Forum: Leben und Lernen
Studiengebühren - was ist die beste Lösung?

Studiengebühren bleiben in der Diskussion. Welches ist Ihrer Meinung nach die beste Lösung zur Finanzierung des Hochschulstudiums?

Seite 1 von 122
Anke 11.06.2008, 11:57
1.

keine Studiengebühren. Die Studenten zahlen ohnehin schon Verwaltungsgebühren und ihr Semesterticket. Bei letzterem unterscheiden sich die Beträge abhängig vom Verhandlungsgeschick der Uni mit den ansässigen Nahverkehrsunternehmen ganz erheblich in Höhe und Reichweite.

Ein Studium ernsthaft betrieben erfordert eine 60-Stunden-Woche. Meines Erachtens sollten Studenten deshalb während ihres Studiums finanziell unterstützt werden - und zwar alle - um die Notwendigkeit des Nebenjobs zu minimieren und die Möglichkeit, das Studium innerhalb der gesetzten Regelstudienzeit abzuschließen zu maximieren.

Nach Beendigung des Studiums sollten die frischgebackenen Absolventen ihrerseits die während ihres Studiums entstandenen Kosten zurückzahlen - innerhalb eines festzulegenden Zeitraumes selbstverständlich und in einem angemessenen Rahmen.

Beitrag melden
eiffe 11.06.2008, 11:58
2.

Lösung: Studiengebühren abschaffen.
So wäre eine weitere Hürde, ein Studium zu beginnen, beseitigt. Gegenüber anderen Industrienationen könnte man die Studentenzahl noch ordentlich steigern.

Die Universitäten sollten mit den Steuergeldern der Allgemeinheit finanziert werden, schließlich sind es auch die Studenten, die später einen nicht unerheblichen Teil an Steuern zahlen.
Auch ansonsten sind viele Studierende eine Bereicherung für die Gesellschaft, Bildung schützt vor vielerlei Ungemach.
Ob steuerfinanzierte Universitäten auch "Eliteuniversitäten" im weltweiten Vergleich werden können, hängt allein von der Menge der Gelder und der Organisation ab.

Beitrag melden
jojo1987 11.06.2008, 12:02
3. ...

Wie in einigen Bundesländern praktiziert, ist es doch sehr sinnvoll, Dauerstudenten (also ab Regelstudienzeit + x Semester) zahlen zu lassen.
Das Erststudium muss kostenlos bleiben, denn in Deutschland werden händeringend hochqualifizierte Kräfte gesucht, und die bekommt man gewiss nicht, indem man weitere Hürden aufstellt.
(Abgesehen davon, dass hochqualifizierte Kräfte später meist mehr verdienen und somit mehr Steuern zahlen + die Wirtschaft ankurbeln)

Was mich aber wirklich ärgert, sind die Einzellösungen je Bundesland. Es sollte eine einheitliche Regelung beschlossen werden, denn nichts ärgert mich mehr, wenn ich hier (in Hessen) Studiengebühren zahlen muss, während Berliner Studenten umsonst studieren - wenn man daran denkt, wieviel Geld Berlin vom Bund und über Solidarausgleich etc. bekommt, eine wirkliche Frechheit

Beitrag melden
karaokefreak01 11.06.2008, 12:02
4. Gebühren: Ja! - So hoch: Nein

Ich sehe durchaus einen Sinn in Studiengebühren, sofern sie auch da ankommen, wo sie gebraucht werden. Allerdings verstehe ich die Höhe von 500 Euro nicht.

Ich selbst erwäge gerade zu studieren, doch was mich davon abhält, sind die Kosten. Denn neben der Kampusmaut muss ich schließlich noch Bücher kaufen (und selbst das kopieren meines Materials kostet ein Schweinegeld) und irgendwie sollte ich vllt. noch in der Lage sein, meine Miete zu bezahlen.

Und jetzt soll mir bitte keiner mit einem Studentenkredit ankommen. Aufgrund meiner finanziellen Lage bin ich nicht kreditwürdig, bekomme also von niemandem eine Anleihe.
Um zu studieren und nebenbei nicht am Hungertuch nagen zu müssen, benötige ich also einen Vollzeit-Job, denn mit 400 Euro monatlich wird das ja schonmal mal nix. Demnach kann ich also schonmal 10 - 12 Semester einplanen, oder wie?!?

