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Süchtige Studenten: Besoffen zum Bachelor
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Er trinkt in Gesellschaft und allein, er trinkt Bier und Schnaps, er trinkt viel zu viel: Martin, 27, studiert Wirtschaft und kommt gut durchs Studium, die Noten stimmen, doch der Rest seines Lebens entgleitet ihm. Er ist ein Alkoholiker an der Uni - und er ist nicht der einzige.

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shatreng 25.09.2012, 15:20
10. Ja ne is kla

Zitat von Umbriel
In meiner Schulzeit in der Mittelstufe eines Gymnasiums der frühen 80er war es eine eher beruhigende Sache, wenn jemand nur soff. Während der Zeit so zwischen Klasse 9 und 12 sind 3 Jahrgangsmitschüler den Drogentod gestorben. Schuld daran waren die damals tonangebenden .....
Haha, ist das ihr Ernst? Krass wie verbohrt man sein kann. Würden alle Saufen, Rauchen und Schnupfen wie in den guten alten Jahren, wäre die Welt natürlich paradiesisch. Undsowieso die 68er sind an allem Schuld..
Vergleichen sie alleine mal die Zahln von Alkohol und Herointoten.
Ich weiß wirklich nicht, ob ich lachen oder weinen soll..

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Karl_Lauer 25.09.2012, 15:23
11.

Zitat von Umbriel
- anzuzetteln (mit Weltuntergangssprüchen aller Art, von Waldsterben über Afrika bis Weltuntergang durch Pershingraketen - durch Aufhetzen der Schüler gegen bürgerliche Lebenswege zu rechtfertigen - durch Verständnis gegenüber Drogenabusus als Konsequenz im verstaubten Klima in Deutschland zu legalisieren im Ergebnis wurden die drogenkranken Schüler dümmer, kränker und hilfloser, hörten sich täglich nur noch 68er Gequatsche an und sind zum Teil gestorben.
Richtig! Wie konnten die es wagen etwaige ökologische und ökonomische Missstände in der Welt anzusprechen und zu versuchen Jugendliche in einen gesamtgesellschaftlichen Dialog einzubinden? Unerhörte Frechheit.

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LeToubib 25.09.2012, 15:23
12.

Zitat von leastsquare
Hab mich auch schon manchmal gefragt, wieso soviele Studenten, mich eingeschlossen, beinahe täglich "trinken" und trotzdem bleiben so wenige drauf hängen. Vielleicht ist einfach der Grund, d.h. man trinkt nicht aus Frust oder Verzweiflung, sondern in der Regel in Gesellschaft und zum Spaß. In der Prüfungszeit gehts ja dann auch mal problemlos 4 Wochen ohne.
Und wenn das nur fuer 4 Wochen der Abstinenz ausreicht, ist das m.E. auch schon mehr als bedenklich ...

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Ingmar E. 25.09.2012, 15:25
13.

Zitat von Umbriel
Alkoholsucht ist schrecklich, aber haut nicht ganz so tief rein wie Heroin.
Diese Studie aus The Lancet sieht das komplett andersherum:

Datei:Drogen-schadenspotenzial-nutt-2010.svg

David J. Nutt, Leslie A. King & Lawrence D. Phillips: Drug harms in the UK: a multicriteria decision analysis. In: The Lancet. 376, Nr. 9752, 6. November 2010, S. 1558–65,


Im übrigen würde keiner am Diamorphin (Heroin) sterben, gäbe es nicht die wechselnden Wirkstoffkonzentrationen am Schwarzmarkt, und gäbe es keinen Mischkonsum.
Wenn man das Diamorphin immer nur so dosiert, dass man seinen Kick hat, und dabei natürlich eine Dosissteigerung stattfindet mit der Zeit, wird man nicht in den Bereich der Atemlähmung kommen. Genauso wie man Patienten mit chronischen Schmerzen, mit Tumorschmerzen, soviel Morphin geben könnte, dass man damit 10 ungewöhnte umbringt, aber durch die Gewöhnung atmen die ohne Probleme weiter.

