Forum: Leben und Lernen
Studiengebühren in Baden-Württemberg: Grün-Rot will Bezahlstudium 2012 abschaffen

In Baden-Württemberg soll es schneller gehen als in Hamburg: Die neue grün-rote Koalition kündigte an, die Studiengebühren schon zum Sommersemester 2012 abzuschaffen. Damit fällt eine der letzten hochschulpolitischen Bezahl-Bastionen.

Seite 2 von 3
rüdiger68 28.04.2011, 09:08
10. hää??

Zitat von Schweijk
Wenn ich mir die heutigen Studenten ansehe die sich gar nicht mehr auf Ihr Studium konzentrieren können weil sie nebenbei Arbeiten müssen um ihr Studium bezahlen zu können, dann wird mir echt Übel.
wegen den 1000 € im Jahr müssen die Studis sicher nicht arbeiten!!
Eher weil man nur BAföG erhält, wenn man mittellos ist, ebenso wie die eigenen Eltern. Warum bekommt nicht jeder Student BAföG? Warum werden Abiturienten mit guten Noten nicht besonders gefördert?
Das wär der richtige Ansatzpunkt und nicht die dämlichen 100€ im Monat.
Gleichzeitig muss man schon sagen, dass die Unis dieses Geld ohne Sinn und Verstand verpulvern; Bsp: UniTübingen: 170.000€ Ausgaben für Mitarbeiter, die Studiengebühren einziehen und verwalten...da wird mir übel!!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bullermann 28.04.2011, 09:30
11. Falsches Zeichen

Eine gänzliche Abschaffung ist en falsches Zeichen. Man schaue sich den Facharbeitermangel an, den Mangel an praktisch erfahrenen Ingenieuren, da wird ein kostenfreies Studium eher weitere Probleme schüren.

1 Studium in der Regelzeit + 2-3 Semester frei (je nach Regelzeit), alles weitere gegen Gebühr. Dies verbunden mit einem einheitlichen Abitur in allen Bundesländern, welches sich an dan Abis der erfolgreichen Bundesländer orientiert.

Auch wenn der Spruch alt und abgeklatscht ist aber "Lehrjahre sind eben keine Herrenjahre". Die meisten Sudenten haben das bereits kapiert und man pickt sich hier wieder die, zum Glück, niedrigere Zahl an "Luschen" raus um Politik zu machen.

Warum erst zum SS (oder wars das WS?) 2012 ist sicherlich administrativ/bürokratisch zu erklären - oder auch nicht. Aber eins ist klar, die Koalition im Ländle sieht jetzt erst was Schwarz/Gelb in den vergangenen Jahrzehnten an Scherben hinterlassen hat. Da werden sie erstmal einiges an Müllwägen füllen müssen bevor sie ordentlich Politik machen dürfen, wenn überhaupt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gersab 28.04.2011, 10:08
12. Bezahlstudium

Wie kommen die Grünen dazu zu behaupten ,sie sollten die Regierung bilden ? Mit 24,2 % der Stimmen,gegen 39 % der Stimmen der CDU haben sie keine Mandat zur Regierungsbildung.Das läge bei der CDU mit den Grünen oder der SPD zu verhandeln.Das Grün regieren kann verdankt sie den Steigbügelhalter SPD und der Schwäche der FDP. Die Ausdeutung von Kretschmann, man habe einen neuen Regierungsstil gewählt ist schlicht und ergreifend falsch.So falsch ist auch, aus einer Universität im Sinne Humbolds, eine Massenuniversität zu machen,die sich im wesentlichen über den Nutzen der Ausbildung definiert und nicht über Forschung und Bildung.Das drei Stufensystem der schulichen Grundausbildung,der Bildung und des Studiums hat Deutschland bisher gut getan.Den Schaden der Veränderung in der Ausbildung und Bildung wird erst in 20 bis 30 Jahren spürbar sein,ob es dann noch die Verursacher der Miesere gibt sei dahingestellt.Den Schaden hat Deutschland,seine wissenschaftlichen Leistungen, gleich auf welchen Gebiet,waren international gesucht und anerkannt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Schweijk 28.04.2011, 10:12
13. Das

1 Studium in der Regelzeit + 2-3 Semester frei (je nach Regelzeit), alles weitere gegen Gebühr. Dies verbunden mit einem einheitlichen Abitur in allen Bundesländern, welches sich an dan Abis der erfolgreichen Bundesländer orientiert.

wäre der richtige Weg.
Da stimme ich vollkommen überein. Vorrausgesetzt die Dozenten
führen nicht irgendwelche Nebentätigkeiten aus und sind zur Vorlesungszeit nicht anwesend.

Das höre ich nämlich auch oft von Studenten.
Da müssen eben auch die Dozenten anwesend sein und nicht in der Weltgeschichte rumreisen. Das sollte man da nämlich auch dran binden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Zelot 28.04.2011, 10:39
14. Gebühren gehören weg und zwar bundesweit.

Zitat von bullermann
Eine gänzliche Abschaffung ist en falsches Zeichen. Man schaue sich den Facharbeitermangel an, den Mangel an praktisch erfahrenen Ingenieuren, da wird ein kostenfreies Studium eher weitere Probleme schüren.
Inwiefern? Was bereitet es für Probleme, wenn auch ein Kind armer Leute Ingenieur werden kann, anstatt als Schlosserlehrling auf dem Bau zu enden?