Somit ist es ziemlich wahrscheinlich, dass ich nicht studieren KANN, obwohl mir der Staat Bildung zusagt und ich die nötige Qualifikation habe. Herzlichen Dank!

Beitrag melden
barry60 11.06.2008, 12:03
5. Stipendien!

Zitat von sysop
Studiengebühren bleiben in der Diskussion. Welches ist Ihrer Meinung nach die beste Lösung zur Finanzierung des Hochschulstudiums?
Die beste Lösung sind in meinen Augen viel mehr Stipendien. Und nicht nur für Abiturienten mit 1,0 - 1,3. Hier muss m. E. seitens der Wirtschaft umgedacht werden. Nicht jeder Abiturient mit 3,3 ist schlechter als mit 1,0. Es muss hier viel differenzierter gedacht werden. Es gab z. B. in unserem Studiengang eine Menge Leute, die mit 1,x abgeschlossen haben, die ich aber nie und nimmer in meinem Unternehmen haben wollen würde, da sie praktisch fast nicht zu gebrauchen sind. Ich denke, so ähnlich sieht es auch mit Abiturienten aus. Aber solange fast überall nur die Note zählt, ist sowas anscheinend nicht möglich.

Beitrag melden
Yeti2000 11.06.2008, 12:06
6.

Ich persönlich halte dieses Urteil für einen Skandal und hoffe, das Fr. Metzger in Hessen ja zu RRG sagt, alleinig mit der Begründung eine handlungsfähige Landesregierung zu erhalten.

Aber zum Thema.

Wenn ich das Geschrei der Wirtschaft nehme, sie hätten zuwenig Fachkräfte, dann hätte ich nen ganz einfachen Vorschlag. Die Studiengebühren entfallen, stattdessen werden die Firmen verpflichtet, 2% ihres Umsatzes in Bildung zu investieren. Geschieht dies nicht kommen zu den 2% noch 1% Strafe obendrauf. Die Formen können vielfältig sein. Aufbau eigener Hochschulen, Stipendien, Unterstützung bestehender Einrichtungen, Mitarbeiterweiterbildung, Erweiterung der Ausbildung ect. ect.

Beitrag melden
petergoetz 11.06.2008, 12:21
7.

Es ist unfassbar:
Deutschland laufen die Fachkräfte weg, die Politikverdrossenheit erreicht neue Höchstwerte, die Herren und Damen Politiker schieben eine Diätenerhöhung nach der anderen an, und die Studenten sollen für ihr Studium selber aufkommen.

Das gute Bildung nicht nur zu sinkenden Arbeitslosenzahlen und besserer wirtschaftlichen Entwicklung beiträgt, sondern ganz nebenbei auch das friedliche Zusammenleben fördern kann und auch einen Schutz gegen Beeinflussung durch extreme Gruppen darstellt wird scheinbar völlig ausser Acht gelassen.

Bildung, von Kindergarten bis Hochschule, sollte kostenlos sein, wenn ich mir anschaue für was für Projekte Geld verfeuert wird das an anderen Stellen bitter benötigt wird könnte ich graue Haare bekommen.

Gerade vor kurzem Stand wieder im Spiegel mit was für Wünschen sich der Finanzminister herumschlagen muss nur weil die Finanzlage mal ein bisschen besser aussieht, anstatt mal zu sparen oder in Nachhaltigkeit (z.B. Bildung zu investieren) wird das Geld lieber für irgendwelche Prestigeprojekte rausgeworfen. Leider habe ich den Artikel gerade nicht vorliegen sonst könnte ich auch ein paar Beispiele nennen, ich weis nur noch das es vor allem um diverse Bauvorhaben ging bei denen oft mehr als fraglich war ob die Kosten in Millionenhöhe auch den Nutzen rechtfertigen.

Beitrag melden
trick66 11.06.2008, 12:28
8.

Regelstudienzeit im Erststudium gebuehrenfrei, alles andere bezahlen. Generelle Altersbeschraenkung bei der Gebuehrenbefreiung, z.B. ab 25 zahlt man immer. Wehr- und Zivildienst muessen natuerlich aufgeschlagen werden.

Beitrag melden
Herr Aldi 11.06.2008, 12:28
9.

Wirtschaftssubventionen streichen (z.B. Agrar- und Bergbausubventionen) und das Geld sowohl in die schulische wie in die universitäre Bildung und Ausbildung stecken.

Beitrag melden
Seite 1 von 122
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!