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Studie zu Jobchancen: Forscher sagen Lehrer-Überschuss für 2030 voraus
DPA

Lehrer haben einen sicheren Job, heißt es. Jetzt prognostiziert eine Studie, dass viele im Jahr 2030 gar nicht mehr gebraucht werden. Der Deutsche Lehrerverband ist empört - und widerspricht.

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SilverTi 10.03.2014, 17:02
1. Toll!

Wieder eine Studie, die uns Lehrer in den Schatten schiebt und uns sogar schon prognostiziert, dass wir in 15 Jahren arbeitslos sein werden.
Findet sich denn gar kein gutes Haar mehr an uns Lehrern??
Oder ist das wieder nur eine vorgezogene Maßnahme, um schonmal die angehenden Lehramtsanwärter abzudrosseln, mit NC fleißig auszusortieren, damit die armen Unis nicht immer so viele Studenten betreuen müssen?
Oder ein Grund mehr, den Forderungen der ostdeutschen Lehrer nach etwas mehr Gehalt (die in der Tariftabelle ganz unten stehen!!) gleich gar nicht nachzukommen, mit der Drohung: wehe, ihr verlangt mehr oder wir setzen euch in 15 Jahren vor die Tür?!!

Tja, wer weiß ... Lehrer zu sein in Deutschland ist eben nicht gut... man genießt in der Gesellschaft ohnehin kein gutes Ansehen, ist der Sündenbock/Grund für das Versagen der eigenen Kinder und eh die Niete, die dem Staat zu viel Geld kostet ...
Ich sollte mich wohl damit abfinden und einfach meinen Job weiter machen.

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csar 10.03.2014, 17:12
2. Und im nächsten SPON

Zitat von sysop
Lehrer haben einen sicheren Job, heißt es. Jetzt prognostiziert eine Studie, dass viele im Jahr 2030 gar nicht mehr gebraucht werden. Der Deutsche Lehrerverband ist empört - und widerspricht.
Studie sagt Lehrerüberalterung für 2050 voraus

Und dann

Studie sagt Mangel an erfahrenen Lehrkräften für 2070 voraus

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peter_1974 10.03.2014, 17:24
3.

Zitat von SilverTi
Wieder eine Studie, die uns Lehrer in den Schatten schiebt und uns sogar schon prognostiziert, dass wir in 15 Jahren arbeitslos sein werden. Findet sich denn gar kein gutes Haar mehr an uns Lehrern?? Oder ist das wieder nur eine vorgezogene Maßnahme, um schonmal die angehenden Lehramtsanwärter abzudrosseln, mit NC fleißig auszusortieren, damit die armen Unis nicht immer so viele Studenten betreuen müssen? Oder ein Grund mehr, den Forderungen der ostdeutschen Lehrer nach etwas mehr Gehalt (die in der Tariftabelle ganz unten stehen!!) gleich gar nicht nachzukommen, mit der Drohung: wehe, ihr verlangt mehr oder wir setzen euch in 15 Jahren vor die Tür?!! Tja, wer weiß ... Lehrer zu sein in Deutschland ist eben nicht gut... man genießt in der Gesellschaft ohnehin kein gutes Ansehen, ist der Sündenbock/Grund für das Versagen der eigenen Kinder und eh die Niete, die dem Staat zu viel Geld kostet ... Ich sollte mich wohl damit abfinden und einfach meinen Job weiter machen.
Liegt das unter Umständen an Lehrern, die jeden noch so banalen Mist als Angriff interpretieren und losjammern müssen?

Mal ernsthaft: Da steht nichts anderes als "Schülerzahlen werden sinken, also werden weniger Lehrer gebraucht werden". Nix mit Schuld und Sühne, Mathematik und Logik sind da die Zauberworte.

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Knack5401 10.03.2014, 17:30
4. Lächerlich,

die schaffen es ja nicht einmal den Bedarf für die kommenden 2 Jahre zu kalkulieren. Und evtl. denken diese angeblichen Fachleute mal daran, dass die Formel nicht lauten muss "weniger Schüler weniger Lehrer" sondern im Interesse unserer Kinder auch lauten kann "weniger Schüler bei gleich bleibendem Lehrerstand = bessere Qualität in der Wissensvermittlung".

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d_grat 10.03.2014, 17:46
5.

