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Studie: Was Kindern hierzulande fehlt - und was nicht
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Wie geht es Kindern in Deutschland? Was sind ihre Nöte? Was stört sie an Erwachsenen? Forscherinnen haben rund 3500 Schülerinnen und Schüler dazu befragt. Die Antworten seien teils "erschreckend".

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mazzeltov 03.07.2019, 18:59
100.

Zitat von ernstrobert
[...] Dann kommt es dazu, dass diese Expert*innen feststellen, dass ein lustiges Spiel wie Völkerball in 'Wirklichkeit' Mobbing sei. [...]
Ich widerspreche Ihnen ja nur ungern, aber ich fürchte, es waren in der Tat Erwachsene, die zu diesem Schluss kamen.

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markus_wienken 03.07.2019, 20:09
101.

Zitat von g_bec
Na und? Was geht Sie das an, wie es im Zimmer eines Kindes, das nicht Ihres ist, aussieht? Wo ist das Problem, wenn die Spielsachen auf dem Boden herumliegen? Da steckt, aus Sicht des Kindes, ein Sinn dahinter. Im Zweifel gilt immer noch: "Nur der Dumme hält Ordnung. Das Genie überblickt das Chaos."
/einmisch
Bei den Kindern gebe ich Ihnen Recht, ab und an kann man auch mal 5 gerade sein lassen und muss nicht immer päpstlicher sein als der Papst.
Grundsätzlich aber ist ein Mindestmaß an Ordnung durchaus wünschenswert...zumindest wenn man z.B. Besuch erwartet.
Was Ihren letzten Satz angeht da hat mich zumindest meine Lebenserfahrung gelehrt, dass dieser in der Regel nicht stimmt. Personen die keine Ordnung halten können haben idR auch ihr Leben nicht wirklich im Griff (Ausnahmen bestätigen die Regel).

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kommentator24de 03.07.2019, 21:08
102. Wir haben die Zukunft in der Hand

Leider wird auch diese Studie wieder ohne Konsequenzen in irgendwelchen Schubladen, Aktenordnern, Archiven und aus dem Bewusstsein verschwinden. Wenn man die strukturellen Mängel in der Gesellschaft anschaut: Perspektiv- und Ideenlosigkeit, Beteiligungslosigkeit auf allen Ebenen (insbesondere Politik und Entscheider), Zukunftsangst (um nur ein paar zu nennen) würde sich eine sehr deutliche Richtung abzeichnen, in die es weiter gehen kann: lasst Kinder wieder Kinder sein! Und lasst uns eine lebenswerte Welt für Kinder gestalten - eine solche Welt ist auch für Erwachsene lebenswerter als es unsere jetzige Konsum- und 100%-Versorgergesellschaft ist.

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keinewerbunginfilmen 03.07.2019, 21:41
103. Dass es in Grundschulen...

...mehr Gewalt und Mobbing gibt als an weiterführenden Schulen, kann ich aus der Sicht eines Realschullehrers, der oft Fünftklässler unterrichtet, bestätigen.

Das liegt unserer Erfahrung nach (auch) daran, dass man in der GS viel zu viel zulässt, kaum sanktioniert und die Handhabe, die man laut Schulgesetz hätte (Paragraph 90), nicht ausschöpft. Man hält es 4 Jahre durch, dann sind die Kinder ja weg und somit der Ärger durch einzelne

Wie groß mancher Leidensweg von Kindern durch Mitschüler ist, ist jedes Jahr immer wieder erschreckend. Es gibt quasi IMMER ungelöste Konflikte aus der Grundschule in den ersten Tagen und Wochen an der neuen Schule.

Daher mein Appell an die Grundschullehrer und vor allem an die Schulleiter: dringend hart durchgreifen mit entsprechenden Maßnahmen und gleichzeitig mit der Klasse Wege einüben, wie man miteinander umgeht! Sowas außerdem nicht im Klassenrat diskutieren! Und die größte Unsitte abschaffen, dass der arme Klassensprecher Streits schlichten muss oder für Ruhe zu sorgen hat, wenn der Lehrer mal kurz weg ist; das ist nicht seine Aufgabe.

Das wäre sehr hilfreich. Dankeschön.

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bernie_witzbold 03.07.2019, 23:54
104. Ähemm...

Zitat von fatherted98
Das ist einer der Knackpunkte heutzutage....die Kids haben enorme Ansprüche in Richtung Konsum. Zuwendung von Seiten der Eltern kommt nur in den Handy-Pausen.....ich sehe so oft Mütter die Kinderwägen vor sich herschieben und total in ihrer Welt des Smart-Phones versunken sind....das Kind stört da meist nur....noch schlimmer wird es auf dem Spielplatz....da sieht man fast nur noch Smart Phone Zombies die durch ihre Kids nicht gestört werden wollen (was da zu Hause abgeht, kann man sich vorstellen). Zum Geld....die Idee Kindern Geld in die Hand zu geben damit Kinderarmut behoben werden kann ist wohl weder sinnvoll noch durchführbar. Überhaupt sollte Kindergeld abgeschafft werden und dafür flächendeckende kostenfreie Betreuung mit Verpflegung angeboten werden....das würde wirklich etwas für die "armen" Kids bringen....wobei arm....eine Definition ist über die man streiten kann.
Hat Ihnen schon einmal jemand gesagt, dass alle Ihre Satzzeichen kaputt sind? Es kommen immer nur drei Punkte: ...

