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Studie: Kinder lernen Rechtschreibung am besten mit der "Fibel"
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Früja wa ales bässa? Zumindest beim Schreibenlernen scheint da etwas dran zu sein: In einer Studie schneidet die klassische Fibel am besten ab. Eine besonders umstrittene Methode fällt durch.

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günterjoachim 16.09.2018, 15:11
10. So einfach...

Unvorstellbar, dass so ein Nonsense wie die Reichen Methode jemals angewandt wurde. Man denke nur an zweisprachige Kinder. Neis tu miet ju. Bätter äs tu iet ju.

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walligundlach 16.09.2018, 15:11
11. Schreiben nach Gehör

Das war von Anfang an eine Schnapsidee! Dafür brauchte es keinerlei wissenschaftliche Weisheiten. Wer selbst als Kind in einer Region mit starkem Dialekt aufgewachsen ist, weiß ohne jeden weiteren Beweis, daß es eine Katastrophe bedeutet, so zu schreiben wie man spricht!
Das konnten sich nur Menschen ausdenken, die in Bereichen mit einem eingermaßen klaren Hochdeutsch leben bzw. aufgewachsen sind.

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Duracellhase 16.09.2018, 15:12
12. Keine Überraschung

Das ist das große Problem unserer Zeit: der Verlust des gesunden Menschenverstands, in allen Lebensbereichen. Jeder, der seine fünf Sinne zusammen hatte, wusste das Lesen durch Schreiben nur Bockmist sein konnte. Es ist immer schwerer Dinge umzulernen als sie gleich richtig zu lernen.
Das gleiche gilt für das Achten bzw. Lehren einer sauberen Schrift, was heute auch nicht mehr praktiziert wird. Schreibt man sauber, kann man Fehler viel schneller und besser erkennen. Leider ist es heute wichtiger Kinder nicht zu frustrieren als Ihnen Dinge richtig beizubringen. Frustrationstoleranz lernt man so natürlich auch nicht.
Wenn sich Lehrer heute beschweren, sie müssten heute die sozialen Defizite der Eltern in der Schule kompensieren, stimme ich zu, halte aber entgegen, dass die Eltern dafür heute vielfach die Defizite der schulischen Ausbildung Zuhause korrigieren müssen.

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Duracellhase 16.09.2018, 15:12
13. Keine Überraschung

Wenn sich Lehrer heute beschweren, sie müssten heute die sozialen Defizite der Eltern in der Schule kompensieren, stimme ich zu, halte aber entgegen, dass die Eltern dafür heute vielfach die Defizite der schulischen Ausbildung Zuhause korrigieren müssen.

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dasfred 16.09.2018, 15:13
14. Otto Graf Vieh ist Glückssache

Ich hatte meine ganze Schulzeit über Probleme, allerdings in erster Linie Flüchtigkeitsfehler. Ab der siebten Klasse gestattete mein Deutschlehrer mir, die Hausaufgaben mit der Schreibmaschine anzufertigen. Allein am Schriftbild fielen mir dort die meisten Fehler sofort ins Auge und im Gegensatz zu meiner Handschrift verbesserte sich das Ergebnis deutlich. Mit komplexen oder fremden Begriffen hatte ich selten Probleme, da ich diese sorgfältig bedacht habe. Wenn ich an all die Punktabzüge denke, aufgrund Handschrift und Rechtschreibung, dass muss sich heute kein Kind antun, nur weil es nicht gleich richtig lernt.

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clubmate 16.09.2018, 15:14
15. Überrascht nicht wirklich

Bin wenig überrascht dass klassische, formalisierte Lehransätze in der Grundschulbildung zu besseren Ergebnissen führen. Hier werden die Grundlagen gelegt die die überhaupt erst ermöglichen im weiteren Verlauf freiere Lernmethoden erfolgreich umsetzen zu können. Manchmal ist formale Strenge einfach erforderlich und man kann Grundschülern nicht zumuten sich ihre Lerninhalte selbst zu erarbeiten.

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MisterD 16.09.2018, 15:16
16. Für unsere Großeltern waren allerdings

auch noch ganz andere Dinge entscheidend, als für unsere Kinder heute. Damals ging es darum zu marschieren und ein guter Untertan zu sein. Heute wird Kreatitvität immer wichtiger. 80% der Jobs, in denen heutige Kleinkinder in 20 Jahren mal arbeiten werden, gibt es heute noch gar nicht. Jobs wie Bandarbeiter oder Sachbearbeiter wird es in 20 Jahren kaum noch geben. Alles was starren Regeln folgt, kann Kollege Computer besser. Ich halte es daher für unverzichtbar, an der heutigen Schulform etwas zu ändern. Was wir brauchen sind selbst ständig denkende Freigeister und keine preussischen Untertanen...

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MDen 16.09.2018, 15:20
17. Kein Lehrerbashing!

Hier wird von einigen Komentaren schon wieder die Schuld auf die Lehrer und Schulleiter geschoben. Aber die müssen ausführen, was ihnen das Kultuministerim ihres Landes vorschreiben. Schuld sind die Bildungspolitiker!

Und weil die deutsche Rechtschreibung ziemlich chaotisch ist, lassen sich Erkenntnisse aus anderen Sprachen nur bedingt übertragen.

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equigen 16.09.2018, 15:22
18. Höchste Zeit, dass Vernunft wieder einzieht

Was war das für eine Quälerei meinen Kindern zusehen zu müssen wie sie 2,3 Jahre lang Wörter unkorrigiert falsch schreiben SOLLTEN! Nun gut, jetzt sind sie auf weiterführenden Schulen und so langsam beherrschen sie die Rechtschreibung - aber keiner dieser Pädagogen mit politischer Agenda konnte mich jemals überzeugen, dass der „auf‘s Geradewohl-Schreiben“ - ansatz der beste wäre.

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kassandra21 16.09.2018, 15:23
19. Nein! Doch! Oh!

> Ein fest vorgegebener Ablauf vom Einfachen zum Komplexen habe sich als klar überlegen erwiesen.<

No shit, Sherlock.
Wer hätte das nur ahnen können?

Es gibt durchaus einen Grund, warum Großeltern und Urgroßeltern mit dem Spruch hausieren gingen "Was Hänschen nicht lernt..."
Möglicherweise steckten da schlicht Erfahrungswerte hinter.

Als meine Generation von der Grundschule auf die höheren Schulen wechselte, konnte in meiner Klasse jeder Schreiben, Lesen, Rechnen und noch diverse andere Dinge. Wir hatten antiken Friontalunterricht und einen Klassenlehrer. Der unterrichtete die Klasse. In allem. Außer Musik und Kunst.

Keiner hatte eine Lese/Rechtschreibschwäche. Seltsam. Und sogar ich konnte Mathe am Ende. Ich hatte diesen Förderunterricht. Also mal eine Extrastunde. Da gäbe es heute Twitter-Shitstorm von Elternverbänden. Voll diskriminierend!

Was machen wir jetzt mit den Opfern der selbstverliebten Reformpädagogik, die stammelnd vor sich hinkritzeln und Texte nicht verstehen, die mehr als 140 Zeichen haben? Was sollen die werden? CSU-Vorsitzende?

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