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Studie der Bertelsmann-Stiftung: Deutschlands Schulsystem gibt Kindern wenig Chancen
DPA

Deutschlands Schulen bieten kaum Möglichkeiten für einen Aufstieg. Der Lernerfolg eines Kindes wird weiterhin von der sozialen Herkunft der Eltern geprägt. Das zeigt eine Studie der Bertelsmann-Stiftung, die alle 16 Bundesländer verglichen hat.

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charlybird 24.06.2013, 13:33
370. Noch so einer.

Zitat von Keycard
...nicht Ihr Vorredner, sondern Sie klingen wie der pesonifizierte Unverstand. Der Artikel liefert eben KEINEN einzigen Hinweis darauf, inwieweit unser Schulsystem tatsaechlich im Wesen ungerecht ist, soweit es um die soziale Herkunft der Kinder geht. Die Studie uebrigens auch nicht. Es ist und bleibt der Einfluss des Elternhauses, der ueber Efolg/Nichterfolg in der Schule massgeblichen Einfluss hat. Nicht das Schulsystem. Man kann den Menschen nicht alles abnehmen, es sei denn natuerlich Sie wollen in einer allumfassend verstaatlichten Gesellschaft leben...

Zitat: Wer aus einem unterem sozialen Milieu stammt, hat keine Chance auf Aufstieg' Ende. Das ist eine Erkenntnis dieser Studie. Ich weiß nicht in welche Richtung Bertelsmann möchte, aber es steht sicherlich nicht der Gedanke dahinter, dass sich die Elternhäuser von sozial schwachen Schichten mehr anstrengen müssten. Wie denn auch ? Und eben, weil der Einfluss der Eltern eine Rolle spielt und kaum zu ersetzen ist, ist eine Chancengleichheit nicht gegeben. Deswegen sollte das Schulsystem der Gesellschaft in der Form angepasst werden, dass sich die Chancengleichheit erhöht, das 'WiE? steht da natürlich nicht drin.. Aber ich sehe schon, wes Geistes Kind hier wieder von verstaatlichten Allumfassungen schribbelt, Privatschule, keene Kohle, keene Bildung, keen guter Job, früher wurde daraus ein williger Lohnsklave, heute nicht mal mehr das.

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Realist111 24.06.2013, 13:34
371. Die Frage ist also, weshalb ...

Zitat von charlie1111
Das ist die typische Ausrede des Lehrpersonals, funktioniert die Vermittlung von Wissen nicht, so sind Schüler und Eltern schuld, niemals die Lehrer (). Im privaten Bildungssektor hätte würde solche Lehrkraft nicht lange beruflich überleben. Leider entscheiden sich diejenigen für den Lehrerberuf, die wissen, dass sie in der freien Wirtschaft wenig Chanen haben, es werden nicht die Besten Lehrkräfte. Häufig ist der beruliche Werdegang Schule-Uni-Schule, berufliche Erfahrung im "echten" Leben meist nicht vorhanden. Eine moderne zukunftsorientierte Bildung kann so nicht stattfinden.
... das Auto überhaupt repariert werden muss!

Merken Sie gar nicht, auf welchen Vergleich Sie sich hier einlassen???

"Reparatur eines Kfz" bedeutet doch wohl, dass es zuvor beschädigt wurde - vllt. durch grobe Behandlung, durch zu schnelles Fahren, durch das Vernachlässigen von Inspektionen oder oder oder ...
Manche Fahrer neigen zu solcher Behandlung ihres Fahrzeugs, manche eben nicht. Und nun übertragen Sie das ganze einfach mal auf die Behandlung von Kids bis zu ihrem ersten Schultag ... und auch danach ...

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rancher 24.06.2013, 13:34
372. Klischees

Zitat von mindwalker
Die Kinder von Eltern mit einem IQ von, sagen wir, 70 haben aufgrund des Phänomens der Regression zur Mitte einen Erwartungswert bezüglich des IQ irgendwo zwischen 70 und 100. Nehmen wir, im Zweifel für den Angeklagten, einmal den sehr optimistischen Erwartungswert von 85. Dann wäre die Wahrscheinlichkeit für solche Eltern, ein hochbegabtes Kind zu bekommen (IQ >= 130) etwa 0,1%, also eins zu tausend.
Nachdem der IQ die Geschwindigkeit beim Lösen logischer Probleme misst, er sich durch Training in einem Rahmen von -20 bis +20 bewegt. Ist ihre Aussage, die eine Relation von IQ auf schulische Leistungen impliziert, schon mal falsch.
Dazu kommt dass Zuchtziele nur mit Hilfe einer inline Zucht möglich sind, bei einer outcross Zucht, wie es wir Menschen betreiben ist es höchst unwahrscheinlich, dass sie anhand der Eltern auf die Veranlagung der Nachkommen Rückschlüsse machen können, solange diese nicht dominant vererbt werden.
Nicht zuletzt ist noch zu sagen, dass die Oberschicht und die Schicht der über 130IQ zwar eine Schnittmenge haben, aber noch lange nicht deckungsgleich sind.

