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Studie: So ungerecht sind Kitagebühren in Deutschland
DPA

Der eine zahlt Hunderte Euro im Monat, der andere überhaupt nichts: In Deutschland entscheidet vor allem der Wohnort, wie viel ein Kitaplatz kostet. Ein Überblick.

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Das dazu 28.05.2018, 08:37
60.

Zitat von MR68
Die sogenannte "Gerechtigkeit" muss wohl für jeden Beitrag als Aufmacher herhalten. Dabei wird nur schlampiger Journalismus kaschiert. Wir leben nicht in einem Zentralstaat, sondern einem föderalen System. Die Bürger (einschließlich)der Eltern) haben viele Möglichkeiten, .....
Was hat das mit den im Artikel genannten Bundeszuschüsses zu tun, die nachweislich zu klein sind?
Denn dadurch, das der Bund so wenig zur Erhaltung und zum Neubau dazu gibt, müssen sich die föderalen Länder es sich eben über den Bürger holen.
Die einen eben mehr, die anderen weniger.
Aber um auf Journalisten einzubashen, ist jeder Gedankengang recht.

Ich hätte es noch verstanden, wenn man kritisiert, das Sabine und Ben im Artikel laut Studie zwar knapp 10% des Nettoeinkommens für die Kita aufbringen müssen, aber das 600 Euro seien.
Bei knapp 6000 Euro Nettoeinkommen sollte das dann ein Klacks sein.
Oder wurde hier das Beispiel nur seltsam ausgewählt?

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dagmar1308 28.05.2018, 08:38
61. Wie haben die Eltern vor 40 Jahren

die jetzt so klagenden Eltern wohl groß bekommen, ganz ohne Handy und oft nur mit der Telefonzelle um die Ecke.

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U. Sielaff 28.05.2018, 08:41
62. Komplett kostenlose Plätze sind der falsche Weg...

Die Kita-Beiträge müssen bundeseinheitlich geregelt werden. Einkommensschwächere Familien müssen selbstverständlich entlastet werden, die gut verdienenden müssen aber selbstverständlich an der Finanzierung beteiligt werden. Das Geld würde sonst an wichtigeren Ecken fehlen: Personalschlüssel in Kitas ändern, Kitas ordentlich ausstatten, ErzieherInnen angemessen bezahlen, Förder- und Therapieinstrumente in Kitas ausbauen. Wird alles kostenfrei angeboten, kann sich die Regierung nur wieder rühmen, was nicht alles "in Bildung" gesteckt wird. Nee, wird es eben nicht. Die (zum Teil) gut und sehr gut verdienenden Eltern zahlen zwar weniger (oder eben gar nichts), aber die Qualität bleibt auf der Strecke. Das Ergebnis einer fehlenden leistungsgerechten Entlohnung sehen wir doch grade: Es gibt keine Erzieher auf dem Arbeitsmarkt. Das wird - wenn sich nichts gravierend ändert - auch so bleiben, bzw. sich noch verschärfen.

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uezegei 28.05.2018, 08:43
63. deutsche Hybris

Zitat von fördeanwohner
Gibt es eigentlich die Herdprämie noch? Die müsste selbstverständlich auch abgeschafft werden, wenn die Kita kostenlos wäre. Und Letzteres ist garantiert nicht im Sinn konservativer Politiker. ------------------------------ Ein Blick auf unsere schwedischen Verwandten zeigt, wie einfach es geht! Dort arbeiten Frauen UND kriegen bereits in jungen Jahren Kinder UND machen Karriere.
Deutsche Hybris, Überheblichkeit, Großmanns- und Profilierungssucht.
Was woanders tadellos funktioniert, kann bei uns einfach NIE funktionieren. Wir können halt alles besser als andere und die Politikermafia hätte ansonsten auch nichts, dass sie als "eigene" Idee verkaufen könnte (obwohl alles von der Lobby diktiert wird)

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Sergeij 28.05.2018, 08:43
64. Berlin und der Länderfinanzausgleich...

Allen Foristen, die hier wieder die altbekannte Leier vom armen Berlin und dem Länderfinanzausgleich singen, sei empfohlen, sich vor dem Posten erst einmal über die Fakten und die Natur des Finanzausgleichs zu informieren, zum Beispiel hier:

https://www.berlin.de/sen/finanzen/haushalt/nachrichten/l__nderfinanzausgleich_zahlen_fakten_behauptungen_ .pdf

Übrigens: Das Bundesland, welches das meiste Geld aus dem Finanzausgleich kassiert ist nicht Berlin, sondern Sachsen...

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cabeza_cuadrada 28.05.2018, 08:43
65. sie wussten man würde es googeln, oder?

Zitat von openda
Für meinen Sohn muss ich an die Stadt Moers 2 Jahre für die unter 3 Jahre Betreuung 517 Euro und danach 407 Euro bezahlen. Dazu noch ......
Na dann beglückwünsche ich Sie mal zu einem Jahreseinkommen von über 100.000 Euro. Gut, sein Kind 45h in eine Betreuung zu geben, da kann man geteilter Meinung sein. Wozu man dann noch eine zusätzliche Tagesmutter braucht erschließt sich mir noch viel weniger. Grundsätzlich bin ich jedoch für eine kostenlose Kita für jeden, also auch für sie.

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isar56 28.05.2018, 08:53
66. Unzureichender Bericht

zum Thema gehört auch die Tatsache, dass Eltern mit niedrigem Einkommen bei Jugendämtern einen Antrag auf Kostenzuschuß für den Kita-Beitrag stellen können. Zudem gibt es für Hartz IV Empfänger das Bildungs- und Teilhabepaket. Gerecht wäre es, wenn Schule und Kitas samt (Bastel-)Material, Ausflügen etc kostenfrei wären. So wäre gesichert, dass dieGelder tatsächlich den Kindern zukommen. Es wäre zwar kostenintensiver. Dafür das Kindergeld streichen und gut is.

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jstawl 28.05.2018, 08:53
67. Bekannt

Einfach mal ins Grenzgebiet Hessen/RLP fahren. Da zahlt man in einem Ort 300 pro Monat und im anderen drei Km weiter 0.

Hier sind schon einige extra deswegen nach RLP gezogen.

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Netquette 28.05.2018, 08:53
68. Absoluter Schwachsinn...

...als Gutverdienender bezahle ich jeden Monat 300 € incl. Essengeld für meine Tochter Gebühren an die Kommune. 5 Km weiter in Monheim, 15 km in Düsseldorf, ist es kostenlos. In meiner Tochter -Gruppe sind vier Kinder aus geringverdienenden Haushalten, wobei das zweite Kind kostenlos ist, insgesamt 104 €! Rechne ist das mal um, bezahle ich als Gutverdiener 12 Kinder von Geringverdiener mit.
Also bevor jetzt von prozentualer Benachteiligung von Geringverdienenden und Alleinstehenden Haushalten die Rede ist (s.Artikel) sollte dieser ganze Schwachsinn beendet werden und endlich gebührenfreie Kita's eingeführt werden. Nebenbei hat nur die Linke dies im Wahlkampf lautstark gefordert und dafür haben sie auch meine Stimme bekommen.

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Bernhard.R 28.05.2018, 08:55
69. Skandal in MV

Eine sozialdemokratische Koalitionsregierung, eine junge Mutter als MP. Schwesig war im Bund vorher Familienministerin. Und trotzdem belegt MV bei der finanziellen Belastung der Eltern den vorletzten Platz! Zudem liegt der Betreuungsschlüssel mit 6 Kindern pro Erzieher doppelt so hoch, wie in Baden-Württemberg.

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