Forum: Leben und Lernen
Studienbeginn des Uni-Losers: Raus aus dem Panzer, ab ins Lazarett
SPIEGEL ONLINE

Uni-Loser Felix Dachsel hat sein Studium begonnen und sitzt bei der Immatrikulationsfeier inmitten der Alterskohorte von Justin Bieber. Er fühlt sich zurückversetzt in seine Schulzeit, schreibt sich das Credit-Punkte-Ziel in die Handfläche - und erwägt ernsthaft, erwachsen zu werden.

Seite 2 von 4
robln 31.10.2013, 12:48
10. Kommentare 1-5: Überflüssig!

+ Felix ist ein cooler Name

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mm71 31.10.2013, 12:57
11.

Zitat von LorenzSTR
kreuzbraven
Gehen Sie mal an die Uni, im maßgeschneiderten Dreiteiler und erklären Sie, dass Sie Ihren Müll nicht sortieren. Sie werden lernen, was "kreuzbrav" heutzutage heisst.

Das hier beschriebene Ge(s)eier ist doch nicht ungewöhnlich, sondern typisch: So tun als ob, ach-so-cool, aber trotzdem alles fake. Super.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hdwinkel 31.10.2013, 13:09
12. Neoliberal

Zitat von LorenzSTR
Was wollen Sie eigentlich alle? Ich finde das wesentlich erfrischender als das ewige MINT-Gefasel oder die Aufsteigerträume irgendwelcher BWL- und Jura-Studierenden. Und von Ihren dämlichen Steuern zahlen Sie noch ganz andere Sachen, etwa die Tiefgaragen unsinniger Privatunis oder die Forschungsarbeit der ererbten Geldquelle von Frau Klatten. Diese Reihe ist eine Persiflage auf die kreuzbraven, karrieregeilen Schüler und Studierenden neoliberaler Machart - die "harten Fakten" dazu können Sie in etlichen Studien recherchieren.
Was bitte hat eine Ode an die Faulheit damit zu tun, neoliberale Studierende zu persiflieren? Das ist doch wohl eine plumpe Ausrede. Faulheit war noch nie eine Tugend, in keiner Gesellschaft, nicht nur unter Spießbürgern.
Ich behaupte ja nicht, daß es nur noch MINT Fächer geben sollte, aber mir geht dieses 'In Mathe war ich auch immer schlecht' Eingeschleime ziemlich auf den Senkel.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jruhe 31.10.2013, 13:16
13. Alles Fake

Felix Dachsel hat bereits eine Ausbildung an der renommierten Henri-Nannen Journalistenschule absolviert. Außerdem ist er Redakteur der TAZ.

Schon ein Unding, das diese Artikelserie so tut, als ob die Zukunft des Autors von diesem Studium abhinge.

jruhe

Beitrag melden Antworten / Zitieren
titoandres 31.10.2013, 13:32
14. @alle, die sich über Studenten aufregen

Nicht jeder Student vergeudet die gesellschaftlichen Möglichkeiten. Meun kleiner Bruder studiert jetzt im dritten Semester Philosophie und Mathematik. Er jobbt an drei Tagen und an allen anderen Tagen verlässt er die Wohnung um 9 Uhr und kommt um 23 Uhr zurück. Lehrveranstaltungen, Mensa und Bibliothek. Bitte nicht an einem provokativen Beispiel überhaupt die da Daseinsberechtigung von Universitäten und Studenten infrage stellen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
LorenzSTR 31.10.2013, 13:38
15. @hdwinkel

Im alten Griechenland, der Wiege der Zivilisation, hat man sich zum Denken wochenlang faul in Tempel zurückgezogen. Denken ist heute aber kaum mehr gefragt, dafür stupides Auswendiglernen, Punkte zählen, Show abziehen. Neoliberale "Bildungspolitik" eben. Die Kritik an dem Umstand, dass der Autor in Wahrheit längst im Medienbetrieb angekommen ist und aus recht privilegierten Verhältnissen stammt, kann ich allerdings nachvollziehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mm71 31.10.2013, 13:47
16.

Zitat von LorenzSTR
IShow abziehen. Neoliberale "Bildungspolitik" eben.
"Show abziehen" trifft es sehr gut, nur ob ein angeblicher Langzeit-Student, der in Wirklichkeit TAZ-Redakteur mit abgeschlossenem Studium ist, wirklich als "neoliberal" durchgeht. Na ja, er lügt für Geld - passt wohl schon, Michael Moore für Arme...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
psychologiestudent 31.10.2013, 14:09
17. @ alle die sich über "fake" aufregen

Zitat von mm71
"Show abziehen" trifft es sehr gut, nur ob ein angeblicher Langzeit-Student, der in Wirklichkeit TAZ-Redakteur mit abgeschlossenem Studium ist, wirklich als "neoliberal" durchgeht. Na ja, er lügt für Geld - passt wohl schon, Michael Moore für Arme...
Der gute Mann hat eine Ausbildung zum Journalisten, das ist kein Studium. Er hat sein Studium abgebrochen. Insofern: nix Lüge.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hans.jo 31.10.2013, 14:37
18.

Zitat von titoandres
Nicht jeder Student vergeudet die gesellschaftlichen Möglichkeiten. Meun kleiner Bruder studiert jetzt im dritten Semester Philosophie und Mathematik. Er jobbt an drei Tagen und an allen anderen Tagen verlässt er die Wohnung um 9 Uhr und kommt um 23 Uhr zurück. Lehrveranstaltungen, Mensa und Bibliothek.
Es scheint mir so, als sei es eher Ihr Bruder, der seine gesellschaftlichen Möglichkeiten vergeudet. Denn ein Leben was ausschließlich aus Studieren und Arbeiten besteht ist wohl kaum eine Ausschöpfung dessen was möglich wäre.

Heutzutage soll alles immer schneller gehen, alle immer früher fertig werden. Abitur um ein Jahr verkürzt, Studium gestrafft und durchorganisiert, kaum noch Zeit für persönliche Entwicklung. Am Ende kommen dann die bekannten menschlich verarmten Roboter bei raus, die vor allen den Wünschen der Arbeitgeber entsprechen.

Menschen sich Zeit geben sich zu entfalten, sich über ihre Ziele und ihr Leben überhaupt klarzuwerden, das ist verpönt und wird verachtet. Und so enden nicht wenige in einem Gefängnis das ihnen zwar nicht gefällt, aber aus dem sie halt auch nicht mehr so einfach rauskommen. Kein Wunder dass Depressionen auf dem Vormarsch sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Arne Karl 31.10.2013, 14:54
19. Die innere Wahrheit

Die Anzahl der Personen die nichts können und/oder nichts wollen scheint mir immer mehr zuzunehmen. Danke für die Innenansicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 4