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Studie zu Jobchancen: Forscher sagen Lehrer-Überschuss für 2030 voraus
DPA

Lehrer haben einen sicheren Job, heißt es. Jetzt prognostiziert eine Studie, dass viele im Jahr 2030 gar nicht mehr gebraucht werden. Der Deutsche Lehrerverband ist empört - und widerspricht.

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TLR9 10.03.2014, 20:27
30.

Die Meldung ist mal wieder völliger Mist!

Man kann doch wohl schlecht in den nächsten 16 Jharen die Ausbildung von Lehrern einstellen. Lehramtstudenten könnten durchaus, etwas anderes machen z.B. Staubsauger verkaufen! Kein Witz, sondern bereits Realität!

Einigen Foristen, die meinen, dass Lehrer ein leichtes Leben haben, empfehle ich mal drei Monate als Vertretungslehrer zu arbeiten. Bei der heutigen Erziehung kann eine Schulstunde so stressig, wie eine Testfahrt im Formel 1 Wagen werden. Pädagogik und Didaktik sind das eine. Man muss auch das Feingefühl und die Konsequenz besitzen, Grenzen zu setzen und zu halten.

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TimmThaler 10.03.2014, 20:47
31.

Zitat von elizar
Wow, also das ist Schwachsinn. Man schreibt ne Schulaufgabe/Klassenarbeit, und dann kriegt man die Note die man verdient.
Wow, wo waren Sie an der Schule?

Erstens gibt es zu diesem Sachverhalt - Jungen werden durchschnittlich schlechter benotet als Mädchen bei gleichen Leistungen - mindestens eine Studie, die das bestätigt.

Zweitens ist es vielleicht in Mathe und Physik* schwerer, in "schöngeistigen" Fächern aber durchaus üblich, nach "Nase" zu bewerten. Das hat ja wohl jeder in seiner Schulzeit mal erlebt. Na gut, Sie vielleicht nicht.

*) Wenn auch nicht unmöglich: Im Studium bekam ich auf ein Physik-Protokoll eine 0,7. Das hat dem Prof so gut gefallen, dass er es hat kopieren lassen. Dabei aber das Deckblatt vertauscht, so dass er das originale Deckblatt behielt. 3 Wochen drauf bekomme ich das gleiche Protokoll nochmal benotet zurück: mit einer 1,5. Da beides meinem Notenschnitt sehr zuträglich war, habe ich keinen Einspruch erhoben. ;-)

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knowit 10.03.2014, 20:49
32. Den Beamtenstatus

schlicht und ergreifend abschaffen, dann müssen sich alle Arbeitnehmer dem Prinzip des Angebots und Nachfrage sowie dem Leistungsprinzip in gleicher Weise stellen.

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elnuam 10.03.2014, 20:57
33. Meinung @ d_grat

Es ist immer wieder auffällig, wie viele Leute glauben, sie wüssten über den Lehrberuf bescheid, weil sie selbst einmal Schüler waren oder Kinder in der Schule haben. Wenn ich beispielweise in einer Bank vorstellig werde, um etwa eine Dienstleistung in Anspruch zu nehmen, bilde ich mir nicht ein, den Beruf aus dem FF zu kennen, obwohl ich seit meiner Jugend ein Girokonto führe und täglich Kontoführung betreibe. Immer wieder interessant. Allein schon die Aussage, dass Lehrer 30h/W arbeiten würden ist entlarvend unwissend. Zunächst unterscheiden sich Unterrichtsstundenzahlen im Lehrerberuf abhängig von der Schulform. Viel wichtiger aber: Lehrer schlagen nach Ende des Schulunterrichts nicht die Kladden zu und legen die Beine hoch. Es gilt Unterricht vor- und nachzubereiten, Elterngespräche zu führen, einiges an Schriftwesen ist zudem obligatorisch und sehr zeitaufwenig - da kommt der ganz überwiegende Schnitt der Lehrer auf über 50 Stunden die Woche. Also Herr "d_grat", sie können ihre Meinung gerne vertreten, ich hoffe aber, dass sie ihre Hausaufgaben bei den Wahlen besser machen.