Damit ist ihre Aussage zwar schmeichelnd für reiche Eltern mit hohen IQ und missratenen Kindern, aber leider nicht mehr als ein falsches Klischee.

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pittiken 24.06.2013, 13:35
373.

Zitat von halbstark
Kinder aus sozial schwachem Umfeld WERDEN nicht durch Schule benachteiligt. Sie SIND gegebenenfalls in der Schule benachteiligt AUFGRUND ihres sozialen Umfeldes. Im Übrigen besteht selbstverständlich ein Zusammenhang zwischen der Haltung des Elternhauses und schulischer Leistung. Schule kann diese Unterschiede nur feststellen, aber wohl kaum ausgleichen. Kind A kommt in eine leere Wohnung, spielt bis abends an der Konsole und hängt mit den falschen Typebn herum. Kind B wächst behütet auf, bekommt schon früh Lesestoff statt Konsolenspiele und die Eltern nehmen sich Zeit und tun das, was man früher "Erziehen" nannte. Raten Sie mal, wie sich das in den schulischen Leistungen widerspiegelt...
Die behüteten Kinder müssten eine Klassenstufe überspringen.

Ich kann mich nicht daran erinnern, dass meine Eltern mit mir geübt haben oder gar die Hausaufgaben kontrolliert. Aber es musste immer montags morgen das von den Eltern unterschriebene Hausaufgabenheft dem Lehrer, und zwar unaufgefordert, auf den Tisch gelegt werden, sodass jedes Kind wusste, es wurde kontrolliert. Und wenn wir Schüler unsere Arbeitsmaterialien nicht beihatten, dann hat man den Eltern nicht die Schuld in die Schuhe geschoben, ala Mama hat mal wieder nicht die Mappe gepackt, sondern direkt dem Schüler, denn man ist ja schon groß und könnte ja selbst an seine Sachen denken. Ja, man hat eine gewisse Selbständigkeit von den Kindern verlangt, vom Elternhaus wie von der Schule, aber es wurde auch von den Lehrern erwartet, den Kindern Wissen beizubringen und wenn das Kind schlecht lesen konnte, hat man in erster Linie den Lehrer dafür verantwortlich gemacht und nicht die Eltern.

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n+1 24.06.2013, 13:36
374. Leider haben Sie recht.

Zitat von kleinzack
ob da die Genetik reinhaut? Oder die von den Eltern gelebte und an die Kinder weitergegebene Verhaltensmuster? Sonach dem Motto: Dumm geboren, nichts dazugelernt, bleibt dumm.
Wenn man die islamischen Migrationshintergründler rausrechnet bleibt von der Behauptung nichts mehr übrig.
In Hamburg erreichen mehr als 50% eines Jahrgangs die Hochschulreife.
Da von sozialer Selektion zu sprechen ist grober Unfug.

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gelbkehlchen 24.06.2013, 13:36
375.

Zitat von der-denker
Bis das tief verwurzelte Denken in "oben und unten", die damit verbundenen Vorurteile, all diese unterschwelligen, aber dennoch virulenten Denkprobleme aus den Köpfen der Politiker und Honoratioren, verschwunden sind dauert es eher noch 100 Jahre. Die Tendenz ist politisch und gesellschaftlich sogar gegenläufig. Die Sarrazins, die Neoliberalen, die medialen Hilfstruppen der Absahner, sind stärker denn je. "Eigenverantwortung" ist ein Kampfbegriff dieser Kreise, kein Zufall dass Gauck als Bundesprediger gewählt wurde. Das ist ein Euphemismus für "du bist selber schuld, kümmere dich selbst um dein Leben, und wenn du es nicht schaffst lass uns doch in Ruhe". Das ebenso unethisch wie dumm. Weil das Potential der Gesellschaft nicht voll entwickelt wird.
Wenn man alle Anstrengungen und Mühen der Gemeinschaft zuschustert und nur die Früchte dieser Anstrengungen haben will, dass man dann in einem Schlaraffenland lebt, ist eine Illusion, die in der Praxis schon 1000 mal widerlegt worden ist. Der Grund ist doch ganz einfach: weil diese Gemeinschaft genau aus diesen Individuen besteht, die alle Anstrengungen und Mühen der Gemeinschaft zuschustern und nur die Früchte wir Anstrengungen und Mühen absahnen wollen. Dann gibt es noch die schönen Worte „Nächstenliebe“ und „Solidarität“. Aber es gibt hauptsächlich nur Leute die davon reden und es nicht tun, sondern ganz im Gegenteil, die davon reden wir meistens genau diejenigen, die der Gemeinschaft auf der Tasche liegen und sie ausbeuten.

