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Studienwahl-Tests: Das könnte Sie auch noch interessieren
Corbis

Viele angehende Studenten quälen sich mit der Frage nach dem passenden Studienfach. Online-Tests sollen bei der Suche helfen. Eine aktuelle Untersuchung zeigt: Sie helfen kaum und liefern teils absurde Vorschläge.

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harryholdenwagen 05.09.2014, 13:26
1.

Ich habe mal den Test der Uni Würzburg gemacht und es kam das Richige raus.

Vor dem Studium habe ich auch solche Tests gemacht. Beim Fragen beantworten weiß man meist schon in welche Studienrichtung es bei der Frage geht. Wenn da zb die Frage steht, ob man mit Maschinen arbeiten will, ist es doch klar, dass dann Maschinenbau rauskommt.

Als Schüler sollte man sich einfach Gedanken machen, was man später arbeiten möchte und sich dann informieren.

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mains 05.09.2014, 13:55
2. Ich habe mal

einen Berufs-Test beim BIZ gemacht. Da ich "Ich koche gerne" und "Ich bin gerne kreativ" angeklickt habe, schlug man mir eine Konditorlaufbahn vor. Seitdem gebe ich nichts mehr auf solche Tests :) Heute studiere ich übrigens Informatik.

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tarkurron 05.09.2014, 14:32
3. völlig nutzlos in der Tat

ich gab an dass ich paar Sprachen kam, und trotz eines stundenlangen Persönlichkeitstests kam: machen sie doch Übersetzer! 90% Übereinstimmung. Danke Studienorientierungstest BW! Jetzt studiere ich BBA in Barcelona. Aber eins muss man dem Test lassen: ich studiere auf englisch :)
Außerdem war auch sonst die Interpretation meiner Antworten im Test enttäuschend. Wo man erwartet, dass nach stundenlangem Befragen eine fundierte, tiefgehende und intelligente Analyse herauskommt, steht da nur: *nach unseren Erfahrungen kennt de Befragte sich selbst am besten. Sie können vier Sprachen, also werden die Übersetzer. Außerdem mögen haben sie geklickt, dass sie gerne kommunizieren, also machen sie dich Kommunikationswissenschaften!?
Na danke.

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ambergris 05.09.2014, 15:11
4.

Maschinenbau studieren bei totalem Desinteresse an Technik... da könnte man ja auf üble Verschwörungstheorien kommen...

Naja, als ich damals einen Test beim Schulbesuch im Arbeitsamt machte, kam genau das raus was ich erwartet hatte und sowieso vorhatte. Das Studium war aber trotzdem kein Erfolg, was ich mit der lockeren Organisation eines Magisterstudiums begründen würde (ich schiebe gerne Dinge vor mich hin). Dann wechselte ich in den Bachelor eines anderen Faches und es klappte.

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esmeyny 05.09.2014, 15:45
5.

"Maschinenbau studieren bei totalem Desinteresse an Technik... da könnte man ja auf üble Verschwörungstheorien kommen"

Machen Sie sich keine Sorgen. Es ist nur Unfähigkeit. Mir wurden Naturwissenschaften gleich generell abempfohlen, weil wenn man gern forscht und kreativ ist, aber nicht gerne "Maschinen wartet", muss man offensichtlich Sprachwissenschaften studieren.

Als Maturantin habe ich einen wesentlich besseren Test gemacht, der eben nicht so hingetrimmt war, sondern Fragen aus dem täglichen Leben stellte (Ich kümmere mich gerne um Zimmerpflanzen, ich wechsle gerne die Reifen bei meinem Rad, Ich schlichte gerne einen Streit) und NICHT geraten hat, was das für das Studium bedeutet, sondern schlicht mit Antworten von erfolgreichen Leuten aus dem jeweiligen Gebiet verglichen hat.

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BettyB. 05.09.2014, 16:49
6. Und ist der Test noch so abstrus...

Es könnte hilfreich sein, dass die zukünftigen Studenten bei der Beantwortung endlich nachzudenken beginnen...

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gruenbonz 05.09.2014, 17:34
7. interessantes Studium, und dann Kellner oder Taxifahrer?

das ist doch das Grundproblem. Irgend was mit Kommunikation ist der Hauptwunsch vieler Abiturienten, aber wo gibt es dann die erforderlichen Stellen bzw. Geschäftsmodelle, die auch jemand im Alter von 40 Jahren ernähren können? Dringend anzuraten sind interdisziplinäre Studiengänge (z.B. Technik mit Wirtschaft, Kommunikationsdesign mit BWL, Journalistik mit BWL.....). Dort erwirbt man eine gewisse Resistenz gegen spätere Enttäuschungen im Berufsleben.

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jaar 05.09.2014, 18:14
8. Jobprognosen statt BIP Vorhersagen

was wir brauchen ist eine konkrete Prognose von Unternehmen und Wirtschaftsinstituten in welchen Branchen in drei oder vier Jahren die meisten Leute gesucht werden.

soweit ich weiss gab es früher (in den 70ern oder so) tatsächlich solche Prognosen, die später aber leider abgeschafft wurden. Motto: Studiert das wo ihr am meisten Spass dran habt, dann seid ihr auch gut drin und findet einen Job. Dass dann irgendwann der Stellenmarkt in einer Branche überquillt berücksichtigen die wenigsten..

Es würde auch schon reichen wenn regelmäßig - warum eigentlich nicht jeden Monat - konkret ermittelt wird, wieviele Leute heute(!) in jeder Branche gesucht werden - nach sämtlichen Untervarianten aufgelistet. wenn das heute schon der Fall sein sollte, sollten die Ergebnisse allerdings seeehr viel besser vermittelt werden, zum Beispiel einmal monatlich in jeder Tageszeitung.

Viele die vielleicht nicht wissen was sie werden sollen, studieren sonst nämlich einfach BWL und wir kriegen dann die heute schon zu beobachtende Akademiker-Schwemme..

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Berg 05.09.2014, 18:22
9.

Zitat von gruenbonz
das ist doch das Grundproblem. Irgend was mit Kommunikation ist der Hauptwunsch vieler Abiturienten, aber wo gibt es dann die erforderlichen Stellen bzw. Geschäftsmodelle, die auch jemand im Alter von 40 Jahren ernähren können? Dringend anzuraten sind interdisziplinäre Studiengänge (z.B. Technik mit Wirtschaft, Kommunikationsdesign mit BWL, Journalistik mit BWL.....). Dort erwirbt man eine gewisse Resistenz gegen spätere Enttäuschungen im Berufsleben.
Zwei merkwürdige Gedanken:

Erstens: der Beruf sollte nicht nach "irgendwas mit..." ausgesucht werden, nur weil das evtl. Spaß macht, sondern nach den Stellenangeboten, den volkswirtschaftlichen Erforderissen, den Entwicklungsschwerpunkten im Lande.

Zweitens: Der Wirtschaftsingenieur (früher Ingeniurökonom) wird in leitende Stellen der Firmen kommen und seine Technik- wie Wirtschaftskenntnisse bestens anwenden können. Nix mit Enttäuschungen.

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