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Studie der Bertelsmann-Stiftung: Deutschlands Schulsystem gibt Kindern wenig Chancen
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Deutschlands Schulen bieten kaum Möglichkeiten für einen Aufstieg. Der Lernerfolg eines Kindes wird weiterhin von der sozialen Herkunft der Eltern geprägt. Das zeigt eine Studie der Bertelsmann-Stiftung, die alle 16 Bundesländer verglichen hat.

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schlachtross 24.06.2013, 10:48
10. Derr alte Traum der Sozialisten...

Zitat von sysop
Deutschlands Schulen bieten kaum Möglichkeiten für einen Aufstieg. Der Lernerfolg eines Kindes wird weiterhin von der sozialen Herkunft der Eltern geprägt. Das zeigt eine Studie der Bertelsmann-Stiftung, die alle 16 Bundesländer verglichen hat.
nehmt den Eltern die Kinder weg (Ziel Ganztagsschulen), damit endlich die Kinder aus den Häusern des Bildungsbürgertums nicht von ihren Eltern besonders gefördert werden können. Es ist doch logisch, dass gebildetere Eltern ihren Kindern eher das Interesse am Erlernen von Bildung und den Diskurs darüber beibringen können, als Eltern die kaum oder keine Bildung haben. Sich darüber zu wundern, dass dem so ist, das wundert mich wiederum!

PS: Natürlich ist es wichtig auch die Kinder aus dem Prekariat die Chance auf Bildung und gesellschaftlichen Aufstieg zu geben. Allein schon die Wirtschaft verlangt das aus gutem Grund und dazu noch die Stabilität des Staates. Aber mit Bertroffenheits-Diskussionen und der Versuchten Sorgerechtsenteignung von Bürgerlichen Eltern wird man die Situation dieser Kinder nicht (im Durchschnitt) auf das der 'bürgerlichen' Kinder anheben.

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Bemozied 24.06.2013, 10:49
11. Soziale Unterschiede oder mangelndes intresse am Kind

Also manchmal frage ich mich schon, ob es an der sozialen Stellung der Eltern liegt oder doch eher an dem Interesse, dass die Eltern an ihren Kindern zeigen. Ich(Student und Nachhilfelehrer) habe oft die Erfahrung gemacht, dass die KInder gar nicht so dumm sind, wenn es nur von zu Hause aus ein wenig mehr Intresse und Förderbereitschaft gezeigt werden würde. NUr verstehe ich oft nicht, warum nicht gearde die Eltern, die viel zu Hause sitzen und mehr Zeit haben als die arbeitende Bevölkerung es nicht schafft, sich mal nachmittags mit ihren KIndern hinzusetzen und sie ein wenig bei den Hausaufgaben zu unterstützen. Es muss ja noch nicht einmal das konkrete Lösen der Aufgaben sein, es würde schon reichen,wenn sich mal 1 oder 2 stunden am Tag mit dem KInd hingesetzt wird. Aber stattdessen, werden sie oft nach draußen geschickt, damit sie einem nicht beim TV gucken stören oder sonst irgendwie auf die nerven gehen. Wieso muss ich mich denn mit dem KInd meiner Nachbarin auseinandersetzen, wenn sie HArtz 4 bekommt und eigentlich Zeit hat, kommt das Kind trotzdem, wenn ich um 5 oder 6 Uhr von der Uni komme zu mir und meiner Frau und fragt ob ich mit ihr Radfahren gehe oder sie mit unsere Katzen spielen darf. Ich denke also eher weniger, dass es ein Problem des Schulsystems ist, als der Wille fauler Eltern ihr Kind mehr zu förder, denn meiner Erfahrung nach sind KInder immer wissbegierig.

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ir² 24.06.2013, 10:53
12.

Welch alarmierende Erkenntnis, die Eltern sind maßgeblich für den Erfolg ihrer Kinder verantwortlich! Widerspricht eklatant dem sozialistischen Gleichheitsanspruch, und kann so nicht hingenommen werden. So lange nicht alle Deutschen, inklusive aller Zuwanderer, absolut identische Lebens- und Einkommensverhältnisse aufweisen können, muss der Staat hier ausgleichend eingreifen. Schulversagen ist immer Gesellschaftsversagen, der Schulabbrecher ist immer nur Opfer und nie verantwortlich für sein Schicksal. Die Mauer mitten durch Deutschland ist weg, die Ideen ihrer Erbauer aber weiter Grundlage aller Gesellschaftsutopisten....

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biker-sn 24.06.2013, 10:54
13. Bund satt Land !

Das Schulsystem gehört in Bundeshand und nicht in Länderhand. Der Förderralismus ist der Todesstoß für unser Schulsystem in Deutschland. Ob ein Schüler in Flensburg oder in München zur Schule geht, überall müssten die gleichen Voraussetzungen geschaffen werden, damit man international mithalten kann ! Ach ja, die Schulplanung an sich sollten auch Leute übernehmen, die mal Lehrer gewesen sind und nicht irgendwelche Juristen, die davon keine Ahnung haben !!!

