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Studienanfänger: Mehr als eine halbe Million Erstsemester schreiben sich ein
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Mehr als eine halbe Million Erstsemester haben sich 2013 ein Studium begonnen. Etwas mehr als im Vorjahr, aber deutlich weniger als im Rekordjahr 2011. Die Statistiker erwarten, dass der Zenit bei den Einschreibungen erreicht ist.

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smartphone 26.11.2013, 11:46
1. Und dann....

......das ist angesichts DER Fachkräftemangel eine der Fragen schlechthin . Wir müssen uns mal eindeutig im klaren sein, das recht viele nie (!) einen adäquaten Job finden werden . Solche Wahrheiten werden gezielt ausgeblendet , weil die Industrie nur an Rohware interessiert ist , die - Dank des Überangebots - mit Glück über dem Mindestlohn effektiv "anschaffen" geht. übrigens noch dies . Die logische Konsequenz ist, daß trotz Hochqualifikation beim Anmeldem beim AloAmt man/frau ruckzuck als Ungelernte geführt wird ( Sie lesen richtig ) --- somit bekommen wir die "Spitzenkräfte" fürs gardening bzw Altenschubsen ...

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innkeeper3 26.11.2013, 12:15
2. Und Absolventen?

Das Problem ist doch,daß ein großer Teil der Studierenden niemals einen Abschluß macht.Wir sollten uns deshalb nicht an der großen Zahl der Erstsemester berauschen, sondern auch einmal hinterfragen, wie erfolgreich die Studenten hinsichtlich eines Abschlusses ihres Studiums sind, das schließlich mangels Studiengebühren die Gesellschaft eine Menge Geld kostet.

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01099 26.11.2013, 12:36
3. Die Elite schafft sich ab.

Der Charakter von "Elite" zeichnet sich doch dadurch aus, dass es eben wenige sind. Je mehr Menschen also zu dieser Gruppe gehören, desto weniger behält diese Prämisse Gültigkeit. Eigentlich eine schöne Entwicklung. Was das aber für die Löhne und Chancen der Absolventen bedeutet, kann man sich denken.
Die meisten Studenten haben sich sicher aus reiner Angst eingeschrieben. Der Angst, keinen Ausbildungsplatz zu finden bzw. im erlernten Beruf nicht adäquat bezahlt zu werden; ergo keine Rente zu erwirtschaften. Das ist nachvollziehbar, wird aber nicht zum erhofften Ausweg führen. Siehe oben.

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renee gelduin 26.11.2013, 13:13
4. optional

Bei uns hieße es "schauen Sie nach links, schauen Sie nach rechts"... 8 von 10 schaffen es nicht. Prüfungen mit Durchfallquote von 80% waren alles, nur keine Seltenheit. An vielen Universitäten gab es zudem keine oder nur bedingt eine zweite Wiederholung.

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schwarzes_lamm 26.11.2013, 13:15
5.

Zitat von sysop
Mehr als eine halbe Million Erstsemester haben sich 2013 ein Studium begonnen. Etwas mehr als im Vorjahr, aber deutlich weniger als im Rekordjahr 2011. Die Statistiker erwarten, dass der Zenit bei den Einschreibungen erreicht ist.
Ich versuche, seit sechs Wochen einen Termin von einer ansässigen Zimmerman-Firma für Holzarbeiten an der Aussenfassade zu bekommen.
Ohne Erfolg, da die Auftragsbücher bis zum Anschlag voll sind und sich keine Azubis finden lassen, die solchen Beruf ausüben wollen, um mittelfristig die Auftragslage abzufedern.- obwohl man - langfristig gesehen - ein gutes Einkommen haben kann.
Da stellt sich unwillkürlich die Frage, welchen Sinn die unzähligen Sozialökologen, Sozialpsychologen oder Sozialanthropologen machen, wenn es keine Zimmerleute gibt.
Idiocracy.

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stefansaa 26.11.2013, 13:30
6.

