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Studienwahl-Tests: Das könnte Sie auch noch interessieren
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Viele angehende Studenten quälen sich mit der Frage nach dem passenden Studienfach. Online-Tests sollen bei der Suche helfen. Eine aktuelle Untersuchung zeigt: Sie helfen kaum und liefern teils absurde Vorschläge.

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vultorianus 05.09.2014, 21:27
10. Naja

Habe jetzt nur den Test von der Uni Würzburg gemacht.
Was mir eh schon klar war ist, dass ich in die Richtung Naturwissenschaften und Technik tendiere, was entsprechend herauskam. Die empfohlenen Studiengänge waren
● Mathematische Physik (Bachelor of Science)
● Mathematik (Bachelor of Science)
● Geographie (Bachelor of Science) mit Schwerpunkt Physische Geographie
● Computational Mathematics (Bachelor of Science)
● Physik (Bachelor of Science)

Man könnte also meinen, dass Mathematik zu mir passen müsste, oder? Ja, dachte ich nach dem Abi auch, nach 2 Jahren abgebrochen und zu ingenieurwissenschaftlichem Studiengang gewechselt. Dies dann aber mit Erfolg abgeschlossen.
Folgerung: Als grobe Orientierung ok, aber idealerweise fragt man ältere Semester aus, da diese einem meist einen besseren Einblick vermitteln können als Fragebögen.

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vwl_marlene 06.09.2014, 09:50
11.

Zitat von Berg
Zwei merkwürdige Gedanken: Erstens: der Beruf sollte nicht nach "irgendwas mit..." ausgesucht werden, nur weil das evtl. Spaß macht, sondern nach den Stellenangeboten, den volkswirtschaftlichen Erforderissen, den Entwicklungsschwerpunkten im Lande.
Wie oft hoert man das Argument, dass man gerade dieses Fach studiert und nicht jenes in muendlichen Ergaenzungspruefungen!!!
Wie die Bedarfe auf dem Arbeitsmarkt in 10 Jahren sein wird, laesst sich tatsaechlich kaum abschaetzen. Mir wurde von einem Medzin-Studium abgeraten - wegen der Aerzteschwaemme. Als diejenigen, die dennoch medizin studiert hatten, fertig mit dem Studium waren, gab es gerade Aerztemangel...
Mit seiner Arbeit wird man spaeter mehr (Wach-)Zeit verbringen als mit dem Lebenspartner. Von daher sollte die Studienwahl vieleicht wirklich vor allem INteressensgeleitet sein.

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ansichtssache71 06.09.2014, 13:05
12. Vorschnell...

Aus der Praxis weiß man, wie viele Jugendliche Schwierigkeiten haben, für sich eine Wahl zu treffen. Und man weiß auch, dass eine falsche Wahl – die sich erst spät als solche erweisen kann – Lebenszeit kostet, frustriert und unter Umständen eine ganze Biografie aus dem Ruder bringen kann. Neben Information und Beratung wurden nun Selbsttests entwickelt, im Internet, also den Gewohnheiten der Jugendlichen entgegenkommend. Hat sich jemand die Untersuchung angesehen, die diesen Ansatz nun angeblich in Bausch und Bogen verdammt? Sie ist handgestrickt, offenbar ohne fachwissenschaftliche Beteiligung, arbeitet mit nur sechs Testpersonen, über die man nichts erfährt, und macht überhaupt nicht deutlich, wie sie methodisch die „Realität“ mit den Testergebnissen vergleicht. Natürlich ist es nicht nur interessant sondern sogar sehr wichtig, den Nutzen der Selbsttests zur Studienorientierung zu untersuchen. Dabei helfen – bei allem Verständnis – die einzelnen Anekdoten ebenso wenig, wie diese Untersuchung.

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DieButter 06.09.2014, 13:12
13.

Also hab eben den Würzburger Test gemacht und da kommt grundsätzlich das richtige Ergebnis heraus, sogar der Beruf, den ich auch tatsächlich ausübe, war korrekt als Empfehlung aufgeführt, neben einigen anderen, die mich aber überhaupt nicht interessieren. Ich denke auch eher, daß diese Empfehlungen nicht unbedingt konkrete Berufswahl nach sich ziehen, aber wenn man ehrlich seine Interessen angibt, werden so ziemlich alle Studiengänge aufgelistet, die dem eigenen Interesse am ehesten entsprechen - dabei hat man dann immer noch eine große Auswahl zum Überlegen

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Berg 06.09.2014, 14:20
14.

Zitat von vwl_marlene
Wie die Bedarfe auf dem Arbeitsmarkt in 10 Jahren sein wird, laesst sich tatsaechlich kaum abschaetzen. Mir wurde von einem Medzin-Studium abgeraten - wegen der Aerzteschwaemme. Als diejenigen, die dennoch medizin studiert hatten, fertig mit dem Studium waren, gab es gerade Aerztemangel... Mit seiner Arbeit wird man spaeter mehr (Wach-)Zeit verbringen als mit dem Lebenspartner. Von daher sollte die Studienwahl vieleicht wirklich vor allem INteressensgeleitet sein.
Und das Erste glaube ich Ihnen einfach mal nicht. Wer Arzt werden will, der wird das auch studieren können und Stellenangebote bekommen.

Und: nein, die meiste Zeit verbringt man normalerweise außerhalb der Arbeit. Und mit Ihrem Lebenspartner verbringen Sie sicherlich auch Schlafzeit. :-)

Na klar, Interesse für den Beruf muss selbstverständlich da sein. Mich stört nur, wenn er Spaß wie ein Hobby machen soll und auf volkswirtschaftliche Notwendigkeiten gar kein Augenmerk gerichtet wird..

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insomnium 06.09.2014, 15:07
15.

Ich halte nicht allzu viel von solchen Tests. Nach 12 bzw. 13 Jahren Schulunterricht sollte man seine eigenen Stärken und Schwächen soweit kennen, dass man sich zumindest schon mal grob in eine bestimmte Richtung orientieren kann (oder ob man überhaupt in der Lage ist, halbwegs selbstständig zu arbeiten). Dann gibt es zumindest an meiner Uni noch die Möglichkeit zu einem Schnupperstudium und so eine Art Messe für Studieanfänger, bei der man auch mit Studenten der jeweiligen Fächer ins Gespräch kommen kann. Ich würde auf jeden Fall dazu raten, die eigenen Kompetenzen zu hinterfragen und mich dann einfach mal in die ein oder andere Vorlesung der in Frage kommenden Fächer zu setzen, das geht ja meist problemlos.

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