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Studie: So ungerecht sind Kitagebühren in Deutschland
DPA

Der eine zahlt Hunderte Euro im Monat, der andere überhaupt nichts: In Deutschland entscheidet vor allem der Wohnort, wie viel ein Kitaplatz kostet. Ein Überblick.

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dragondeal 28.05.2018, 06:08
1. Komisch

Meine Mutter hat 2 Kinder groß gekriegt und nebenbei noch den Papierkram für meinen Vater erledigt. Hat recht gut funktioniert. Irgendwie will mir da die Notwendigkeit eines Betreuungsschlüssel von 1:3 nicht in den Kopf.

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fördeanwohner 28.05.2018, 06:25
2. -

Gibt es eigentlich die Herdprämie noch? Die müsste selbstverständlich auch abgeschafft werden, wenn die Kita kostenlos wäre.
Und Letzteres ist garantiert nicht im Sinn konservativer Politiker.
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Ein Blick auf unsere schwedischen Verwandten zeigt, wie einfach es geht! Dort arbeiten Frauen UND kriegen bereits in jungen Jahren Kinder UND machen Karriere.

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auf_dem_Holzweg? 28.05.2018, 06:27
3. Kita und das Schulwesen

sind die beiden Themen, die für 12 Jahre Merkel als Totalausfall gelten dürfen. In Sachen Schule und Kinderbetreuung ist Deutschland absolutes Schlusslicht in Europa. Während überall Ganztagsschulen die Norm sind, verkürzen die Schulen wegen Geldmangels der Gemeinden die Jobs auf halbtags. Oft gibt es ein halbes Jahr keinen Ersatz wenn ein Lehrer wegen ernsthafter Krankheit ausfällt, in diesen Fällen gibt es einfach keinen Unterricht. Gut auch für Kitas. Und ein Ende dieser schwarzen Sparmassnahmen ist nicht in Sicht. Unsere Zukunft wird damit begraben, nur Kinder wohlhabender Eltern bekommen eine echte Chance aus Bildung. Und die können oft nicht dazuverdienen weil sie Kinder hüten müssen.

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ulrics 28.05.2018, 06:29
4.

Besser ist die Beiträge über Steuern zu finanzieren. Dafür ließe sich eine CO2-Steuer einführen.

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jkleinmann 28.05.2018, 06:33
5. Für Wählerstimmen

kostenlose Kitaplätze theoretisch anzubieten aber aufgrund mangelnder Subvention freier Träger und schlechter Bezahlung der ErzieherInnen und absurder Vorgaben de facto bei weitem nicht ausreichend Plätze zur Verfügung zu stellen ist eine weitere Ausgeburt der Versagenspolitik des Berliner Senats. Viele würden gerne für einen Kitaplatz bezahlen und diese Gebühr durch Ausübung der Berufstätigkeit mehr als kompensieren.

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herbert 28.05.2018, 06:36
6. Wie war die Merkel und SPD Propaganda seinerzeit ?

Jeder soll einen Kitaplatz bekommen und diese sollen kostenlos sein.

Fakt ist, Kitaplätze sind rar und die Kosten hängen vom Einkommen ab.
Wobei arme Familien oder Alleinerziehende mal wieder am meisten bezahlen.

Die SPD könnte hier riesige Stimmen gewinnen, wenn das Ding schnell für alle gut geregelt wird aber die SPD hat mal wieder Kinderlähmung und kommt nicht in die Gänge !
Die Merkel ist eine Märchentante !

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rumburg 28.05.2018, 06:45
7. Beitragsfrei?

Was nichts kostet, ist nichts wert. Man sollte die Gebühren staffeln, aber nicht abschaffen. Auf jeden Fall sollten die Eltern als Info jeden Monat die Vollkosten als Information zugeschickt bekommen.

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biesi61 28.05.2018, 06:47
8. Die KITA ist weniger eine Betreuungs- als eine Bildungseinrichtung.

Als solche muss sie für die Eltern selbstverständlich genau so kostenlos sein wie Schule oder Studium!

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Theodor 28.05.2018, 06:48
9. Der Gesetzgeber hat längst Möglichkeiten geschaffen

Alle sind sich doch längst einig, dass Bildung ein Schlüssel für die Zukunft ist- Arbeitgeber, Gewerkschaften und Politik. Der Gesetzgber hat dies seit Jahren im Steuerrecht verankert. Zahlt nämlich der Arbeitgeber die Kinderbetreuungskosten für nicht schulpflichtige Kinder oder bezuschußt diese - ohne dass dieser Bezuschußung ein Lohnverzicht zu Grunde liegt, dann ist diese Leistung steuer- und sozialabgabenfrei und dies seit Jahren. Dies umfasst sämtliche Kinderbetreuungskosten von der Gebühr über das Spiel- bis hin zum Essensgeld. Eine massive Förderung des Staates und eigentlich kann jeder Arbeitgeber dies sofort tun, die Tarifpartner könnten sich z.B. auf eine freiwillige, jederzeit widerrufbare Leistung einigen, damit kein Lohnverzicht unterstellt werden kann. Für die betroffenen ArbeitnehmerInnen wirkt dies wie eine sofortige Nettolohnerhöhung. Mein Arbeitgeber macht dies seit Jahren und die anfänglich aufkommenden Bedenken diese könnte von kinderlosen ArbeitnehmerInnen oder von den ArbeitnehmerInnen die schulpflichtige Kinder haben als ungerecht empfunden werden, haben sich als haltlos erwiesen. Würde der Gesetzgeber jetzt noch diese Regelung auf die Nachmittagsbetreuung an Schulen und für die Schulferienbetreuung ausdehnen, dann wäre auch ein Ausgleich für die unterschiedlichen Schulformen möglich. Vom Spiegel hätte ich erwartet, dass er diese Möglichkeiten in solch einem Artikel darstellt. Die hier dargestellten Regelungen gelten übrigens für alle Bundesländer. Also Arbeitgeber, ran an die Bezuschußung, ein gleichwertigeres Bindeinstrument für diese Arbeitnehmergruppe werdet ihr schwerlich finden.

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