Es ist die Verbotspolitik die Diamorphin so gefährlich macht. In Deutschland wird es schon in staatlichen Projekten verteilt, dann ohne Dosisschwankungen, die Leute haben kein Beschaffungsdruck mehr, und kommen nicht mit der Szene in Berührung, also keine Gefahr des Mischkonsums. Den MEnschen siehste ihre Abhängigkeit nicht mehr an, und die können ihrer Arbeit nachgehen. Bezahlen so mehr Steuern als die staatliche Diamorphin-Verteilung kostet.
Genauso wie Schmerzpatienten Morphine nehmen können über Jahrzehnte, kann es ein Diamorphin-Konsument. Morphine sind eine der verträglichsten Stoffklassen. Kein Vergleich mit dem Gift Alkohol.
Ich verteile beruflich nahezu jeden Arbeitstag Morphine an meine Patienten.

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fort-perfect 25.09.2012, 15:26
14. Na gut,

Zitat von sysop
Er trinkt in Gesellschaft und allein, er trinkt Bier und Schnaps, er trinkt viel zu viel: Martin, 27, studiert Wirtschaft und kommt gut durchs Studium, die Noten stimmen, doch der Rest seines Lebens entgleitet ihm. Er ist ein Alkoholiker an der Uni - und er ist nicht der einzige.
wenn er "Wirtschaft" studiert, dann passt es doch, wenn er in der Wirtschaft säuft..... so kommt automatisch der Praxisbezug.... ;-)))

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spon-facebook-10000003500 25.09.2012, 15:34
15. Das ist Statistik I und II schuld

Mal im Ernst - Alkoholismus in seinem ausgeprägten aber auch in seiner Anfangsphase ist ein gesellschaftliches Problem bei vielen Jugendlichen und medium-erwachsenen Studenten - als auch bei den Erwachsenen. Das mag so zu Zeiten der Pharaonen gewesen sein, aber es war sicher nicht anders bei den 60ern, bei den 70ern, bei den Punks der 80er und auch nicht bei den Ravern der 90er. Ob darin nun der Ursprung liegt für so manche Genialität, oder aber die Wurzel so manchen Problems sei dahingestellt. Fakt ist, dass es gesellschaftlich und medial angepriesen wird - man jedoch am Ende selbst entscheidet ob und in welchem maß man trinkt! Das ist wiederum reine Charaktersache und entwickelt sich aus einer bedachten Erziehung heraus.

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pepe.sixfour 25.09.2012, 15:37
16. Na das ist ja positiv

Hmhm, ich gehe davon aus, dass wir ungefähr gleich alt sind. Aber ich kann mich nicht daran erinnern, dass zu meiner Mittel- und Oberstufenzeit regelmäßiger Alkoholkonsum üblich war, von Drogen gar nicht zu reden. Und ich glaube nicht, dass damals so viel an mir vorbei ging. Ich kann mich nur an Einen erinnern, bei dem das Trinken schon etwas exzessiv sein konnte, das aber nicht die Regel war. Auf Klassenfahrt nach Ost-Berlin seinerzeit war es nicht üblich, schon im Bus besoffen zu sein. Ein paar Biere am Abend, das wars auch schon. Irgendwie alles eben maßvoller und zivilisierter. Es wäre auch niemandem eingefallen, wegen ein paar Bieren im Kopf rumzukrakeelen oder zu randalieren, so wie das heute schon bei kaum Fünfzehnjährigen Usus ist.

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cs01 25.09.2012, 15:39
17.

Zitat von keex
Ich habe sogar schon von Studentenverbindungen gehört, in denen getrunken wird!! Wo ist dieses Land nur hineingeraten...
Auch nicht mehr als anderswo.

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cassandra106 25.09.2012, 15:43
18.

Sagt irgendwie auch viel über das Wirtschaftsstudium aus, wenn man "besoffen" und dennoch erfolgreich sein kann.

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tubaner 25.09.2012, 15:43
19.

Zitat von LeToubib
Und wenn das nur fuer 4 Wochen der Abstinenz ausreicht, ist das m.E. auch schon mehr als bedenklich ...
Wieso ist es bedenklich, wenn man jederzeit den Alkoholkonsum aus freien Stücken auf Null senken kann?

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