Das erschwert es doch sehr, das aufzunehmen, was Sie eigentlich sagen wollen. Es muss irgendwas sein mit "moderne Zeiten schlecht", "zuviel Handy", "früher alles besser" usw. Ach, und "Kindergeld abschaffen" habe ich noch mitbekommen, aber das ist bestimmt ein Lesefehler wegen der fehlenden Satzzeichen, oder nicht? Das Kindergeld ist meines Erachtens nämlich der beste Einstieg in das bedingungslose Grundeinkommen überhaupt, man müsste es einfach erhöhen und altersmäßig nicht mehr begrenzen. Das ginge ganz flexibel. Stellen Sie sich vor, Adenauer hat das schon eingeführt! Genial! Man kann es nicht anders sagen! Und das vor so vielen Jahren schon, der Mann war ein echter Visionär.

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lindadaheim 04.07.2019, 06:59
105. Naja

Dass man sich in der Pubertät unverstanden fühlt, gehört aber nunmal zum Wesen der Pubertät dazu. Es ist die Grundlage für die notwendige Abnablung vom Schürzenband und der Entwicklung einer eigenen, erwachsenen Persönlichkeit. In wie weit diese Aussagen also Tatsachen und nicht ein Empfindungsbild darstellen, sei mal dahingestellt.
Der Einfluss der Eltern sinkt eben in der Pubertät, auch weil die Kinder das so wollen. Sie schwanken zwischen:"Kümmer dich, ich bin so verwirrt" und "Hau ab, rück mir nicht auf die Pelle, ich hab meine eigene Meinung."

Dass man die Kinder - vor allem auch in Schulen - ernster nehmen sollte, stimmt! Da wird angeblich Demokratie geübt und über völlig folgenlose Dinge abgestimmt (Farbe des Oberstufenraumes), bei wichtigen Entscheidungen haben die Kinder nichts zu sagen.
Wenn man den Rahmen des Machbaren erklärt, sind Kinder und Jugendliche durchaus in der Lage, eine vernünftige Wahl zu treffen und wollen nicht nur maßlos "alles haben".

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ernstrobert 04.07.2019, 12:20
106. das waren doch Erwachsene?

Zitat von mazzeltov
Ich widerspreche Ihnen ja nur ungern, aber ich fürchte, es waren in der Tat Erwachsene, die zu diesem Schluss kamen.
Genau diese meine ich doch mit Expert*innen, also die Verfasser*innen jener Studie, die ich eben für ziemlich einseitig halte.

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herm16 05.07.2019, 09:37
107. mir ist

so dass Kindern Liebe fehlt und Eltern die da sind, wenn man sie braucht

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knutbayha 06.07.2019, 21:31
108. Verantwortung

Was die Heranwachsenden sagen ist richtig. Ihnen wird zuwenig
Mitsprache genehmigt. Das ist Fakt !
Wer mitreden will muss aber Verantwortung übernehmen. Da kommt dann aber das Argument
. Rechte gibts aber nicht ohne Pflichten und wer Mist baut
sollte sich nicht hinter den Eltern oder an mangeldem Alter verstecken können

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froehlich-ruediger 07.07.2019, 09:00
109. Vielen Kindern fehlt ein Elternteil

Die Studie ist sehr interessant und sollte Eltern, Erwachsene und die Politik (Stichwort Rezo / Zerstörung CDU und SPD / Umweltschutz) nachdenklich machen. Was jedoch leider nicht betrachtet wird, sind die vielen Kinder, die in Deutschland durch ein Familienrecht aus den 1950er Jahren um ein Elternteil betrogen werden. Mama ist wichtig, aber Papa auch. Und übrigens Oma, Opa, Tante, Onkel, Cousins etc. auch. Deutschland braucht eine sofortige Wende im Familienrecht mit dem Leitbild des Wechselmodells und einem modernen Melde- und Unterhaltsrecht. Hier versagt Familienministerin Giffey und die SPD leider vollkommen. Sie steht noch für ein Rollenbild nach dem Motto "Mama betreut und Papa zahlt". Gemeinsam getrennt Erziehend heißt die einfache Lösung, mit der auch Kinderarmut und das Armutsrisiko von einem Elternteil vermindert werden kann. BEIDE Eltern können arbeiten und sich um die Kinder kümmern. So ein Familienrecht hat übrigens ganz Westeuropa, nur Deutschland nicht...

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