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ronald1952 24.06.2013, 10:55
14. Es sollte doch jedem Bundesbürger

Zitat von sysop
Deutschlands Schulen bieten kaum Möglichkeiten für einen Aufstieg. Der Lernerfolg eines Kindes wird weiterhin von der sozialen Herkunft der Eltern geprägt. Das zeigt eine Studie der Bertelsmann-Stiftung, die alle 16 Bundesländer verglichen hat.
mittlerweile eines klar sein, dieses Schulproblem existiert ja nicht erst
seit ein paar Jahren sondern schon seit Jahrzehnten. Das zeigt mit
aller Deutlichkeit eines auf, es ist von den Verantwortlichen, also den
Politiker/innen nicht gewollt. Es wird seit Jahrzehnten nach wie vor
Verschleppt, Unterdrückt und der Wähler mit Fadenscheigen Antworten abgespeist.Sieht man ins Ausland, dann weis man sofort eines, wie marode unser ganzes Schulsystem ist und auch bleiben wird, denn die Politik wird nichts zur Verbesserung beitragen.
Im Normalfall braucht eine Nation 2 ganz wichtige Dinge, Gesunde
Menschen und Kluge Menschen, dann kann sie Bestehen, aber
beides wurde von unseren Asozialen Politikern ausgehebelt.
Mit Asozial meine ich, sich nicht Sozial denjenigen gegeüber zu
verhalten, von den sie Gewählt wurden,nicht Sozial Verhalten,
gegenüber dem Staat, dem sie Vorstehen. Ich persöhnlich Glaube
sogar, jeder sogenannte Penner die auf der Staße leben, haben
gegen einen Politiker ein sehr Ausgepägtes Soziales verhalten.
Es wird sich nichts ändern Hierzulande, nicht bei diesen Verkommen
Politikern die wir haben, denn denen ist alles egal, außer ihrem
Hunger nach Macht.
schönen Tag noch,

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archidamus 24.06.2013, 10:57
15. Man ...

Man kann den Eltern nicht alles abnehmen. Ich selber stamme aus der Unterschicht und habe mir mit meiner Frau durch Fleiß und Disziplin etwas erarbeitet. Unsere Tochter kommt gut in der Schule mit, weil wir mit ihr lernen. Wir gehen davon aus, dass sie Abi machen wird und, wenn sie es will, studieren geht. Wenn mir einer erzählen will, dass das nicht möglich ist, dann muss ich das energisch verneinen.

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Herr Hold 24.06.2013, 10:57
16. Ach ja?

Zitat von sascha1es
und endlich Einheit in diese Willkür bringen!
Dann schauen Sie sich doch bitte mal die Grafik "Chancenspiegel" an. Da scheint "links" auch nichts zu nutzen. Ganz so einfach ist es wohl nicht.

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TobyOrNotToby 24.06.2013, 10:57
17. So sicher nicht.

Zitat von kleinzack
ob da die Genetik reinhaut? Oder die von den Eltern gelebte und an die Kinder weitergegebene Verhaltensmuster? Sonach dem Motto: Dumm geboren, nichts dazugelernt, bleibt dumm.
Ich nehme mal zu Ihren Gunsten an, das war ironisch gemeint.
Es gibt 2 Punkte, die die Durchlässigkeit verhindern oder zumindest erschweren:
1. Das dreigliedrige Schulsystem, das aus dem 19 Jahrhundert stammt und eine Klassenerziehung sicherstellen sollte.
Akademiker schickten Ihre Kinder auf die höhere Schule.
Beamte in die mittlere Schiene und Arbeiter mussten dann den Rest nehmen. Diese Schulform bis heute beizubehalten ist ein Verbrechen an den Kindern. Alle Kultusminister, die bisher eine Reform verweigerten müssten bestraft werden. (Vielleicht mit Hauptschule für ihre Kinder)

2. Die Kinder müssen nach der Schule wieder zurück zu den Eltern.
Wenn man weiss, was sich dort abspielt, bzw was dort nicht passiert, kann man der Schulform und den Lehrern nur noch bedingt Vorwürfe machen.

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h-i-2224 24.06.2013, 10:59
18. Die Bertelsmann-Stiftung, war das nicht die, welche

im Ruf steht die Steuern mit allen möglichen Tricks zu umgehen und mit Steuer-Millionen jede paar Minuten ungefragt irgendwelche unsinnigen Studien erstellt und in der Öffentlichkeit absondert, z.B. Deutschland braucht mehr Privatisierung, vor allem in staatlichen Belangen? Mit anderen Worten Privatisierung der Behörden zu Gunsten Bertelsmann, die natürlich auch gleich und ganz zufällig die entsprechenden Konzepte parat haben.

Bertelsmann-Stiftung - dieses christliche Gebilde vorgelebter Nächstenliebe unter dem Motto - halte du sie arm, ich halte sie dumm.

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der-denker 24.06.2013, 11:00
19. Noch 100 Jahre

Bis das tief verwurzelte Denken in "oben und unten", die damit verbundenen Vorurteile, all diese unterschwelligen, aber dennoch virulenten Denkprobleme aus den Köpfen der Politiker und Honoratioren, verschwunden sind dauert es eher noch 100 Jahre.
Die Tendenz ist politisch und gesellschaftlich sogar gegenläufig. Die Sarrazins, die Neoliberalen, die medialen Hilfstruppen der Absahner, sind stärker denn je. "Eigenverantwortung" ist ein Kampfbegriff dieser Kreise, kein Zufall dass Gauck als Bundesprediger gewählt wurde. Das ist ein Euphemismus für "du bist selber schuld, kümmere dich selbst um dein Leben, und wenn du es nicht schaffst lass uns doch in Ruhe". Das ebenso unethisch wie dumm. Weil das Potential der Gesellschaft nicht voll entwickelt wird.

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