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Studie zum Analphabetismus: Millionen Menschen schaffen die Schule, ohne richtig lese
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6,2 Millionen Erwachsene haben Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben. Trotzdem haben die meisten einen Schulabschluss und einen Job. Was die neue "LEO"-Studie noch über funktionale Analphabeten verrät.

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ford_mustang 07.05.2019, 20:26
30. Wie kann es denn sein, ...

dass jemand der nicht richtig Lesen und Schreiben kann durch die Schule kommt? Da wird dann wohl einfach eine schlechte Note vergeben und Ende. Schade, dass hier keiner der Pädagogen mal seinen Beruf ernst nimmt und sich mal um einen auffälligen Schüler kümmert. Wem so etwas nicht auffällt, sollte mal in sich gehen und einen anderen Beruf ergreifen. Standardausrede:"Da muss das Elternhaus sich aber auch mehr aktivieren.". Wir reden hier allerdings nicht von der Sahnehaube, sondern von den Basics. Lehrer ist der einzige Job in dem kein Leistungs- oder Qualitätsnachweis gebracht werden muss.

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SnapStall 08.05.2019, 06:53
31. @ford_mustang

Bitte setzen Sie sich doch mit der Sache auseinander, bevor SIe billiges Bashing betreiben. Die Analphabeten mit Schulabschluss haben diesen offenbar in ihrer Muttersprache erworben und haben nicht genügend gelernt, DEUTSCH zu lesen und zu schreiben. Das deutsche Schulwesen hat mit diesem gesellschaftlichen Problem gar nichts zu tun. Wenn Sie Vorurteile gegen Lehrer haben (woher eigentlich?), können Sie diese SO jedenfalls nicht begründen.

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Hirschkuh 48 08.05.2019, 12:21
32. Dass Kinder nicht mehr schreiben , sondern tippen... naja

Trotzdem müssen sie die Buchstaben kennen. Wie besteht man eine schriftliche Abiturprüfung ohne die Aufgabe lesen zu können und wie schreibt man seine Antwort? Je nach Fach so eine Sache, wenn es auch noch auf Ausdruck und Stil in der Sprache ankommt. Abgesehen davon, muss man ein Gedächtniswunder sein um nach dem Abi auch noch das Studium zu absolvieren. Sorry - kein Wunder, dass die Abi -Prüfung immer leichter wird. Irgendwie müssen die früheren Hauptschüler ja auch noch durchkommen.

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egonv 08.05.2019, 14:28
33.

Alle LeserInnen hier sollten sich bewusst sein, dass es hier nicht um Rechtschreibung oder Grammatik geht. Es geht letztlich um Texverständnis. Das könnte man klassisch überprüfen, wenn man jemandem einen Text gibt mit der Aufgabe "Fassen Sie die Kernaussagen des Textes in eigenen Worten zusammen."
Ein sehr übliche Aufgabe in nahezu allen Prüfungen und Fächern der gymnasialen Oberstufe. Die Schwierigkeit variiert mit der Schwierigkeit des Textes. Man denke an eine Textquelle aus dem 17. Jahrhundert etc.
Jetzt ist die Frage: Welche Schwierigkeit wird in den Studien verwendet? Ein Text aus dem Deutschunterricht 8. Klasse Hauptschule? Ohne diese Angabe sind die Ergebnisse nichts wert. Ich sehe das jeden Tag: Texte auf dem Niveau eines Spiegel-Artikel können höchstens 20% zu Beginn der 11. Klasse zusammenfassen, geschweige denn verstehen. Diese 20% sind typische 1,xx Kandidaten im Abitur. Alle anderen lernen das sehr mühsam bis zum Abitur, zumeist mehr schlecht als recht.
Niemand kann mir erzählen, dass ein durchschnittlicher Haupt- oder Realschulabsolvent ein annehmbares Textverständnis besitzt. Die Quote der funktionalen Analphabeten ist deutlich höher, würde man die Anforderungen so stellen, dass man die Menschen tatsächlich als mündige Bürger sehen möchte.
Nein, das ist nur zweitrangig ein Versagen der Schule. Der größte Einfluss liegt im Elternhaus bzw. in der eigenen Motivation, zu viele geben sich damit zufrieden Texte nur ungefähr zu verstehen und schnell mal zu sagen: Das ist viel zu schwer, dass kann man nicht verstehen.

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