Forum: Leben und Lernen
Studie über You-Tube-Lernen: Nichts verstanden, zurückspulen, noch mal schauen
Thomas Trutschel/ Photothek/ Getty Images

Fast jeder zweite Schüler nutzt YouTube-Videos gezielt zum Lernen. Das zeigt eine neue Studie. Gleichzeitig wünschen sich viele Befragte einen kritischen Umgang mit der Videoplattform im Unterricht.

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dirk.resuehr 04.06.2019, 08:52
10. Internet und Folgen

Das ist zunächst doch positiv. Da gibt es neben den Suchmaschinen noch mehr Möglichkeiten zur umfassenden Information. Was auch bedeutet, dass sich Lehrende heute mit diesem Medium gut auskennen müssen, allein schon, um eventuelle Fragen ihrer Schüler beantworten zu können und Tips zu geben, sowie die eigenen Fähigkeiten zu verbessern. Also Lehrer, ihr müßt umlernen. Außer Lehrbüchern gibts heute noch ein(wichtigeres)Medium.

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Karla Winterstein 04.06.2019, 09:33
11. Für jedes Alter zu gebrauchen

Ich möchte noch ergänzend die MOOC-Plattformen erwähnen, von denen es in Deutschland ja inzwischen auch einige gibt, so dass man nicht Englisch als unbedingte Voraussetzung benötigt.

Wenn man Suchmaschinen, Videoplattformen und MOOC-Angebote (die teils auch kostenlos sind, wenn man keine Zertifikate benötigt) gezielt und geschickt nutzt, steht einem heutzutage die Lernwelt auf eine Art und Weise offen, die es so noch nie auch nur angenähert gab.

Ich habe während der letzten sieben Jahre überwiegend MOOC-Plattformen benutzt (Coursera, OpenHPI, edX, FutureLearn, Khan-Akademie auf Deutsch und Englisch, etc.), aber auch viele Videos, die ergänzend zu anderen Materialien auf YouTube angeboten werden.

Speziell bezüglich mancher MOOC-Angebote frage ich mich inzwischen seit Jahren, wie Volkshochschulen, mit teilweise inhaltlich und seitens der Durchführung schlechten Kursen zu über 100 Euro, sich überhaupt noch über Wasser halten können.

Viele Universitäten bieten inzwischen auch Zugang zu ihren aufgezeichneten Veranstaltungen an. Auch hier findet man teils sehr interessante Sachen.

Bezüglich der Interaktion zwischen den Lernenden untereinander und den die Vorlesungen veranstaltenden Professoren oder Lehrer hat man bei den MOOCs oft ausgesprochen aktive Diskussionsgruppen.

Fazit: Video-Plattformen, wie YouTube, und MOOCs schaffen gegenüber früheren Zeiten unfassbare Vorteile. Man muss nur lernen sie sinnvoll zu nutzen.

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totalausfall 04.06.2019, 09:47
12. Nutzen überall youtube

Arbeite viel mit komplexer Software.

Gibt zwar immer noch Handbücher, aber Standard ist mittlerweile youtube. Entweder der Hersteller oder Leute aus der Community machen da für Spezialanwendungen Videos. 2 3 Minuten Video ersetzen halt mal 10 Seiten Anleitung lesen.

Immer wenn ich ein mathematisches Problem habe und etwas auffrischen will, geh ich zu prof. dr. jörn loviscach`s Kanal.
Der nimmt alle Vorlesungen und Seminare auf (Mathe Informatik Elektrotechnik), Skripte etc. gibts kostenlos dazu. Höchste Qualität bekommt man dort geboten.

Youtube ist ein echter Schatz, weil es Menschen verbindet. Da sitzt einer in Indien, hat was cooles gemacht, denkt sich " ich zeig allen wie das geht" und macht ein Video davon das er online stellt auf youtube.
Ist doch genial! Ich glaub jeder große Kopf in der Geschichte der Menschheit beneidet uns um diese Möglichkeit.

Was man auf youtube übrigens noch findet, sind seltene, wertvolle Aufnahmen. Gibt zum Beispiel extrem viel Klassik auf youtube.
Wissen viele Ältere gar nicht, weil sie das nicht mit youtube, das in der Presse mit Katzenvideos und blauhaarigen "Zerstörern" auffällt, in Verbindung bringen.

