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Studie der Bertelsmann-Stiftung: Deutschlands Schulsystem gibt Kindern wenig Chancen
DPA

Deutschlands Schulen bieten kaum Möglichkeiten für einen Aufstieg. Der Lernerfolg eines Kindes wird weiterhin von der sozialen Herkunft der Eltern geprägt. Das zeigt eine Studie der Bertelsmann-Stiftung, die alle 16 Bundesländer verglichen hat.

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Niederbayer 24.06.2013, 14:29
460.

Zitat von sitiwati
Hausaufgaben sind Hausaufgaben-keine Schulaufgaben-dann brauchts auch keine HAH hilfe. wo sich die Lehrkräfte ihre Sollstunden zusammenholen-dh, es sind 3h HAH , die von teuren Lehrkräften beaufsichtigt werden, dann löst doch dei HAH auf und auch die Ganztagsschulen, das eingesparte Geld bekommen die Eltern!
Hausaufgabenhilfe abschaffen halte ich für eine gute Idee. Die meisten Lehrkräfte werden dann allerdings ruckzuck anderweitig verplant. Von einem zuviel an verfügbaren Lehrerstunden ist mir zumindest nichts bekannt.

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max_schwalbe 24.06.2013, 14:31
461.

Zitat von schlachtross
PS: Natürlich ist es wichtig auch die Kinder aus dem Prekariat die Chance auf Bildung und gesellschaftlichen Aufstieg zu geben. Allein schon die Wirtschaft verlangt das aus gutem Grund und dazu noch die Stabilität des Staates.
Und wie ist das am effektivsten zu bewerstelligen? Es gibt genug Studien die belegen, dass der Qualifikationserfolg der größte ist, wenn Starke und Schwache zusammen lernen. Das ist effektiver als zwei Rosinen zu isolieren und die graue Masse seinem bedürftigen Schicksal zu überlassen. Die FDP vergleicht Schule gern mit Sport: Die guten steigen auf, die schwachen steigen ab = Fair play. Abgesehen davon dass die FDP offenbar nicht weiß dass IQ 130+X - Menschen auch in armen Verhältnissen geboren werden können, ist es naiver als jeder Kommunismustraum, anzunehmen, bei der Bildung können man die schwächeren eben einfach aussortieren, so wie beim (Leistungs-)Sport. Wo soll das denn hinführen... Zur Verwaltung der aussortierten Schüler richtet die FDP dann wahrscheinlich eine Bad Bank ein...

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Georg Hartung 24.06.2013, 14:32
462. ?

Was machen denn Lehrer und Schulen genau, dass diese Diskrepanz überhaupt entsteht? Werden Kinder aus niedrigeren sozialen Schichten direkt durch etwas benachteiligt oder liegt es doch eher direkt am geistigen Vermögen und Leistung der Individueen. Geistige Leistungsfähigkeit und Intelligenz sind einerseits von der Genetik und andererseits vom Umfeld maßgeblich abhängig.
Warum soll jetzt einem gesitigen Tieflieger aus kommunistisch-sozialem Gedankengut heraus plötzlich ein Studium ermöglicht werden?!? Es ist eben nicht alles gleich, lieber damit lernen umzugehen, anstatt alles krankhaft homogenisieren zu wollen. Der Film Idiocrazy bildet unsere Zukunft sehr schön ab wie es in diesem pseudo-kommunistischen Gewäsch weitergehen kann.
Das was dieser Artikel suggeriert, dass jemand wegen seiner sozialen Stellung bewusst schlechtere Noten bekommt oder eine Ausbildungsstelle verwehrt bekommt, habe ich schlichtweg noch nicht erlebt. Nur was ich täglich sehe, dass jeder Vollpfosten glaubt, er könne prominent werden oder auf Anhieb wie ein Vorstand ein Unternehmen führen.

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wavuu 24.06.2013, 14:32
463.

Zitat von pikup
Ich konnte nicht glauben was mir da mitgeteilt wurde: Abschlussprüfung Hauptschule Diktat: Umfang 60 Wörter, Nachschlagezeit im Duden von 10 auf 20 Minuten ausgeweitet. Trotz allem werden Noten mit Mangelhaft oder Ungenügend geschrieben.
Und ich muss selbst für einen Spanisch-Anfängerkurs der untersten Stufe mehrere 80 Wörter-Aufsätze abliefern. Und damit habe ich die Aufgaben für die unterste Stufe noch lange nicht alle erfüllt. Aber im Vergleich sieht man dann mal, was ein Hauptschulabschluss heute noch wert ist. Verkehrte Welt...

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Izmir..Übül 24.06.2013, 14:32
464.

Zitat von mindwalker
Und ähnlich intelligent sind wir alle ganz sicher nicht. Ich habe mir mal den Spaß gemacht, bei einem IQ-Test zu versuchen ein Ergebnis von 100 zu erreichen, indem ich absichtlich bei den schwierigeren Fragen falsche Antworten gab. Meine Zielfragestellung war also "auf welchem Niveau denkt ein durchschnittlich......
"Sei schlau und stell Dich dumm!" sagte schon die anerkannte Alltagsphilosophin Daniela Katzenberger. Ansonsten sehe ich hier vor allem einen großen Narzissten am Werke.

P.S. Von den 7 Milleniumsproblemen, für deren Lösung das Clay Mathematics Institute jeweils ein Preisgeld von 1 Mio. USD ausgelobt hat, sind immer noch 6 ungelöst.