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mimak 10.03.2014, 21:00
34. Auch dieses Lied ist 30 Jahre alt

Eine Karikatur kursierte damals, auf der ein Lehrer vor einer unübersehbaren Schülermenge stand: "Ihr seid also der Pillenknick, ich bin die Lehrerschwemme" war die Bildunterschrift.

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Publius Aelius Hadrianus 10.03.2014, 21:29
35. Wahrsagerei

von aller feinsten. Bis ins Jahr 2030 werden noch 16 Jahre vergehen. Diese Art von Statistiken kann man an sich gar nicht verwenden, da sie immer mit Sätzen, wie "angenommen, dass", bei einer Entwicklung von xy %" arbeiten. Nur leider funktioniert das nicht so einfach.
Und das ein Mangel an Naturwissenschaftlichen Lehrern besteht ist ja an sich nichts neues. Das ist heute genauso.
Nach dieser Statistik, sollte es ja dann zumindest in diesem Bereich kein Lehrermangel mehr geben, da auf wenige Lehrer in diesem Bereich auch immer weniger Schüler kommen.
Überfluss herrscht wie immer in Sprachlichen und Geistewissenschaftlichen Fächern. Aber das weiß ja mittlerweile auch jeder.

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hagenlichtendorf 10.03.2014, 21:38
36. woher

300.000 Lehrer zuviel. Das ist lustig. Wo sollen die denn herkommen?

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discipulus_neu 10.03.2014, 21:44
37. !

Zitat von mimak
Eine Karikatur kursierte damals, auf der ein Lehrer vor einer unübersehbaren Schülermenge stand: "Ihr seid also der Pillenknick, ich bin die Lehrerschwemme" war die Bildunterschrift.
"Zuerst den Schülerberg untertunneln, dann das Lehrertal überbrücken!" (Kultusministerkonferenz, aus den 70ern des 20. Jahrhunderts.)

Zur zitierten Bildungs-"Ökonomin" Prof. Dr. Kerstin Schneider, Gesamthochschule Wuppertal:

http://schneider.wiwi.uni-wuppertal.de/

"School of Business an Economics", da fehlen nur noch die "Studien" der bekannten Stiftung aus Gütersloh!

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discipulus_neu 10.03.2014, 21:59
38. !

Zitat von allesamt
... und jeder darf hier jeden als Idiot bezeichnen??? Was sind Sie denn?
Vermutlich Schulforscher oder Bildungsexperte und Lehrstuhlinhaber an den einschlägig bekannten Gesamthochschulen, bevorzugt aus N**?

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ml252 10.03.2014, 22:18
39.

Solchen Prognosen sollte man nicht unbedingt trauen. Mir hat man zu Beginn meines Studiums prophezeit, dass das Lehramtsstudium Deutsch, Geschichte, Sozialkunde sicher in die Arbeitslosigkeit führen werde. Mittlerweile leite ich eine Fachschaft und bin auf Lebenszeit verbeamtet. Vor ca. 7 Jahren wurden unsere Schüler vom Ministerium aufgefordert, Lehramt zu studieren, da der Bedarf so hoch sei. Drei Jahre später waren die Wartelisten weitgehend leer und da die vorher angeworbenen Schüler mit dem Studium noch nicht fertig waren, die freien Stellen mit Quereinsteigern besetzt. Dadurch sind die damals angeworbenen Studienanfänger jetzt arbeitslos oder bekommen nur befristete Teilzeitverträge.
Und zum Image des Berufs: über die Minderleister, die es natürlich gibt, wird viel geredet, aber dass ein Lehrer seine Arbeit gut macht, wird als selbstverständlich hingenommen.
Ich lasse mir davon den Spaß an meinem Beruf aber nicht verderben. Stressphasen gibt es zwar oft, aber das wird durch eher entspannte Phasen auch wieder ausgeglichen. Die Arbeit mit den Schülern macht mir Spaß und auch Klassenfahrten mache ich gerne. Das Gejammer über die hohe Belastung ist meiner Meinung nach Hohn für die jungen Kollegen, die ihre Arbeit derzeit oft überdurchschnittlich engagiert machen und trotzdem kaum Chancen auf eine Planstelle haben.

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