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snigger 04.06.2019, 12:42
13. TED und xTED

vielleicht (v)erkennt man diesen Beitrag als Werbung ... aber so ist er nicht gedacht.

Vor nicht allzulanger Zeit hieß es 99% auf YT ist nur Müll. Rezo hat das in anschaulicher Weise widerlegt. Deshalb möchte ich, auch wenn es in der Studie nur um YT ging etwas zu dem Thema Kritischer Umgang mit Medium Internet beitragen.
Wie ein anderer Kommentator schon gesagt hat, es gibt weit mehr als nur YT. Wer meint, YT schade nur, weil es so unübersichtlich, nicht geprüft .... oder sonstige Mängel habe, dem sei an dieser Stelle TED.COM empfohlen.
Warum?
Weil die Video dort im Schnitt 15 Minuten (normale, durchschnittliche menschliche Aufmerksamkeitsspanne) dauern. Weil es für jedes Video Transkripte für unterschiedlichste Sprachen gibt UND man mitmachen kann, indem man Übersetzungen für weitere Sprachen anbieten kann. Weil dort jedes interresante Thema auch vorkommt. Weil man sogar selbst solche Events gestalten kann. (Soweit ich es verstanden habe, gibt es dabei eine Art Qualitätsprüfung)
Probiert es mal aus und vergleicht es mit YT (und anderen Video/Lernplattformen).
So geht konstruktiv kritisch!

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Simon Schwabe 04.06.2019, 13:02
14. Hilft YouTube wirklich mit Notenverbesserung?

Ich persönlich, beobachte sehr genau was meine Kinder auf YouTube machen und bin somit auch in Kontakt mit solchen Nachhilfe-Videos gekommen. Ich finde die Thematik sehr interessant und bin grundsätzlich nicht gegen so eine Lernmethode, da ich selber erlebt habe wie leicht man Beispielen folgen kann. Zusätzlich finde ich es vorbildlich, dass Kinder versuchen Aufgaben selbst zu lösen und dabei Medienplattformen als Hilfestellung nutzen.
Allerdings bin ich nicht komplett von dem Konzept "YouTube-Nachhilfe" überzeugt. YouTube wird halt grundsätzlich als Unterhaltungsformat genutzt und da kann man den Kindern nicht böse sein, wenn Sie mal paar Videos weiter klicken und sich ablenken lassen :) . Also für eine grundsätzliche Notenverbesserung greife ich doch lieber zur klassischen privat Nachhilfe. Falls es jemanden interessiert, ich nutze diese Seite: https://www.tutoria.de/nachhilfe-in/berlin und habe dort eine nette Nachhilfelehrerin gefunden.
Ich bin trotz dessen sehr gespannt wie sich YouTube in Zukunft weiterentwickeln wird und uns im Alltag unter die Arme greifen kann.

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Simon Schwabe 04.06.2019, 13:24
15. Hilft YouTube wirklich mit Notenverbesserung?

Ich persönlich, beobachte sehr genau was meine Kinder auf YouTube machen und bin somit auch in Kontakt mit solchen Nachhilfe-Videos gekommen. Ich finde die Thematik sehr interessant und bin grundsätzlich nicht gegen so eine Lernmethode, da ich selber erlebt habe wie leicht man Beispielen folgen kann. Zusätzlich finde ich es vorbildlich, dass Kinder versuchen Aufgaben selbst zu lösen und dabei Medienplattformen als Hilfestellung nutzen. Allerdings bin ich nicht komplett von dem Konzept "YouTube-Nachhilfe" überzeugt. YouTube wird halt grundsätzlich als Unterhaltungsformat genutzt und da kann man den Kindern nicht böse sein, wenn Sie mal paar Videos weiter klicken und sich ablenken lassen :) . Also für eine grundsätzliche Notenverbesserung greife ich doch lieber zur klassischen privat Nachhilfe. Falls es jemanden interessiert, ich nutze diese Seite: https://www.tutoria.de/nachhilfe-in/berlin und habe dort eine nette Nachhilfelehrerin gefunden.
Ich bin trotz dessen sehr gespannt wie sich YouTube in Zukunft weiterentwickeln wird und uns im Alltag unter die Arme greifen kann.

