Forum: Leben und Lernen
Studie: Kinder lernen Rechtschreibung am besten mit der "Fibel"
picture alliance/ dpa

Früja wa ales bässa? Zumindest beim Schreibenlernen scheint da etwas dran zu sein: In einer Studie schneidet die klassische Fibel am besten ab. Eine besonders umstrittene Methode fällt durch.

Seite 25 von 25
avada~kedavra 22.09.2018, 12:55
240. Natürlich

Zitat von MDen
Hier wird von einigen Komentaren schon wieder die Schuld auf die Lehrer und Schulleiter geschoben. Aber die müssen ausführen, was ihnen das Kultuministerim ihres Landes vorschreiben. Schuld sind die Bildungspolitiker! Und weil die deutsche Rechtschreibung ziemlich chaotisch ist, lassen sich Erkenntnisse aus anderen Sprachen nur bedingt übertragen.
zum einen die Bildungspolitik der einzelnen Bundesländer, spinnt man den Faden aber etwas weiter, stellt sich doch wirklich die Frage, warum eine doch so wichtige Sache wie Bildung und Schule immer noch nicht auf Bundesebene vereinheitlicht worden ist und statt dessen noch die Kulturhoheit der Bundesländer gilt.
Hier wäre als erstes der Hebel anzusetzen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
avada~kedavra 22.09.2018, 13:03
241. Vor 50

Zitat von spmc-12355639674612
Ihre Großeltern, was sie so an Mathematik, Physik, Chemie, Biologie und Englisch beherrscht haben. Sie werden sich wundern, dass heutige Schüler in diesen Fächern mehr lernen müssen, als es noch vor 50-70 Jahren der Fall war.
bis 70 Jahren wurde aber auch nicht versucht, alles was nach der (damals) 4. Klasse Volks-(Grund-)schule fertig war mit allen möglichen und unmöglichen Mitteln auf das Gymnasium zu bringen.
Zudem wenn überhaupt, sind in der Zwischenzeit höchstens in Physik, Chemie und Biologie (durch die zwischenzeitlich erlangten wissenschaftlichen Erkenntnisse) die Lehrpläne umfangreicher geworden. An der Mathematik hat sich grundlegend nichts geändert und an Fremdsprachen eigentlich ebenso wenig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
avada~kedavra 22.09.2018, 13:39
242. Schön,

Zitat von Teilzeitalleinerzieherin
vor zwei Jahren vor den ersten Herbstferien selbsttätig die Methode des "wir schreiben wie wir sprechen" samt Anlauttabelle abgeschafft, nachdem mein Kind mehrfach schwer irritiert "Mama, Frau X sagt, dass in Raupe kein a ist sondern ein au!" oder auch in Tränen aufgelöst "ich versteh das nicht!" nach Hause kam. Nach den Herbstferien konnte es lesen und und zunehmend auch schreiben, überholte die ganze Klasse und sprang dann gleich von Klasse 2 in Klasse 3. Ich wurde für meinen eigenmächtigen Eingriff in die Didaktik reichlich angefeindet - von Lehrern und anderen Eltern. Ich sollte den Artikel morgen mal auf dem Pausenhof verteilen...
dass Ihr Kind von direkt von Klasse 2 in Klasse 3 sprang Gratulation! Mir war bis dato nicht bewusst, das zwischen diesen beiden Klassen noch eine lag.
Aber besser wäre gewesen Sie hätten Ihrem Kind versucht zu erklären was die Lehrerin bei dem Wort Raupe eigentlich meinte.
Sie bezog sich wohl auf die Silbe, denn - natürlich ist in dem Wort Raupe der Buchstabe "a" enthalten, nur von der Aussprache her ist es halt ein "au". Es wird ja *RAU-PE* ausgesprochen. Wenn es nach Ihrer Tochter und Ihnen gehen würde, müssste das Wort ja *RA-UPE* ausgesprochen werden.
Sie merken wohl, nicht jeder Ansatz (s)einem Kind etwas beizubringen muss zwangsläufig pädagogisch bzw. vom lernen her gut sein.
Hoffentlich wird aus Ihrem Kind etwas ich wünsche es ihm und Ihnen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
avada~kedavra 22.09.2018, 13:47
243. Persönlich

Zitat von spon_6423209
eigentlich einen der vielen Walldorfschüler die irgendwie zu etwas höherem, ob ihrer Kreativität, aufgestiegen sind? Irgendwelche wissenschaftlichen Zugewinne, technologische Zugewinne, irgend etwas von irgend einem? Die müssten ja durchstarten wie Raketen, da sie sich ja so toll frei und kreativ ausleben können? Welche Firmen wurden von diesen erfolgreich gegründet? Was muss man noch Fragen um die Dummheit der Befürworter dieser "alternativen und überlegenen" Lehrmethoden zu widerlegen? P-s-: Und nur um es klarzustellen, Erfolg ist das Einzige was ZÄHLT und unsere Gesellschaft weiterbringt, Künstler haben wir genug, für mehr ist kein Kapital vorhanden.
halte ich es zwar auch nicht unbedingt mit Waldorfschulen aber lt. Artikel sollte man die Absolventen dieser Schulen nicht unterschätzen.
Lesen Sie selbst:
https://www.tagesspiegel.de/berlin/s...u/9906334.html
Weitere Informationen sollten für Sie bestimmt nicht schwierig zu finden sein.
www.gidf.de

