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Studienfinanzierung: Arm, ärmer, Bafög
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In diesem Jahr steigt das Bafög - zum Leben reicht es trotzdem oft nicht. Und viele Studierende erhalten keine Förderung, obwohl sie einen Anspruch hätten. Was jungen Menschen in der Ausbildung wirklich helfen würde.

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Stefan12345678 24.01.2019, 14:18
100.

Genau so wie Sie Ihre ersten 4 Semester beschrieben haben, sollte man das auch mal machen. Über 2 Jahre geht das, ist meine Meinung, von mir aus auch bis zu 4 Jahre. Schließlich studiert man man um anschließend einen gut bezahlten Job zu erhalten. Und da wird man in der Regel auch nicht von 9 - 18 Uhr arbeiten, sondern eher länger (außer man schafft es in einen Konzern). Ich habe das Gefühl, dass Sie schon im Leben stehen, mich würde jetzt interessieren, ob Sie mit 900 - 1000 Euro im Monat ausgekommen sind/ wären, zumindest in den 4 stressigen Semestern?

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Stefan12345678 24.01.2019, 14:18
101.

Genau so wie Sie Ihre ersten 4 Semester beschrieben haben, sollte man das auch mal machen. Über 2 Jahre geht das, ist meine Meinung, von mir aus auch bis zu 4 Jahre. Schließlich studiert man man um anschließend einen gut bezahlten Job zu erhalten. Und da wird man in der Regel auch nicht von 9 - 18 Uhr arbeiten, sondern eher länger (außer man schafft es in einen Konzern). Ich habe das Gefühl, dass Sie schon im Leben stehen, mich würde jetzt interessieren, ob Sie mit 900 - 1000 Euro im Monat ausgekommen sind/ wären, zumindest in den 4 stressigen Semestern?

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Stefan12345678 24.01.2019, 14:19
102. @cleo345 #98

Genau so wie Sie Ihre ersten 4 Semester beschrieben haben, sollte man das auch mal machen. Über 2 Jahre geht das, ist meine Meinung, von mir aus auch bis zu 4 Jahre. Schließlich studiert man man um anschließend einen gut bezahlten Job zu erhalten. Und da wird man in der Regel auch nicht von 9 - 18 Uhr arbeiten, sondern eher länger (außer man schafft es in einen Konzern). Ich habe das Gefühl, dass Sie schon im Leben stehen, mich würde jetzt interessieren, ob Sie mit 900 - 1000 Euro im Monat ausgekommen sind/ wären, zumindest in den 4 stressigen Semestern?

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cleo345 24.01.2019, 15:08
103.

Zitat von Stefan12345678
Genau so wie Sie Ihre ersten 4 Semester beschrieben haben, sollte man das auch mal machen. Über 2 Jahre geht das, ist meine Meinung, von mir aus auch bis zu 4 Jahre. Schließlich studiert man man um anschließend einen gut bezahlten Job zu erhalten. Und da wird man in der Regel auch nicht von 9 - 18 Uhr arbeiten, sondern eher länger (außer man schafft es in einen Konzern). Ich habe das Gefühl, dass Sie schon im Leben stehen, mich würde jetzt interessieren, ob Sie mit 900 - 1000 Euro im Monat ausgekommen sind/ wären, zumindest in den 4 stressigen Semestern?
Ich hatte im Monat knapp 800 Euro, mit Barfög, Kindergeld und Nebeneinkünften aus Nachhilfe und Training geben.
Ich bin mehr schlecht als Recht über die Runden gekommen. Mein Konto musste ich oft die letzten Tage im Monat um 20, 30 Euro überziehen.
Ich hab am Ende des ersten Semesters meinen Kabelanschluss fürs Fernsehen gekündigt, damit ging es dann gerade so auf. (Hab aber auch vorher so gut wie nie Fernsehen geguckt also war es kein großes Opfer)

Ich hatte aber so gut wie kein Geld für Freizeit und Vergnügen. Meinen Sportverein (10 Euro/Monat) hat meine Mutter gezahlt.
Kino, Coktails trinken, feiern etc. war ich vll.2,3 Mal im Jahr und dann auch meistens von Gutscheinen die ich zum Geburtstag bekommen habe oder wenn ich eingeladen worden bin.

DVDs, Bücher o.ä. hab ich mir so gut wie nicht gekauft. Klamotten nur wenn es sein musste, also z.B. Schuhe kaputt waren. Firsör vielleicht 2 mal im Jahr und dann auch bei irgendwelchen Billigketten.
Urlaub für mich war, über ein verlängertes Wochenende als Betreuerin mit auf eine Kirchenfreizeit fahren.

Ich musste nicht hungern, aber wäre während der Zeit z.B. der Kühlschrank kaputt gegangen, hätte ich mir irgendwo Geld leihen müssen für einen Neuen.

Mein Nachbar damals war Hartz IV Empfänger, der hat sich mehr leisten können als ich.

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Stäffelesrutscher 24.01.2019, 16:32
104.

Zitat von abro90
Sehr richtig. Ich bin Ingenieur und es hat mich tierisch genervt wie dumm beim Bafög mit Geld umgegangen wird. Im Studium bekam ich trotz des geringen Einkommens meiner Mutter nie den Höchstsatz, weil sie Selbstständig war und beim Bafög die Summe der positiven Einkünfte berechnet wird, nicht aber die Ausgaben gegen gerechnet werden.
Welche Ausgaben hätten gegengerechnet werden sollen? Berufliche Ausgaben für die Selbstständigkeit sind berücksichtigt worden, weil es um »Einkünfte« geht und nicht um »Umsatz« bzw. »Einnahmen«.
Was BAföG nicht berücksichtigt, sind »negative Einkünfte«, also Verluste. Beispielsweise, weil jemand mit einer vermieteten Eigentumswohnung auf dem Papier Verluste produziert oder für einen Gewerbebetrieb hohe Investitionen tätigt.
Oder hat Ihre Mutter mit der Selbstständigkeit Miese gemacht, die aber nicht mit Gewinnen aus einer angestellten Tätigkeit verrechnet wurden?

