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Studie zum verkürzten Gymnasium: Turbo-Abiturienten lernen besser
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Was bringt das schnelle Abitur nach der 12. Klasse? Eine neue Studie zeigt: Hamburger Schüler schaffen nach acht Jahren Gymnasium bessere Leistungen als nach neun. Die Ergebnisse bestärken die Verfechter von G8 und stellen Versuche in Frage, die umstrittene Reform aufzuweichen.

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by_the_way 27.11.2012, 13:33
90. G8? Nein danke

Zitat von sysop
Was bringt das schnelle Abitur nach der 12. Klasse? Eine neue Studie zeigt: Hamburger Schüler schaffen nach acht Jahren Gymnasium bessere Leistungen als nach neun. Die Ergebnisse bestärken die Verfechter von G8 und stellen Versuche in Frage, die umstrittene Reform aufzuweichen.
Wir haben uns mit unserem Junior für ein G9-Gymnasium entschieden.
Das G8 wurde eingeführt, weil die Wirtschaft (und der Finanzminister) es so wollten, und in dieses Hamsterrad kommen die Kids früh genug noch.

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derpublizist 27.11.2012, 13:36
91. Fagwürdiges Ergebnis

Zitat von sysop
Was bringt das schnelle Abitur nach der 12. Klasse? Eine neue Studie zeigt: Hamburger Schüler schaffen nach acht Jahren Gymnasium bessere Leistungen als nach neun. Die Ergebnisse bestärken die Verfechter von G8 und stellen Versuche in Frage, die umstrittene Reform aufzuweichen.
Nach 34 Schuldienst und Uni-Lehrauftrag habe ich große Zweifel an Studienergebnissen, die von denen in Auftrag gegebenm wurden, die am Ende ihren eingeschlagenen Weg bestätigt wissen wollen. Eines steht fest: Die Abiturienten lernen nicht besser. Sie müssen schneller lernen. Bulemielernen bereits am Gymnasium: Schnell aufnehmen und schnell alles wieder auskotzen! Das setzt sich dann im FH- und Uni-Studium fort. Immer mehr in immer weniger Zeit. Tempo-Wahnsinn ohne Sinn...

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wothomas1501 27.11.2012, 13:37
92. Verbaute Jugend

Ist schon jemanden aufgefallen, dass eigentlich niemand mehr diese G8-Reform haben möchte außer den Bildungspolitikern, die es nicht hinkriegen, einen schweren Fehler einzusehen? Die Wirtschaft hat längst geschnallt, dass ein Bachelor mit 22 inkl. Turbo-Abi und -Studium dramatisch schlechter ausgebildet ist als früher ein Diplomand mit 24. Früher war das deutsche Bildungssystem vor allem im gehobenen Bereich (Abi/Studium) mal weltweit geachtet. Auszubildende im Dualen System waren in vielerlei Hinsicht einem angelsächsischen Bachelor überlegen. Aber nein, aus purer Harmonisierungssucht hat man sich auf den ach so tollen internationalen Standard abgesenkt, damit wir im prozentualen Anteil hinsichtlich Studienabsolventen eines Jahrgangs gleichziehen. Ist ja kein Problem, man muss nur den Standard weit genug nach unten ziehen.
Das tolle an unserem Bildungssystem ist: wenn erstmal eine Veränderung durchgedrückt wurde, wird sie mit Zähnen und Klauen verteidigt. Kinder/Jugendliche haben keine Zeit mehr für Sport, Musik, sich selbst kennenlernen, reifen, einfach mal abhängen und Spass haben.
Und das Argument "Gesamtschule geht doch noch in 9 Jahren" ist auch keines: warum soll ich gerade die leistungsstärksten Schüler eines Jahrgangs am meisten gängeln und unterm Strich weniger/schlechter ausbilden als vorher? Also: aufwachen, gebt uns G9 auf Gymnasien zurück und schafft möglichst den Bachelor gleich mit ab.

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Tubus 27.11.2012, 13:37
93. Kreativität

Zitat von starkebaerin
Ich fand es schon immer problematisch wenn Volljährige noch zur Schule gehen. Das passt nicht zusammen.
Zustimmung! Es ist nicht einzusehen, warum man beim Bolognaprozess mit aller Gewalt versucht Studiengänge zu harmonisieren, während man gleichzeitig bei der Schulbildung Extrawürste brät. Übrigens, sind Wessis denn tatsächlich soviel blöder als die Ossis, wo G8 keine Probleme macht? Junge Studienabsolventen sind mit ihrer größerenKreativität ein Gewinn für die Gesellschaft. Immerhin hatte Einstein, die Grundzüge der Relativitätstheorie bereits mit 18 entwickelt.

