheit 30.06.2016, 16:05
6.

Zitat von alt-nassauer
Mir hat es gestern noch die Sprache verschlagen. Da versucht eine Stadt eine FH dazu zubewegen eine Außenstelle bzw. einen Studiengang in einem Mittelzentrum/Doppelzentrum mit entsprechender Einwohnerzahl zu platzieren. Eine ältere Dame ehemalige Fraktionsvorsitzende einer .......
Ha, ha, ha. Sehr lustig, die Dame. Die Großkopferten schicken ihre Kinder nach England oder die USA (bei exotischen Fällen mal auch ins romanische Ausland) zum studieren. An FHs studieren ins seltesten Fällen die Kinder der Oberschicht und der oberen Mittelschicht (obwohl ich interessanterweise auch junge Adelige kenne, die "nur" eine Ausbildung gemacht haben).

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tomxxx 30.06.2016, 16:08
7. Das Abitur...

hiess mal allgemeine (Hochschul-)Reife. Ganz ehrlich, wenn jemand mit Abitur einen Workshop braucht um über das für und wieder eines Studiums nachzudenken... vielleicht ist er dann doch nicht genau das was man von einem Akademiker erwartet? Als nächstes wäre aber tatsächlich zu hinterfragen, ob ein Studium soviel bringt. Der Weg über eine Lehre mit anschliessendem Meister ist so verkehrt auch nicht. Viele kleinere Betriebe werden so geführt. Besser als ein Soziologiestudium dürfte das sein...

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rambo2012 30.06.2016, 16:08
8.

"Es ist eine große Ungerechtigkeit im Bildungssystem: Akademikerkinder gehen häufiger an die Uni als Abiturienten, deren Eltern nicht studiert haben. "

Das liest sich so, als sei das Bildungssystem daran schuld. Im Text heißt es dann aber, dass der Werdegang (Ausbildung/Akademiker) größtenteils vom Bildungsgrad der Eltern abhängt.

Wo da jetzt das Bildungssystem konkret und durch irgendwelche Regelungen speziell die Kinder von Nicht-Akademikern benachteiligen soll, erschließt sich mir nicht ganz.
Daher finde ich die Titelunterschrift irreführend.
Zudem kann sich im Jahre 2016 jeder selber leicht im Internet informieren, was einem welche Ausbildung bringt und welche Kosten damit verbunden sind.

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kemadu 30.06.2016, 16:15
9. Baff

Oha, Menschen aus Arbeiterfamilien leisten also weniger....da verschlägt es mir die Sprache. Ich hoffe, DER Kommentar war ironisch gemeint.

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