Beitrag melden Antworten / Zitieren
avada~kedavra 22.09.2018, 13:55
244. Es

Zitat von spmc-12355639674612
Sehen Sie, und deshalb arbeiten Menschen, die es mit nicht ganz exakten Wissenschaften zu tun haben, mit Statistiken: Die Methode gewinnt, mit der der größte Teil der Schülerinnen und Schüler den größten Erfolg hat. Das kann man messen und umsetzen. Schwierig wird es erst, wenn ideologisch verblendete Anhänger der einen oder anderen Methode die Statistiken unberechtigterweise anzweifeln und die Methode der Datenerhebung aus nicht nachvollziehbaren Gründen für unwissenschaftlich halten.
gibt keine exakten Wissenschaften.
Bei jeder Art der Wissenschaft beginnt es mit Versuch, Irrung und Fehlern und irgendwann erfolgt ein Erfolg, der solange Gültigkeit hat, bis sich ein neuer Versuch mit neuen Fehlern und Irrungen in diesem Feld befasst welcher dann irgendwann auch wieder einen Erfolg hervorbringt, und so weiter und so weiter.
Oder anders ausgedrückt, Wissenschaft basiert auf "try and error".

Beitrag melden Antworten / Zitieren
avada~kedavra 22.09.2018, 13:59
245. Da

Zitat von M.Wissmann
Tipp: Kindern das Lesen, Schreiben und Rechnen vor der Schullaufbahn beibringen und mit Hilfe eines Schulleistungstests die Schullaufbahn erst in der dritten Schulklasse beginnen lassen. Die Zeit vorher für Erkundungen und Selbsterleben nutzen.
hindert in Deutschland aber zumindest die sogenannte "Schulpflicht" und die Anwesenheitspflicht zum Schulunterricht etwas dran.
https://de.wikipedia.org/wiki/Schulp..._(Deutschland)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
HaPeGe 23.09.2018, 10:17
246. Man kann es auch kurz und knapp auf einen Nenner bringen !

Verehrter Forist,
ich bin Anfang der fünfziger Jahre auf ein Gymnasium in Niedersachsen gegangen. Der Unterschied zu heute lag in zweierlei Dingen:
1. Wir haben NICHT "Lesen durch Schreiben" gelernt.
2. Wir hatten zehn bis zwölf Wochenstunden Deutschunterricht.
Und glauben Sie mir: Wir haben Deutsch gelernt ! Nach den alten Rechtschreibungsregeln. Und wir beherrschen die deutsche Sprache. Was seit Ende der sechsziger Jahre von den sogenannten Bildungsexperten an Bildungsreformen durchs Dorf gejagt wurde, hat das Bildungsniveau in Deutschland kontinuierlich verschlechtert. Das heutige Abitur ist, verglichen mit dem Abitur bis Mitte der sechziger Jahre, ein Witz !

Daraus ergibt sich für mich: Wir brauchen mehr Wochenstunden Deutschunterricht und wir sollten zu den bewährten Unterrichtsmethoden zurückkehren und jegliche Experimente unterlassen. Es wurde in Deutschland schon viel zu viel durch sogenannte Reformen kaputt gemacht und die Schüler/innen verunsichert, wenn nicht gar geschädigt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
HaPeGe 23.09.2018, 10:18
247. Man kann es auch kurz und knapp auf einen Nenner bringen !

Verehrter Forist,
ich bin Anfang der fünfziger Jahre auf ein Gymnasium in Niedersachsen gegangen. Der Unterschied zu heute lag in zweierlei Dingen:
1. Wir haben NICHT "Lesen durch Schreiben" gelernt.
2. Wir hatten zehn bis zwölf Wochenstunden Deutschunterricht.
Und glauben Sie mir: Wir haben Deutsch gelernt ! Nach den alten Rechtschreibungsregeln. Und wir beherrschen die deutsche Sprache. Was seit Ende der sechsziger Jahre von den sogenannten Bildungsexperten an Bildungsreformen durchs Dorf gejagt wurde, hat das Bildungsniveau in Deutschland kontinuierlich verschlechtert. Das heutige Abitur ist, verglichen mit dem Abitur bis Mitte der sechziger Jahre, ein Witz !

Daraus ergibt sich für mich: Wir brauchen mehr Wochenstunden Deutschunterricht und wir sollten zu den bewährten Unterrichtsmethoden zurückkehren und jegliche Experimente unterlassen. Es wurde in Deutschland schon viel zu viel durch sogenannte Reformen kaputt gemacht und die Schüler/innen verunsichert, wenn nicht gar geschädigt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jollen 24.09.2018, 09:10
248.

Woher haben Sie die Daten von Sachsen-Anhalt , wenn nicht mal die Landesregierung dies beantworten kann?
https://www.landtag.sachsen-anhalt.de/fileadmin/files/drs/wp7/drs/d0197dak.pdf

Fließen in die von Ihnen aufgeführten Studien auch die Migrantenkinder ein?
Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen sind zufällig auch die Bundesländer mit einer eher greingen Einwandererquote. Bayern hat fast 23% Einwandererkinder und erzielt vergleichbare Ergebnisse wie Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 25 von 25