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shemesh 27.11.2012, 13:37
94. Eigenständiges Denken

Als Professorin für Europäische Ethnologie kann ich den Unterschied zwischen G8 und G9 Studierenden täglich in meinen Lehrveranstaltungen beobachten. Studiernde, die G8 durchlaufen haben, tun sich im Vergleich zu Studierenden mit G9 idR recht schwer mit eigenständigem, kritischen Denken. Meiner Erfahrung nach bleibt im Rahmen von G8 zu wenig Zeit, grundlegende Kompetenzen auszubilden in Bezug auf die eigenständige Erarbeitung und die kritische Reflexion von Themen. Viele G8 Studierende kommen mit einem Tunnelblick von der Schule an die Universität, den sie dort auch nicht mehr ablegen (daran ist z.T. auch Bologna schuld), eine ihrer
meistgestellten Fragen lautet "Ist das prüfungsrelevant?" Außeruniversitäres und hochschulpolitisches Engagement findet bei den meisten nur noch statt, wenn es sich für den Lebenslauf gut macht. Es geht in der schulischen Bildungsphase viel verloren, was wir an den Universtäten nicht mehr kompensieren können, weil heutige Schüler einseitig im "Schneller, schneller"-Modus konditioniert werden, und ihnen eingeredet wird, dass das schnelle Absolvieren der einzelnen Ausbildungschritte DAS zentrale Qualitätskriterium ist.
Schade!

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by_the_way 27.11.2012, 13:39
95. na herzlichen Glückwunsch

Zitat von scarlet
Och, die armen Süddeutschen G8ler sind ja so gestresst. Nichts für ungut, aber vielleicht ist es naturgegeben, dass nicht jeder die natürlichen Voraussetzungen hat, um ein Abitur ablegen zu können. Ich hab mein Abi in 12 Schuljahren gemacht (Sachsen), sofort studiert und mit 23 meinen Dipl. Ing. inkl. Auslandssemester. Mein Freund kommt aus BaWü, 13 Jahre Abi, 1 Jahr .......
zu ihrem straighten Weg ins Erwerbsleben.
Also uns als G9-Eltern stört es wenig, ob wir das Kind noch ein Jahr länger durchfüttern müssen und ich denke, so geht es allen G9-Eltern.

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ukubi 27.11.2012, 13:39
96. Mathematik in Hamburg

Gerade in Hamburg gilt: 100% Steigerung auf Niveau null ist immer noch null. Wenn beim "anspruchsvollen" Gymnasium Sophie-Barat 50% der Schüler unter 2,1 Abitur machen, dann sagt das doch alles über den Anspruch in der Hansestadt.

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rimaldo 27.11.2012, 13:41
97. Hängt davon ab

Zitat von johnbatz
Ist das Abitur dort nicht sowieso das einfachste? Und jetzt hat man festgestellt, dass das Hamburger Minimalabitur auch in 8 Jahren zu schaffen ist.
Ich kenne keine Schüler, die sowohl in Sachsen als auch Hamburg Abitur gemacht haben...ich glaube viele Dorfkinder wären einfach mit den Gegebenheiten an Hamburger Schulen überfordert, die sich in der Oberpfalz ungestört auf das Lernen konzentrieren können. Zumindest sind die Arbeitnehmer in Hamburg wesentlich produktiver.

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by_the_way 27.11.2012, 13:41
98. neee,nee

Zitat von ifthetruthbeknown
im Osten gabs schon immer G8, nur weils im Westen noch n Jahr Schauspielunterricht und derlei Späße gab, dauerte es dort länger - G8 reicht völlig aus, manch einer hängt dann mit 20 noch in der Schule in dem alten System
Bei uns gab es G8, weil wir ziemlich lange auch Samstags zur Schule rannten. :-)

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mitchomitch 27.11.2012, 13:42
99. Leistung, Leistung, Leistung

Wenn man allein vom Leistungsgedanken ausgeht, mag das alles ja richtig sein. Jedoch sollten bei der Entscheidung auch andere Faktoren berücksichtigt werden, zum Beispiel der Stressfaktor und das Kindeswohl bzw. Wohl der Jugendlichen. Immerhin regen wir hier über Menschen und nicht über Arbeitstiere.

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