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Studie der Bertelsmann-Stiftung: Deutschlands Schulsystem gibt Kindern wenig Chancen
DPA

Deutschlands Schulen bieten kaum Möglichkeiten für einen Aufstieg. Der Lernerfolg eines Kindes wird weiterhin von der sozialen Herkunft der Eltern geprägt. Das zeigt eine Studie der Bertelsmann-Stiftung, die alle 16 Bundesländer verglichen hat.

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robeuten 26.06.2013, 10:30
640.

Zitat von Bob Andrews
Die Kinder der Eltern die Wert auf Bildung legen, die sich Nachhilfe leisten können (und dies auch tun) usw. Das war schon vor hunderten Jahren so, als sich eben nur wenige einen Hauslehrer leisten konnten. Ziel der Einführung der allgemeinen Schulpflicht ist es jedoch, auch solchen einen entsprechenden Bildungsstand zu vermitteln, die nicht so vom Glück gesegnet sind. Kinder von Eltern, die sie können nichts für diesen Umstand. Deshalb sollte der Staat hier regulierend eingreifen. Wenn wir Chancengleichheit anstreben, dann heisst das auch tatsächlich, dass wir jedem im Rahmen des Möglichen die gleichen Chancen einräumen. Und dann heisst das, dass der Staat die unterschiedlichen Einflüsse des Elternhauses auf die Bildungschancen des Kindes irgendwie kompensieren muss.
Ich würde Ihnen ja gerne zustimmen, aber wie verträgt sich das mit (meiner) Vorstellung einer offenen Gesellschaft?
Klingt vielleicht absurd, aber wie wäre es, wenn die genannten Verblödungssender eine Verblödungssteuer zahlen müßten ;-)? Dann wäre plötzlich die Minute Katzenberger so teuer, wie die Minute eines guten Dokumentarfilmes :-)...

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sitiwati 26.06.2013, 13:35
641. ein Volk,

Zitat von robeuten
Ich würde Ihnen ja gerne zustimmen, aber wie verträgt sich das mit (meiner) Vorstellung einer offenen Gesellschaft? Klingt vielleicht absurd, aber wie wäre es, wenn die genannten Verblödungssender eine Verblödungssteuer zahlen müßten ;-)? Dann wäre plötzlich die Minute Katzenberger so teuer, wie die Minute eines guten Dokumentarfilmes :-)...
dass die BILD als erste Inforamtionsquelle hat, hat kein besseres TV Programm verdient-hört einfach mehr Radio !

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kaffeepause9h30 26.06.2013, 15:01
642.

Zitat von
In Sachsen-Anhalt erreichen nicht einmal 37 Prozent die Berechtigung zu studieren, in Nordrhein-Westfalen sind es 59,1 Prozent.
Sind die Schulabgänger in NRW jetzt um so vieles schlauer als in Sachsen-Anhalt? Oder hat es vielmehr was mit den nivelierten Leistungsanforderungen zu tun, daß in NRW jeder Vollpfosten sein Döner-Abitur besteht?

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Bob Andrews 26.06.2013, 15:36
643.

Zitat von kaffeepause9h30
Sind die Schulabgänger in NRW jetzt um so vieles schlauer als in Sachsen-Anhalt? Oder hat es vielmehr was mit den nivelierten Leistungsanforderungen zu tun, daß in NRW jeder Vollpfosten sein Döner-Abitur besteht?
Um dass objektiv beurteilen zu können bräuchten wir eine Statistik über die Studienabbrecherquoten aufgelistet nach den Bundesländern, in denen die Abbrecher ihre allgemeine Hochschulreife erworben haben. Das wäre eigentlich gar nicht so kompliziert. Aber an so einer Statistik scheint niemand interessiert zu sein....
Noch aussagekräftiger wären natürlich Daten dazu, wieviel Prozent eines Altersjahrgangs ein Hochschulstudium erfolgreich absolvieren...ebenfalls aufgelistet nach den Bundesländern, an denen die allgemeine Hochschulreife erworben wurde.

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Bondurant 26.06.2013, 16:00
644. Jedenfalls

Zitat von sysop
Deutschlands Schulen bieten kaum Möglichkeiten für einen Aufstieg. Der Lernerfolg eines Kindes wird weiterhin von der sozialen Herkunft der Eltern geprägt. Das zeigt eine Studie der Bertelsmann-Stiftung, die alle 16 Bundesländer verglichen hat.
kann bei einer Studierendenquote von 55% kaum noch angenommen werden, Studenten seien überdurchschnittlich intelligent. Das mal so als Alltagsanweisung.

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messwert 29.06.2013, 23:13
645. optional

Wie tief soll denn das Leistungsniveau noch sinken, um die steigende Zahl der Leistungsschwachen bzw. Unwilligen, oder Vernachlässigten, zu einem Ausbildungsabschluss zu bringen? Die “soziale Herkunft” dient derlei Studienerhebungen pauschal als Ursachen-Kriterium. Damit ist dieser Gesellschaftsbereich, trotz seines vielfältigen Charakters, a priori der EIGENverantwortung für seinen Nachwuchs enthoben! Was immer hierbei im Elternhaus schief läuft, wird dem politischen Bildungssystem überantwortet, bis hin zum Sozialverhalten, Sprachdefizit und Ernährungsweise. Die Schule soll für jedes Kind speziell leisten, was an häuslicher Unterstützung und Erziehung fehlt und das ist KEINE Frage des Geldes. Sehr wohl aber für den Staat, der die zahlreichen Extratouren finanzieren soll. Hält dieses Streben an, ausnahmslos ALLE Schülerebenen -nach Jahrgangsklassen- zu Vergemeinschaftung, wir Deutschland zwangsläufig seine Elementar-Ressource, Know-how, einbüssen, -mit entsprechenden Folgen.

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