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Studie über Uni-Karrieren: Den Job bekommt die Frau
Corbis

Wissenschaft ist Männerdomäne? Eine US-Studie rüttelt am Bild der chancenlosen Nachwuchsforscherin. In einem Experiment wurden weibliche Kandidaten einem gleich guten männlichen Bewerber vorgezogen.

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dukatenjunge 20.04.2015, 11:34
1. Die Diskriminierung

zu Lasten von Männern ist doch längst Normalität. Wie oft liest man in Stellenanzeigen des öffentlichen Dienstes, daß bei "gleicher Eignung und Fähigkeit, Frauen bevorzugt eingestellt" werden?

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bruno bär 20.04.2015, 11:45
2.

Soso, "So ganz übertragbar auf reale Bewerbungssituationen ist das Ergebnis zwar auch dann nicht"

Vgl. dazu hier http://www.mpifg.de/pu/mpifg_dp/dp14-19.pdf für das Fach Soziologie an deutschen Hochschulen.

Zusammengefasst:
weibliche Bewerber werden schneller berufen und haben weniger publiziert.

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Eduschu 20.04.2015, 11:49
3.

Zitat von dukatenjunge
zu Lasten von Männern ist doch längst Normalität. Wie oft liest man in Stellenanzeigen des öffentlichen Dienstes, daß bei "gleicher Eignung und Fähigkeit, Frauen bevorzugt eingestellt" werden?
Das geht mittlerweile subtiler. "Unsere Behörde/Schule/Universität ist bestrebt auch durch die besonderen Fähigkeiten von Frauen ein positives Arbeitsumfeld zu erhalten. Bewerbungen von Frauen sind deshalb ausdrücklich erwünscht."

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Malshandir 20.04.2015, 11:50
4. Maennerquote

Damit waere die Benachteiligung der Frauen als nicht existent erwiesen.
Da statistisch Maenner die Minderheit sind, muessten nun hier Maennerquoten eingefuehrt werden.

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Skeptiker99 20.04.2015, 12:02
5. Ein klarer Hinweis,

daß mit "gleicher Eignung und Fähigkeit, Frauen bevorzugt eingestellt" Schluss seien sollte.
Aber natürlich wird in dem Artikel wieder herausgestellt, dass es am Ende weniger weibliche als männliche Professoren gibt. Wenn sich weniger Frauen bewerben ist das aber auch fair. Wenn sich auf 10 freie Stellen 90 Männer und 10 Frauen bewerben bedeutet Gleichberechtigung nicht, 5 Männer und 5 Frauen einzustellen sonder 9 Männer und eine Frau. Bei der geringeren Zahl weiblicher Professoren trotz der hohen Zahl an weiblichen Uni-absolventen muss außerdem bedacht werden, dass Frauen häufig Fächer studieren, bei denen seltener eine akademische Kariere angestrebt wird.

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rvanpelt 20.04.2015, 12:14
6. Vielen Dank ...

Zitat von bruno bär
Vgl. dazu hier http://www.mpifg.de/pu/mpifg_dp/dp14-19.pdf für das Fach Soziologie an deutschen Hochschulen. Zusammengefasst: weibliche Bewerber werden schneller berufen und haben weniger publiziert.
... fuer diesen Hinweis.

Ich denke dieses ist auf Psychologie und aehnliche Faecher uebertragbar. Was nicht heissen soll, dass es keine weiblichen, ueberragenden Bewerber gibt.

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bruno bär 20.04.2015, 12:17
7.

Zitat von Skeptiker99
daß mit "gleicher Eignung und Fähigkeit, Frauen bevorzugt eingestellt" Schluss seien sollte. Aber natürlich wird in dem Artikel wieder herausgestellt, dass es am Ende weniger weibliche als männliche Professoren gibt. Wenn sich weniger Frauen bewerben ist das aber auch fair. Wenn sich auf 10 freie Stellen 90 Männer und 10 Frauen bewerben bedeutet Gleichberechtigung nicht, 5 Männer und 5 Frauen einzustellen sonder 9 Männer und eine Frau. Bei der geringeren Zahl weiblicher Professoren trotz der hohen Zahl an weiblichen Uni-absolventen muss außerdem bedacht werden, dass Frauen häufig Fächer studieren, bei denen seltener eine akademische Kariere angestrebt wird.
Und nicht zu vergessen, dass die Geschlechterratio bei Professuren auch ein Ergebnis aus der Vergangenheit ist, aber deshalb darf man nicht Männer heute diskriminieren. Das entscheidende ist nicht, ob wir heute 50/50 haben, sondern ob Männer und Frauen gleichberechtigt sind, i.e. bei gleicher Qualifikation die gleiche Chance aber das ist eben nicht so, zu lasten der Männer.

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joachimrang 20.04.2015, 12:42
8. Vorsichtige Schlussfolgerung

"Unsere Daten legen nahe, dass es eine günstige Zeit ist für talentierte Frauen"
Die Daten legen mM nach nahe, dass Männer zu Gunsten von Frauen diskriminiert werden.

Ich halte das für richtig und wichtig im Sinne von "affirmative action", allerdings sollte man das im Bewusstsein behalten, so dass man - nach getaner Arbeit - das wieder zurückpendeln kann.

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rvanpelt 20.04.2015, 12:51
9. Absolut richtig!

Zitat von bruno bär
Und nicht zu vergessen, dass die Geschlechterratio bei Professuren auch ein Ergebnis aus der Vergangenheit ist, aber deshalb darf man nicht Männer heute diskriminieren. Das entscheidende ist nicht, ob wir heute 50/50 haben, sondern ob Männer und Frauen gleichberechtigt sind, i.e. bei gleicher Qualifikation die gleiche Chance aber das ist eben nicht so, zu lasten der Männer.
Vielleicht sollte man_frau darueber nachdenken, dass der Bewerbungsprozess auf akademische Stellen in Zukunft vollstaendig "geschlechtsblind" (ebenso was andere Diskriminierungsmerklmale betrifft: Hautfarbe, Religion, etc) stattfindet.

Unsere Gesellschaft sollte zu Modalitaeten einer "bottom-up Gerechtigkeit" faehig sein. Das wuerde dem Gesellschaftsfrieden helfen.
Ansonsten bedarf es einer organisierten "maennlichen" Gegenreaktion im speziellen Kontext, denke ich. Auf jeden Fall sollte man(n)_frau es nicht hinnehmen, wenn es nicht kompensatorische Mechanismen fuer die Benachteiligten gibt.

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