Zitat von SilverTi
Wieder eine Studie, die uns Lehrer in den Schatten schiebt und uns sogar schon prognostiziert, dass wir in 15 Jahren arbeitslos sein werden. Findet sich denn gar kein gutes Haar mehr an uns Lehrern?? Oder ist das wieder nur eine vorgezogene Maßnahme, um schonmal die angehenden Lehramtsanwärter abzudrosseln, mit NC fleißig auszusortieren, damit die armen Unis nicht immer so viele Studenten betreuen müssen? Oder ein Grund mehr, den Forderungen der ostdeutschen Lehrer nach etwas mehr Gehalt (die in der Tariftabelle ganz unten stehen!!) gleich gar nicht nachzukommen, mit der Drohung: wehe, ihr verlangt mehr oder wir setzen euch in 15 Jahren vor die Tür?!! Tja, wer weiß ... Lehrer zu sein in Deutschland ist eben nicht gut... man genießt in der Gesellschaft ohnehin kein gutes Ansehen, ist der Sündenbock/Grund für das Versagen der eigenen Kinder und eh die Niete, die dem Staat zu viel Geld kostet ... Ich sollte mich wohl damit abfinden und einfach meinen Job weiter machen.
Warum sollten Lehrer im Mittel auch ein gutes Ansehen genießen, wenn Jungs für gleiche Leistungen im Mittel eine Note schlechter bewertet werden als Mädchen. Dann das ständige geheule von zu viel Stress bei 30 h Unterricht und der ganze andere Kram. Lehrer machen überproportional krank und und und ..
Ehrlich gesagt kann ich auch aus meiner Erfahrung sagen(gestehe, das ist subjektiv), dass in meiner Schule die einzig guten Lehrer meistens mit einem Dr. von der Uni kamen.

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neutlant 10.03.2014, 18:00
6. falsche Angabe

"Etwa, weil die Schulen gerade wegen des doppelten Abiturjahrgangs kräftig eingestellt hatten."
So ein Quatsch! Wegen des doppelten Jahrgangs wurden keine neuen Lehrer eingestellt, sondern weniger, denn es gab nicht mehr Schüler, sondern eine Umstellung von G9 auf G8.

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peter_1974 10.03.2014, 18:13
7.

Zitat von d_grat
Warum sollten Lehrer im Mittel auch ein gutes Ansehen genießen, wenn Jungs für gleiche Leistungen im Mittel eine Note schlechter bewertet werden als Mädchen. Dann das ständige geheule von zu viel Stress bei 30 h Unterricht und der ganze andere Kram. Lehrer machen überproportional krank und und und .. Ehrlich gesagt kann ich auch aus meiner Erfahrung sagen(gestehe, das ist subjektiv), dass in meiner Schule die einzig guten Lehrer meistens mit einem Dr. von der Uni kamen.
Ich glaube, das muss man, wie eigentlich alles, einfach differenziert betrachten.
Viele Lehrer geben z.B. ganz offen zu, dass sich "Verhaltensnoten" kaum vermeiden lassen und darunter die Jungs besonders zu leiden haben. Nicht schön, aber menschlich.

Und 30 h Unterricht können schnell viel zu viel sein. Je nach Schule, Fächerkombi, Berufserfahrung und Einsatz kann da noch ein ziemlicher Rattenschwanz mit dran hängen. 30h Unterricht für einen engagierten Berufsanfänger mit Deutsch/Geschichte o.ä. (Laberfach-Kombi) sind da schnell mal >60h effektive Arbeitszeit.
Andere Kombis (Mathe/Sport?) können dagegen ein recht lockeres Leben ermöglichen.

Die Schwierigkeit besteht wie überall darin, die Laberbacken und Dampfplauderer von den fundierten Aussagen zu trennen.

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peter_1974 10.03.2014, 18:25
8.

Zitat von Knack5401
die schaffen es ja nicht einmal den Bedarf für die kommenden 2 Jahre zu kalkulieren. Und evtl. denken diese angeblichen Fachleute mal daran, dass die Formel nicht lauten muss "weniger Schüler weniger Lehrer" sondern im Interesse unserer Kinder auch lauten kann "weniger Schüler bei gleich bleibendem Lehrerstand = bessere Qualität in der Wissensvermittlung".
Ein Trend ist immer einfacher vorher zu sagen, als kurzfristig-spezifische Zahlen. Und die Frage ist doch, ob mehr Lehrer auch gleichzeitig bessere Qualität beddeuten.
Vielleicht wäre "weniger, aber besser ausgebildete und unterstützte Lehrer" ein sinnvoller Weg?
Aber ich fürchte, dafür müsste das Thema sachlich und emotionslos analysiert und diskutiert werden. Die Chancen dafür halte ich allerdings für gering. Zu viel Politiker, Opfer-Lehrer, Hyper-Pädagogen und Über-Eltern.

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cobden27 10.03.2014, 18:30
9. Demographie

Dass weniger Lehrer gebraucht werden, wenn es einfach immer weniger Schüler gibt, das ist nachvollziehbar. Gleichzeitig wirkt die Demographie in die Richtung, dass es immer mehr offene Stellen gibt. Das heißt, es wird für Lehramtsstudenten, die keine Stelle in der Schule finden auch einfacher in anderen Bereichen tätig zu werden.

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