Zitat von bullermann
Auch wenn der Spruch alt und abgeklatscht ist aber "Lehrjahre sind eben keine Herrenjahre". Die meisten Sudenten haben das bereits kapiert und man pickt sich hier wieder die, zum Glück, niedrigere Zahl an "Luschen" raus um Politik zu machen.
Lehrjahre sind keine Herrenjahre, aber Lehrlinge bekommen immerhin ein Gehalt. Studenten bekommen keins und müssen außerdem in der Regel irgendwo weit weg ein eigenes Leben finanzieren. Ein Studium kostet auch ohne Studiengebühren in Deutschland ein Vermögen.

Zitat von bullermann
Aber eins ist klar, die Koalition im Ländle sieht jetzt erst was Schwarz/Gelb in den vergangenen Jahrzehnten an Scherben hinterlassen hat. Da werden sie erstmal einiges an Müllwägen füllen müssen bevor sie ordentlich Politik machen dürfen, wenn überhaupt.
Scherbenhaufen sind dazu da, weggekehrt zu werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
patrick__ 28.04.2011, 10:40
15. .............

Nach dem Abitur hat man locker 3 Monate Zeit um sich mit ein bisschen Startkapitel einzudecken.
Danach kommen jedes Semsester Ferien die 2 Monate gehen wo auch nochmal gut verdient werden kann. Wo sollte da des Problem sein für Studenden was von ihrem Geld abzudrücken? Nochdazu werden die Studiengebühren ja nicht für die Heitungskosten verwenden sondern kommen den Studierenden selber zu gute. Und wenn ich mir überleg was für einen enormen Stress ich in den ersten 2-3 Monaten eines Semesters habe dann wäre es auch keine Problem da nochmals auf 400 euro basis zu arbeiten. Das Problem liegt wohl eher darin das die meisten Studenten faul sind und keine Lust haben zu arbeiten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Medianet 28.04.2011, 13:00
16. .

Zitat von gersab
Wie kommen die Grünen dazu zu behaupten ,sie sollten die Regierung bilden ? Mit 24,2 % der Stimmen,gegen 39 % der Stimmen der CDU haben sie keine Mandat zur Regierungsbildung.Das läge bei der CDU mit den Grünen oder der SPD zu verhandeln.Das Grün regieren .....
das mit der Demokratie und Mehrheitsverhältnissen lernen Sie besser nochmal ! Setzen sechs

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Medianet 28.04.2011, 13:03
17. .

Zitat von patrick__
Nach dem Abitur hat man locker 3 Monate Zeit um sich mit ein bisschen Startkapitel einzudecken. Danach kommen jedes Semsester Ferien die 2 Monate gehen wo auch nochmal gut verdient werden kann. Wo sollte da des Problem sein für Studenden was von ihrem Geld abzudrücken? Nochdazu werden .....
Sie sollen in den Semesterferien, die übrigens nur vorlesungsfreie Zeit ist, ja auch lernen, damit Sie ihr Studium in der Regelzeit abschließen können und nicht 4 Semster mehr brauchen, weil Sie eben genau diese Zeit dann gearbeitet haben...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pom_muc 29.04.2011, 09:05
18. .

Zitat von Zelot
Auch das haben die Grünen bereits vor der Wahl angedeutet. Schön, dass noch jemand in diesem Land seine Wahlversprechen umsetzt und seine Wähler nicht zum Narren hält. Kretschmann hat meinen höchsten Respekt.
Vielleicht hätte die CDU dem Bäckergesellen besser klar machen sollen dass ER für sein geplantes 300.000 €-Haus 4500 € Grundsteuer abdrücken soll damit der Lehrersohn von nebenan auch kostenlos 20 Semester Germanistik studieren kann.

Genauso wie er Cem aus Istanbul und Dennis aus Rostock das Studium finanziert.

Hat Kretschmann auch vor der Wahl gesagt wer die Zeche zahlen soll oder nur wer die Profiteure sein sollen?

Wenn nicht einmal 10% der Studienanfänger die 500 € pro Semester Studiengebühren als Belastung sehen dann sollte man sich genau anschauen wer eigentlich vom Wegfall profitiert.

Der angehende Ingenieur der davon ausgehen kann danach auch tatsächlich zu arbeiten und überdurchschnittlich zu verdienen hat vermutlich kein Problem mit Studiengebühren.

Wer 30 Semester Philosophie studiert schon eher.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pom_muc 29.04.2011, 09:13
19. .

Zitat von Vex
Die Veränderungen an den Hochschulen wie im Artikel beschrieben finde ich alle positiv jetzt muss man nur noch das Bachelor/Master System wieder in Ordnung bringen.
Sicher. Alles wieder zurück wie es vor 30 Jahren war.

Am besten auch aus diesem lästigen PISA-Gedöns aussteigen.

War doch früher so kuschelig als man davon schwadronieren konnte wie überlegen das deutsche Bildungssystem sei.

Macht einfach keinen Spass wenn man in Bremen gesagt bekommt dass man mit Brasilien konkurriert.

Was ganz dringend kommen muss ist die komplette Hochschulautonomie die durch Eingangstests ihre Studenten selber auswählen darf.

Dann bleibt der Bremer 1,0 Abiturient eventuell vor der Tür und darf mit seinen Leistungskursen Soziologie und Psychologie mit denen er die 1,0 erzielte auch an der Uni Bremen Soziologie und Psychologie studieren und dann in Bremen als Soziologe arbeiten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 3