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Studie: Was Arbeiterkinder zum Studium ermuntert
DPA

Es ist eine große Ungerechtigkeit im Bildungssystem: Akademiker-Kinder gehen häufiger an die Uni als Abiturienten, deren Eltern nicht studiert haben. Nun zeigt eine Studie, was dagegen hilft.

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cedebe 30.06.2016, 17:02
20. @tomxxx

Es geht nicht darum, was das Arbeiterkind inhaltlich im Studium leisten kann und will. Es ist einfach so, dass Akademikerkinder ihr Studium von ihren Eltern finanziert bekommen: Wohnung, Pendelkosten, teure Fachbücher. Die müssen zu Studienbeginn nicht durchrechnen, ob sich das lohnt. Die Kinder aus Familien mit geringeren finanziellen Möglichkeiten stehen vor der Problematik sich selbst parallel zum Studium finanzieren zu müssen. Dazu kommt der jährliche Striptease der Eltern vorm Bafögamt. Auch das ist nicht besonders förderlich, sich für ein Studium zu entscheiden, wenn das Umfeld diesen Werdegang nicht nachvollziehen kann/möchte. Das kann man werten, wie man will, aber Akademikerkinder sind nicht schlauer, nur weil sie mit solchen Existenzfragen gar nicht erst konfrontiert werden.

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unglaeubig 30.06.2016, 17:03
21.

Ich als promoviertes 'Arbeiterkind' möchte mich hiermit ganz deutlich gegen die stigmatisierende Verwendung dieses Begriffes aussprechen. Weiterhin möchte ich zu bedenken geben, dass mir meine Herkunft in meiner Karriere niemals zum Nachteil gereicht hat. Wenn man von Zuhause keine Tugenden wie Fleiss und Zuverlässigkeit mit auf den Lebensweg bekommt, dann wird es nichts mit dem Studium. Aber in einer unhaltbaren Korrelation alle 'Arbeitereltern' dergestalt zu degradieren ist unhaltbar!

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powaaah 30.06.2016, 17:04
22.

Jeder Abiturient sollte die geistigen Fähigkeiten haben sich über die Gegebenheiten eines Studiums zu informieren und abschätzen zu können, ob er in der Lage ist das zu bewältigen. Meine Eltern sind beide klassische Arbeiter und nunja ich hab ein Studium begonnen. Jedoch finde ich 72% nun auch nicht gerade wenig. Vermutlich drängen Akademiker ihre Kinder ja auch zu einem Studium. Während Arbeiter Eltern ihre Kinder machen lassen was sie wollen.

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mrotz 30.06.2016, 17:08
23.

Zitat von elektrofachkraft
Die Angst (finanziell) zu scheitern ist in Arbeiterfamilien also offenbar zu groß. Doch ist das ein Hindernis, es nach der Ausbildung bei vorhandenen Anlagen noch mit dem Studium zu versuchen? Während die Hürden für ein erfolgreiches Studium überschätzt werden, wird nämlich der Mehrwert eines Hochschulabschlusses wohl von vielen unterschätzt.
Der Mehrwert ist rein ideeller Natur.
Insbesondere dann, wenn praktisch jeder studiert. Durch diese Inflation stiegt das Angebot und sinken somit die Löhne.

Bildung ist für den Geist, auch in Naturwissenschaften, aber pauschal sicher nicht für den Geldbeutel.

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mrotz 30.06.2016, 17:14
24.

Zitat von yogi65
bei den jungen Leuten die das Abitur in der Tasche haben. Wer es erst einmal dahin geschafft hat kann sicher weitgehend eigenverantwortlich beurteilen ob ein Studium das Richtige für ihn ist. Die große Herausforderung ist es doch Kinder aus nicht-akademischen Familien zum Abitur zu führen. Denn hier ist die Relation sicher noch deutlich ungünstiger als nur 84 zu 72 Prozent. Darin sehe ich eine große Ressourcen-Verschwendung die sich unser Land eigentlich nicht erlauben kann.
Unser Bildungssystem leistet sich habilitierte Wissenschaftler mit 40 in die Arbeitslosigkeit zu entlassen.

Wissenschaft: Zeit nach Wissenschaftszeitvetragsgesetz abegelaufen, weiter nur mit nicht vorhandener Professur

Industrie: Überqualifiziert, zu alt.


Bildung hindert beim Geld verdienen.
Auch in harten Naturwissenschaften.

Bildung ist für den Geist. Für nichts anderes.

mfg

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Grorm 30.06.2016, 17:23
25. Genau!