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Karla Winterstein 04.06.2019, 13:35
16. Man muss das Lernen auf diesen Plattformen erst lernen

Zitat von Simon Schwabe
Hilft YouTube wirklich mit Notenverbesserung?
Ich kann das nicht aus Sicht von Schülern beurteilen, das ist bei mir aus Altersgründen (über Mitte 60 hinaus) nicht möglich. YouTube ist und war für mich auch nur eine der Kursquellen, weil ich deutlich mehr auf MOOCs gemacht habe.

Es gibt allerdings ein paar Sachen, die aufgrund der Bemerkungen vieler Teilnehmer, Lehrer und Professoren offensichtlich für so ziemlich alle Altersklassen gelten.

1. Ein Lernvideo mit der Laufzeit von 15 bis 20 Minuten entspricht durchaus einer kompletten Schulstunde (45 Minuten), wenn nicht sogar mehr. Es fehlen alle Sprechpausen, alle Diskussionspausen, alle interaktiven Fragestellungen und die Pausen, während derer Schüler oder Studenten selber etwas machen. Aus diesem Grund übernehmen sich anfangs viele dadurch, dass sie zu schnell versuchen viel zu machen. Das führt dann oft dazu, dass frustriert aufgegeben wird. Man sollte langsam an so etwas herangehen, bis man sein eigenes Tempo gefunden hat.

2. Man sollte immer zusätzlich Informationsseiten, wie Wikipedia und zum Thema gehörige spezialisiertere Sites während solch eines Videos geöffnet haben. Da keine direkten Rückfragen möglich sind, muss man bei unklaren Situationen die ergänzenden Informationen selbständig suchen. So etwas kommt oft vor.

3. Ein Problem, welches bei YouTube und ähnlichen frei verfügbaren Plattformen deutlich häufiger besteht, als bei MOOCs, sind herablassende oder sogar bösartig falsche Kommentare zu Fragen, die man dort in den Kommentaren stellt. Diesbezüglich muss man sich ein "dickes Fell" zulegen.

Wenn man sich im Laufe der Zeit an die Arbeitsweise gewöhnt hat, geht das sehr gut. Man muss hat Lernen lernen bezüglich dieser relativ neuen Lernmöglichkeiten.

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Susi64 04.06.2019, 14:06
17. Youtube-Video

Ein Lernvideo hat den Vorteil, dass es teilweise atemberaubende Animationen oder Filme sind, die nicht jeder herstellen kann, die aber einen tiefen Einblick gewähren.
Viele Nachhilfe-Videos sind aber das, was man in der Schule versucht auszurotten, einfach logisch aufgebauter Frontalunterricht mit entsprechenden Erklärungen und Beispielen. Im Unterschied zum Unterricht ist die "Zuseherschaft" aber eben motiviert und konzentriert (oder sie schaltet sehr schnell ab). Der Unterricht findet auf Abruf und nach Bedarf statt.
Schule kann das so aber nicht machen, einfach weil man dann zuwenig vermitteln würde.

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hibbihugo 04.06.2019, 14:32
18.

Das selbständige lernen und recherchieren von Informationen mit Hilfe des Internets war auch zu meiner Schulzeit oft eine große Hilfe.
Ich habe vor 5 Jahren das Abitur abgeschlossen.
Bei mir auf der Schule haben wir ab der 5 Klasse Aufgaben bekommen selbstständig Lerninhalte aus dem Internet uns an zu eignen, natürlich in dem man vorher in der Schule gemeinsam gelernt hat worauf es dabei zu achten gilt. Im Austausch mit Freunden hat sich heraus gestellt das dies auch an anderen Schulen genauso gemacht wird. Natürlich kann so etwas nicht den klassischen Unterricht in der Schule ersetzen aber dennoch war es ein gutes Training um später sich selbst neue Sachen bei zu bringen.

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wauz 04.06.2019, 16:02
19. Nicht nur Jugendliche...

YouTube bietet fantastische Möglichkeiten des Lernens an. Sei es Gitarre spielen, Mathe, Physik, Musiktheorie - einfach mal ein paar beispiele von Dingen, mit denen ich als Teen Probleme hatte. Um es mal krass zu sagen: allein schon, dass man die Sendung mit der maus sich da noch einmal geben kann, sorgt schon für einen Wissenssprung. Für fernsehen habe ich keine Zeit mehr. Lust darauf hatte ich sowieso nie. YouTube rockt und ich gäbe was drum, noch einmal 13 sein zu können. Mit YT würde ich nämlich vieles anders machen.

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