Zitat von schwarzes_lamm
Ich versuche, seit sechs Wochen einen Termin von einer ansässigen Zimmerman-Firma für Holzarbeiten an der Aussenfassade zu bekommen. Ohne Erfolg, da die Auftragsbücher bis zum Anschlag voll sind und sich keine Azubis finden lassen, die solchen Beruf ausüben wollen, um mittelfristig die Auftragslage abzufedern.- obwohl man - langfristig gesehen - ein gutes Einkommen haben kann. Da stellt sich unwillkürlich die Frage, welchen Sinn die unzähligen Sozialökologen, Sozialpsychologen oder Sozialanthropologen machen, wenn es keine Zimmerleute gibt. Idiocracy.
Schauen Sie sich doch mal die Medien an. Welches Bild herrscht dort vom gemeinen Handwerker?

- Handwerker saufen den ganzen Tag
- Handwerker zocken nur ab
- Handwerker arbeiten am liebsten Schwarz
- Obwohl Handwerker am liebsten Schwarz arbeiten, sind sie trotzdem sau teuer

Das Dilemma: Was verdient ein Handwerker? Schauen Sie sich mal die Azubi Gehälter und dann die Gesellengehälter mal an. Wenn dann doch mal die Auftragslage schlecht ist, wird man entlassen oder hat einfach kein Einkommen.

Da ist es schon deutlich besser wenn man 3 Jahre studiert und sich dann ins Büro beim Großkonzern setzt. Am besten noch Tarifvertrag und schon erwischt man sich, wie man auf den bösen Handwerker schimpft.

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tdmdft 26.11.2013, 13:32
7. Betreuung an der Uni wird schlechter.

Denn die Unis sind nicht mit mehr Geld ausgestattet. Die Professorenzahl ist nahezu konstant und die Hochschulpaktmittel des Bundes kompensieren gerade den Kaufkraftverlust durch gestiegene Löhne und Energiekosten. An einigen Unis sind die Studi Zahlen in 5 Jahren um 40% Gestiegen. Jedem ist klar, das die Ausbildungsqualität in Massenfächern sinken muss. Auch stellt sich die Frage, wer in Zukunft unsere Häuser und Straßen baut. Nur Häuptlinge und keine Indianer mehr?

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Na Sigoreng 26.11.2013, 13:45
8. Vollkommen richtig ....

Zitat von smartphone
......das ist angesichts DER Fachkräftemangel eine der Fragen schlechthin . Wir müssen uns mal eindeutig im klaren sein, das recht viele nie (!) einen adäquaten Job finden werden . Solche Wahrheiten werden gezielt ausgeblendet , weil die Industrie nur an Rohware interessiert ist , die - Dank des Überangebots - mit Glück über dem Mindestlohn effektiv "anschaffen" geht. übrigens noch dies . Die logische Konsequenz ist, daß trotz Hochqualifikation beim Anmeldem beim AloAmt man/frau ruckzuck als Ungelernte geführt wird ( Sie lesen richtig ) --- somit bekommen wir die "Spitzenkräfte" fürs gardening bzw Altenschubsen ...
... und eine Sauerei!
Man merkt es ja schon während des Studiums, die lieben Studierenden sollen während ihrer Studienzeit Praktika absolvieren, diese aber werden seitens der Industrie nur extrem zurückhaltend vergeben!
Hochmotivierte Studenten arbeiten dann gratis (!) 9 - 10 Stunden täglich in irgendeinem "Krümelladen", damit sie die geforderten Scheine zusammen bekommen.

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stefansaa 26.11.2013, 13:48
9.

Zitat von tdmdft
Denn die Unis sind nicht mit mehr Geld ausgestattet. Die Professorenzahl ist nahezu konstant und die Hochschulpaktmittel des Bundes kompensieren gerade den Kaufkraftverlust durch gestiegene Löhne und Energiekosten. An einigen Unis sind die Studi Zahlen in 5 Jahren um 40% Gestiegen. Jedem ist klar, das die Ausbildungsqualität in Massenfächern sinken muss. Auch stellt sich die Frage, wer in Zukunft unsere Häuser und Straßen baut. Nur Häuptlinge und keine Indianer mehr?
Das heisst aber auch, dass die Unis 40% mehr Semesterbeiträge erhalten.

Meiner Einschätzung nach haben die eine große Schuld am Studierwahnsinn. Denn jeder der nicht studiert hat, ist ja nur ein Assi und nichts wert. Einstiegsgehälter für jeden Jenseits der 40k € Marke für studierte und für Facharbeiter? Aufstocken! Sich dann aber wundern, warum es keine Fachkräfte mehr gibt....

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