Zitat von suelzer
Wenn die Kinder der Akademiker und des gehobenen Bürgertums unter sich bleiben können wäre es besser mit der Gesellschaft. Es muss eine strikte Trennung zwischen oben und unten geben. Arbeiterkinder leisten auch mit Studium weniger als die Kinder der besseren Leute. So ist das nunmal und so wird das immer sein.
Der dritte Stand hat gefälligst der dritte Stand zu bleiben. Das war schon immer so und soll auch so bleiben für immerdar ...

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austenjane1776 30.06.2016, 17:26
26. Unsinn

Zitat von familie.limmer13
oder ein Gesetz, das benachteiligte Bevölkerungsgruppen ( Arbeiter-,Harz4-,Asylanten-kinder sowie Kinder mit niedrigem Intelligenzquotienten der Eltern , usw) durch Notenboni aufwertet und zwar durch die ganze Ausbildung bis zur Promotion und Habilitation. Bei der Arbeitsplatzvergabe sollte es auch so sein. Quoten für alle attraktiven Stellen von Daxkonzernvorstand bis zur Spielerfrau! Wenn man das Kind von Harz4 - Beziehern mit Asylhintergrund ist und selber einen niedrigen IQ hat, sollte aus Gründen der sozialen Gerechtigkeit mindestens ein Chefarztposten, ein Universitätslehrstuhl oder ein Konzernchefposten vergeben werden. Nur so geht es.
Sie können - "bei gleicher Leistung" - zB Frauen bevorzugt einstellen.
Sike können aber das Leistungsprinzip nicht aushebeln oder umkehren.
Oder wollen Sie von einem "Quotenarzt" operiert werden?
PS
Wer sagt denn, dass Doofe "benachteiligt" sind?
Die "intelligenten" scheitern auch oft.

"Im Unverstand nur ist das Leben angenehm".

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gerd33 30.06.2016, 17:29
27. Haha

Zitat von Alias_aka_InCognito
Ansonsten haben Uni-Leute einen Habitus, den sie von Hause aus haben.
Selten so gelacht:
Als Kind aus einer durchaus bildungsfernen Schicht habe ich eine Medizinstudium in der Regelzeit hingelegt -auch ohne den "akademischen Habitus", was auch immer das sein mag.
Kenne etliche vergleichbare Fälle. Einziger Unterschied: Die Kinder wohlhabender Eltern bewohnten im Studium eine tolle Eigentumswohnung und fuhren durchweg Neufahrzeuge, während die anderen Proleten -so wie ich- mit billigen Gebrauchtwagen (oder alten Fahrrädern) fahren durften. Hat aber gegenseitigen Freundschaften keinen Abbruch getan.
Gottseidank haben auch die Profs. bzw. die Prüfer auf derartige Standesunterschiede (oder besser: "Standesdünkel") nicht geachtet und auch Porsche-Fahrer durchfallen lassen. Kein Prof. lässt sich gerne vom Studenten im Sportwagen überholen.

Und das die Porsche-Studenten ihre Wochenenden im Club Zero verbrachten und die Prolo-Studenten eher im Hauptquartier ist ein Gerücht.

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"Armenhaus" 30.06.2016, 17:30
28. Dumm, dreist oder SPON??

Hallo, wer verfasst bei Ihnen eigentlich diese dumm-dreisten ( zudem widersprüchlichen Artikel) ??
"Wer studiert hat, verdient besser" ( hieraus zitiert !!)
Okay, die Luft in Berlin ist zur Zeit "dreckig-schwül" -aber solch einen grottigen Artikel, also nee -danke!
@Suelzer (Kommentar Nr. 1) - Von wio sind sie entsprungen ?? :Arbeiterkinder leisten auch mit Studium weniger als die Kinder der besseren Leute ?? -"Absolut unterirdisch; hoffe sie bringen ihre Schuhe niemals zum Schuster!!!)

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curiosus_ 30.06.2016, 17:36
29. Nun ja, da ..

Zitat von suelzer
Wenn die Kinder der Akademiker und des gehobenen Bürgertums unter sich bleiben können wäre es besser mit der Gesellschaft. Es muss eine strikte Trennung zwischen oben und unten geben. Arbeiterkinder leisten auch mit Studium weniger als die Kinder der besseren Leute. So ist das nunmal und so wird das immer sein.
.. gibt es ein einfaches Gegenargument: In jeder Familienhistorie von Akademikerfamilien gibt es einen Zeitpunkt wo die Elterngeneration keine Akademiker waren.

Aber ich gehe mal davon aus, dass Ihr Beitrag sowieso sarkastisch gemeint war.

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