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Studie: Kinder lernen Rechtschreibung am besten mit der "Fibel"
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Früja wa ales bässa? Zumindest beim Schreibenlernen scheint da etwas dran zu sein: In einer Studie schneidet die klassische Fibel am besten ab. Eine besonders umstrittene Methode fällt durch.

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Phil2302 16.09.2018, 14:56
1. Das überrascht auch nur

ein paar selbsternannte Bildungsexperten. In ein paar Jahren wird man völlig überraschend feststellen, dass der Lernzuwachs in homogenen Klassengruppen größer ist als in Klassengruppen, wo der Lernbehinderte mit dem Überflieger zusammen "individuell gefördert" wird. So, ich mach jetzt mal für meine 3 Kurse morgen die jeweils 25-30 individuellen ABs fertig, vielleicht bin ich ja in 12 Stunden im Bett. /s

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richard-x 16.09.2018, 14:58
2. Vielen wird es ganz Recht sein.

"Insbesondere die Kinder deren Muttersprache nicht Deutsch ist und aus bildungsfernen Schichten schneiden schlecht ab".
die meisten Eltern, die ich kenne, würden es sehr gerne auch so belassen. Schließlich will man keine Konkurrenz für die eigenen Kinder. Ich wundere mich auch das Hamburg progressiv ist, schließlich hat Hamburg beim Volksentscheid ( wo die Wahlbeteiligung in den wohlhabenden Stadtbezirken deutlich höher war als in den anderen) entschieden dass die Kinder nicht 6 Jahre zusammen lernen, sondern dass die Minderpriviligierten schon ab der fünften Klasse in die Hauptschule/Realschule aussortiert werden.

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spmc-12355639674612 16.09.2018, 14:59
3. Gibt es jemanden hier,

der sich darüber wundert? Die Schülerinnen und Schüler lernen immer besser, wenn das zu Erlernende in einer klaren Struktur und übersichtlichen Aufbereitung vorliegt. Das ist auch in Mathematik und sogar in Latein so.

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Newspeak 16.09.2018, 15:02
4. ....

Die alte Methode hat funktioniert. Es gab also gar keinen Anlass, etwas zu ändern. Warum man das dennoch getan hat, kann ich mir nur mit Inkompetenz auf Seiten der Kultuspolitik und Masochismus auf Seiten der Lehrer erklären. Ich bin nicht gegen Neuerungen, wenn sie vorher (!) erwiesen haben, dass sie besser sind. Eine Studie, wie die Genannte, muss vor der flächendeckenden Einführung einer neuen Methodik stattfinden. Und es sollte auch von Fachgesellschaften empfohlen werden, nicht so wie der Karlsruher Physikkurs, der eine Physikpädagogische Masturbation ist, die in zentralen Punkten der Physik widerspricht, weil man die Physik der Didaktik unterordnen wollte, statt umgekehrt.

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smaturin 16.09.2018, 15:03
5. Warum...

hat man damals bei der Einführung der Lesen-durch-Schreiben Methode nicht schon auf die Urteile und Meinung vieler Eltern und Experten gehört? So wie ich war ein Grossteil der Eltern der Meinung, dass diese Methode grober Unfug ist... Leider hat es Jahre gedauert und mehrere versaute Jahrgänge an Grundschülern, um auf den gleichen Erkenntnisstand zu kommen... Gott sei Dank haben meine Kinder durch viel Lesen dies ziemlich gut kompensieren können...
Müsste eigentlich mal recherchieren aus welcher schulpolitischen Ecke diese Methode kam...

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blödbacke 16.09.2018, 15:05
6. Ich lach mich kaputt!

Ich vermute, es liegt daran, dass die Entscheider in der Bildungspolitik nie wissenschaftlich gearbeitet haben, aber eigentlich ist es so: man macht eine Studie BEVOR man eine Änderung flächendeckend einführt. D.h. vor Abschaffung der Fiebeln hätte eine umfangreiche Studie stattfinden müssen. Nach welchen Kriterien wurden denn da Entscheidungen getroffen?

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MDen 16.09.2018, 15:06
7. Aus der Mode

Ärgerlich, dass alle diese Methoden von “Experten“ gestützt wurden, was deren Wissenschaftlichkeit in Frage stellt, wenn die Methoden wie Modewellen wechseln. Man denke dabei jetzt an die Forderung nach der Digitalisierung der Schule. Das ist genausoein sinnloses Unterfangen. Die Schulen brauchen mehr Lehrer fürkleinere Klassen, also auch mehr Räume,aber keinen Tabletunterricht, schon gar nicht ohne stabiles WLAN im gesamten Schulkomplex.

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dunnhaupt 16.09.2018, 15:09
8. Seit hundert Jahren

… experimentiert man an deutschen Kindern herum. Allein innerhalb meiner eigenen Schulzeit wurde das System mehrfach geändert. Fest steht jedenfalls, dass unsere Eltern und Großeltern besser lesen und schreiben konnten als unsere Kinder. Da wir Deutschen bekanntlich alles besser wissen, hat man sich offenbar nie bemüht zu erfahren, wie die Schulsysteme anderer Staaten funktionieren. Vielleicht sollten wir mal unsere Schuldirektoren zur Schule schicken.

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HLoeng 16.09.2018, 15:11
9. Wie gehabt!

Kaum eine Reform in unserer Bildungsrepublik, die die verheißenen Ergebnisse hervorgebracht hätte. So wird es auch mit der von interessierter Seite bejubelten Digitalisierung kommen. Tablet und Smartphone werden sich in wenigen Jahren als Flop erweisen. 'Progressive' Bildungspolitiker lassen sich leider nicht beirren.

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