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Niederbayer 24.06.2013, 13:36
376.

Zitat von sitiwati
sind nie verantwortlich-bei uns gibt die Hausaufagenhilfe-wird von Lehrkräften durchgeführt und ist von 12Uhr cirka bis 14.30-meist sind die Hausaufgaben recht mager, sag ich mal, aber scheinbar schafft es eine Lehrkraft nicht, bei 15 Kindern die Hausaufgaben zu kontrollieren, unter der ganzen schönen Schulseite oder in der Beschreibung kommt immer wieder der Satz vor-die Eltern sind für die Hausaufgaben veranwortlich-zum Schluss sinds immer die Eltern-da hat die Schulleitung schnell der entsprechenden § zur Hand!
Na sicher sind die Eltern verantwortlich. Darum heißt es ja auch Hausaufgaben. Es gibt zum Glück keine All-Inclusive-Bildungseinrichtung bei der ich mein schlecht erzogenes Kind abgeben kann und es dann komplett gebildet und perfekt gedrillt wieder bekomme.

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carlitom 24.06.2013, 13:37
377. Stimmt genau

Zitat von vwl_marlene
Lernwille, Konzentration: An der Stelle sind tatsaechlich die Elternhaeuser gefragt: ausreichender Schlaf, gute Ernaehrung, wenig familiaerer Streit und Stress.
Stimmt genau. Das erinnert mich an eine Studie, die letzt behauptet hat, die Schule solle später anfangen, weil die Kinder morgens immer so schwer in Gang kämen, nachdem sie am Abend zuvor spät ins Bett gegangen seien. Niemand kam auf das Naheliegendste, nämlich, die Kinder früher schlafen zu schicken statt später zur Schule.

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Tiananmen 24.06.2013, 13:38
378.

Zitat von katjanella
Mir wird schlecht, wenn ich hier von diesen asozialen Kleingeistern lese, die einem Migrationskind nicht einmal einen Sprachkurs gönnen. Pfui!!!!!!!!!!! Und ja, genau die beharren auch darauf, dass Schulsysteme nach wie vor aussiebend und systemstützend bleiben. Aber ein Land, das seine Kinder und Jugendlichen nicht bestens fördert, ist selbst dem Untergang geweiht; die Kleingeister merkens halt als allerletzte, wenn überhaupt.
Sprachkurse für Migranten sind - glaube und hoffe ich - mittlerweile Pflicht. Natürlich sollen ältere Kinder ebenfalls solche Kurse besuchen können.

Für die kleinen ist nichts einfacher um die Sprache zu erlernen, als in die Kindertagesstätte (nicht die "KiTa", die brauchen auch einen Kurs!) oder den Kindergarten zu gehen. Da scheitert die Integration schon, denn die muslimischen Mütter bringen ihre Kinder dort selten hin, weil sie die familiäre Ausrichtung der Integration vorziehen. Fakt!

Was verstehen Sie eigentlich unter "bestens fördern"? Darf das nicht in einer Form geschehen, die das System stützt, von dem auch Sie leben? Oder sollen das alles Kinder werden, die ihren Namen tanzen können, notfalls mit verbundenen Augen? Komisch: auch dort finden sich wenig genug Migranten-Kinder.

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Realist111 24.06.2013, 13:39
379.

Zitat von sitiwati
Herr Direktor in der Grundschule meiner Tochter brachte dieses, unter Lehrerschaft und Schulexperten sehr beliebte Argument, die Kinder mit Immigrationshintergrund würden den Schuldurchschnitt runterziehen, nachdem ich energisch dagegen Einspruch erhoben habe, malte er allerlei bunte Kurven an die Tafel , musste aber zugeben-das türkische Kinder nicht schlechter in Deutsch sind, , dh, die wirklichen guten Eltern oder die wirklcih schlechten Eltern haben nix mit Hautfarbe-Religion-Nationalität zu tun, es gibt sie eben-die guten und die schlechten!
Ob türkisch oder deutsch: Es heißt "als" - "als die deutschen Kinder" ...

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