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Broko 24.06.2013, 14:32
465. optional

...und weiter wartet man auf den Tag, an dem dieses Institut endlich auch einmal den Lernwillen der Bildungsverweigerer bzw. das Sich-Verweigern im Förderunterricht misst! Jeder Pädagoge weiß, welch' wichtige Rolle intrinsinsische Motivation für den Lernerfolg spielt - die Bertelsmann-Stiftung tut weiterhin so, als ob sie davon noch nie etwas gehört hätte...

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_muskote 24.06.2013, 14:34
466. Bertelsmann

findet also ganztagsschulen gut. grund genug, da noch mal näher hinzusehen. in der regel ist das, was bertelsmann gut findet, schlecht für alle anderen. kommentar nummer drei hat es schon angedeutet.

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sitiwati 24.06.2013, 14:35
467. hab ich

gelacht, man will ein Zentral Abitur einführen-also ein Abitur, das in allen Bundesländern an allen Schulen am selben Tag durchgeführt wird-also, ich hoffs ich erlebs noch, mein Sohn geht jetzt in die 3.Klasse GS, also bis zum G9 hat er noch ( sollte ers Abitur machen) c 10Jahre- ich nehme Wetten an, dass er dann immer noch kein ZB schreibt!

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vwl_marlene 24.06.2013, 14:36
468.

Zitat von afa1981
IWenn schlechte Schulische Leistungen auch mal auf die Eltern zurückfallen würden (und sei es nur ideel), dann würde das sicher den ein oder anderen motivieren, sich auch mal abends mit dem Kind hinzusetzen um zu beweisen, dass man doch noch was anderes als ATV im Kopf hat. Die Frage ist, ob dieser Ehrgeiz in gewissen Kreisen überhaupt vorhanden ist oder ob man sich da gegenseitig mit "der Staat und die Reichen sind schuld" entschuldigt.
Die Frage ist fuer mich, ob es den Kindern gut taete, wenn die Eltern, um zu beweisen, wie gute Eltern sie sind, sich abends mit den Kindern hinsetzen und pauken.
Abends brauchen Kinder aus meiner Sicht Ruhe, um von den Geschehnissen des Tages "runterzukommen" und sich auf die Nacht (schlafen) vorzubereiten.
Aus meiner Sicht brauchen Kinder von ihren Eltern vor allem die Sicherheit, geliebt zu werden, egal wie gut oder schlecht sie in der Schule sind, und sie brauchen das Gefuehl, dass sie wichtig fuer ihre Eltern sind, ebenfalls unabhaengig von irgendwelchen (zwangsweise subjektiven) Bewertungen. Fuer den schulichen Erfolg ist es aus meiner Sicht ausserdem wichtig, dass die Kinder einen regelmaessigen Tagesablauf, Fruehstueck, regelmaessiges gutes Essen, ausreichend Schlaf erhalten und moeglichst wenig Familienstreitereien (=Unsicherheit, Stress) erleben.
Lesen und Schreiben lernen sie dann in der Schule, dafuer gibt es ausgebildete Lehrer. Waere das die Aufgabe der Eltern, koennte man die Schule abschaffen und durch ein zentrales Testsystem ersetzen.

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Keycard 24.06.2013, 14:38
469. Hm...

Zitat von charlybird
Zitat: Wer aus einem unterem sozialen Milieu stammt, hat keine Chance auf Aufstieg' Ende. Das ist eine Erkenntnis dieser Studie. Ich weiß nicht in welche Richtung Bertelsmann möchte, aber es steht sicherlich nicht der Gedanke dahinter, dass sich die Elternhäuser von sozial schwachen Schichten mehr anstrengen müssten. Wie denn auch ? Und eben, weil der Einfluss der Eltern eine Rolle spielt und kaum zu ersetzen ist, ist eine Chancengleichheit nicht gegeben. Deswegen sollte das Schulsystem der Gesellschaft in der Form angepasst werden, dass sich die Chancengleichheit erhöht, das 'WiE? steht da natürlich nicht drin.. Aber ich sehe schon, wes Geistes Kind hier wieder von verstaatlichten Allumfassungen schribbelt, Privatschule, keene Kohle, keene Bildung, keen guter Job, früher wurde daraus ein williger Lohnsklave, heute nicht mal mehr das.
...ich fuerchte Sie folgen hier auch wieder nur Ihrem linksideologischen Reflex, der hinter jeder Ecke eine Verschwoerung der "Eliten" wittert. Sie verstehen einfach nicht, was "Chancengleichheit" beim Zugang zu Bildungsmitteln in einem Rahmen bedeutet, die der Staat mit seinen Institutionen sinnvoll beeinflussen kann. Sie sagen ja selber, die Eltern haben massgeblichen Einfluss. Dann kann es an unserem Schulsystem nicht liegen. Aber wenn Sie "Ergebnisgleichheit" schaffen wollen (so liest sich Ihr Verstaendnis von "Chancengleicheit"!!!), dann muessen Sie allen Eltern alle Kinder nach der Abnabelung wegnehmen und in Erziehungslager stecken (und dann werden Sie feststellen, dass die Kinder sich trotzdem unterschiedlich entwickeln). Es tut mir leid, aber so eine Welt will ich nicht! Ihr (vermutetes) Weltbild taugt zur Loesung dieses und vieler anderer Probleme einfach nicht.

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