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Stäffelesrutscher 24.01.2019, 16:38
105.

Zitat von ich2010
ah ja. Und mit welcher Tätigkeit kann dann die vorlesungsfreie Zeit genutzt werden? M.W.n werden die Prüfungen am Ende des Semesters geschrieben und dann ist erst mal Ruhe für ein paar Monate (Sommer 2,5 Monate, Winter knapp 2 Monate). Macht 4,5 Monate im Jahr ohne Vorlesungen. Was bitte spricht dagegen während dieser Zeit etwas für die Finanzierung des eigenen Lebensunterhalts zu tun? Zu meiner Studienzeit war Jobben während der Semesterferien bei jedem Studi angesagt - außer bei den Herrschaften Sohn und Tochter. Die hatten das natürlich nicht nötig und durften ihren Horizont mit "Bildungsreisen" in ferne Länder "erweitern". Naja man kann auf dem Teppich bleiben, oder halt auch nicht... Mir hat das Jobben nicht geschadet und ich bin im Nachhinein auch stolz darauf einen Großteil meines Lebensunterhalts während meines Studiums selbst erarbeitet zu haben.
Dass es Studienfächer gibt, in denen in der »vorlesungsfreien Zeit« Klausuren geschrieben werden, sollte sich herumgesprochen haben. Dann sind Hausarbeiten zu verfassen, Lektüre für das nächste Semester vorzubereiten (die sechs Werke, um die es im Hauptseminar geht, muss man VOR Semesterbeginn gelesen haben), ...

Und um ihren vorherigen Post gleich mit zu beantworten: Ja, diesen Anspruch auf Vollfinanzierung gibt es. Steht im Grundgesetz unter »freie Berufswahl« und »Sozialstaat«. Den Rest zum Thema Existenzminimum hat das Bundesverfassungsgericht mehrfach erläutert.

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wilfried.becker.50 24.01.2019, 17:27
106.

Zitat von cleo345
Mein Nachbar damals war Hartz IV Empfänger, der hat sich mehr leisten können als ich.
Mit ALGII kann man sich jeden Tag neue Klamotten kaufen, jedes WE feiern, und auch öfter mal einen Kühlschrank kaufen.
Sie hatten auch sicher eine größere Wohnung als Ihr Nachbar.

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cleo345 25.01.2019, 08:32
107.

Zitat von wilfried.becker.50
Mit ALGII kann man sich jeden Tag neue Klamotten kaufen, jedes WE feiern, und auch öfter mal einen Kühlschrank kaufen. Sie hatten auch sicher eine größere Wohnung als Ihr Nachbar.
Hab ich das gesagt?
Nein!
Ich habe gesagt ich konnte mir nicht viel leisten und ich hätte Probleme gehabt wenn bsp. der Kühlschrank kaputt gegangen wäre.
Und (und das war ein 2. Punkt) mein Nachbar konnte sich mehr leisten. Das er auch nicht jedes Wochenede Shoppen war sollte sich von alleine verstehen.
Und zu ihrer Info, nein ich habe in einer 1 Zimmer Wohnung gelebt und mein Nachbar in einer 2 Zimmer Wohnung die 10m^2 mehr hatte als meine.

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ralf_maennchen 24.02.2019, 15:46
108.

Zitat von Stäffelesrutscher
Dass es Studienfächer gibt, in denen in der »vorlesungsfreien Zeit« Klausuren geschrieben werden, sollte sich herumgesprochen haben. Dann sind Hausarbeiten zu verfassen, Lektüre für das nächste Semester vorzubereiten (die sechs Werke, um die es im Hauptseminar geht, muss man VOR Semesterbeginn gelesen haben), ... Und um ihren vorherigen Post gleich mit zu beantworten: Ja, diesen Anspruch auf Vollfinanzierung gibt es. Steht im Grundgesetz unter »freie Berufswahl« und »Sozialstaat«. Den Rest zum Thema Existenzminimum hat das Bundesverfassungsgericht mehrfach erläutert.
A : Freie Berufswahl heißt aber nicht , daß eine jahrelange bzw. Jahrzentelange Berufsausbildung/Studium vollständig finanziert werden muß. Für Studienfächer mit echtem Bedarf gib es sicher Unterstützung duch die Wirtschaft oder als Werksstudent mit dann zusätzlicher Verpflichtung einige Jahre bei dem Unternehmen zu arbeiten. Analog sind viele Studiengänge auch über die Bundeswehr möglich ( Dort muß man dann allerdings in der Regelstudienzeit bleiben . Wer dann nacher doch nicht bei der Bundeswehr arbeiten möchte , kann dann gegen eine entsprechende Geldrückzahlung vorzeitig ausscheiden ). B : Ist die freie Berufswahl doch sowieso eingeschränkt : Ohne abgeschlossenes Pharmastudium kann man keine Apotheke betreiben. Zusätzlich muß man eine freie Lizenz erwerben/kaufen/erben . Ohne erfolgreich abgeschlossenes Medizinstudium und erfolgreichen Abschluß einer Facharztausbildung kann man nicht als Arzt arbeiten. Für die Niederlassung ist zusätzlich eine KV Zulassung erforderlich. ( Bis auf Hausärzte sind fast alle Gebiete für die Zulassung gesperrt . Also muß man in der Regel die Zulassung von einer ausscheidenden Praxis erwerben/kaufen).

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