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Süchtige Studenten: Besoffen zum Bachelor
DPA

Er trinkt in Gesellschaft und allein, er trinkt Bier und Schnaps, er trinkt viel zu viel: Martin, 27, studiert Wirtschaft und kommt gut durchs Studium, die Noten stimmen, doch der Rest seines Lebens entgleitet ihm. Er ist ein Alkoholiker an der Uni - und er ist nicht der einzige.

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spon-facebook-10000046420 25.09.2012, 17:16
50. Statistik und Hilfe

Etwa 2.3% der Bundesrepublikaner/innen sind Alkoholiker.
Darunter finden sich sicherlich einige Studierende. Im beschriebenen Fall hat es bei den AAs nicht geklappt. Aber es gibt noch viele andere Selbsthilfeorganisationen, Vereine u. Gruppen. Wenn durch diesen Artikel auch nur ein einziger angehender Alkoholiker die Kurve bekommt, hat der Artikel vielleicht (s)ein Leben geretet.

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vincent1958 25.09.2012, 17:25
51. Vielleicht..

Zitat von u.loose
bei dem Alter ist er wohl näher am Dauerstudenten als am Erfolg....
...hat der junge Mann erst mal Ihre dicke Rente am Hindukusch verteidigt?!

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kloroslav_mise 25.09.2012, 17:29
52.

Zitat von manuelbaghorn
glauben oder nicht, aber für mich ist es Fakt, dass, so seltsamt das klingt, der durch Bachelor und Master größer gewordene Druck deutlich auf das Trinkverhalten durchschlägt. Es wird halt häufig nicht mehr nur das eine Bier mit jemandem getrunken, sondern sich komplett abgeschossen, da man hofft, so zumindest auf Zeit dem Stress entkommen zu können. Studenten an der Grenze zum Burnout sind, dass ist in diesem Zusammenhang wichtig zu betonen, auch beileibe keine Seltenheit mehr. Dieses Problem anzugehen ist schwierig, aber ich glaube es würde schon helfen, wenn hier und da versucht wird, dem Uni-Betrieb ein wenig Anonymität zu nehmen, gerade auch im Verhältnis zwischen Lehrenden und Studenten...
Das mit dem Druck ist auch so eine Sache, viele machen sich den selbst. Bei uns war´s so, dass sich in den ersten zwei Dritteln der Studienzeit eigentlich gar keiner Gedanken über die Zukunft gemacht hat, einfach so vor sich hin studiert, mit minimalem Aufwand die notwendigsten Scheine gemacht. Nebenbei ein bißchen gearbeitet und gut (trotz der bösen bösen BA/MA-Studienordnung).
Gesoffen wurde extrem viel, ich erinnere mich noch gut an eine 3er-WG, die regelmäßig wöchentlich über zwanzig Euro Pfandgut "erwirtschaftet" wurde, Auswärtstermine nicht mitgezählt. Diverse andere Sachen wurden auch konsumiert. Bilanz: Von sechs regelmäßigen Trinkteilnehmern in diesem Umfeld haben vier ihren Uni-Abschluss, die anderen haben abgebrochen und ne Lehre gemacht. ABER: mindestens zwei sind jetzt Alkoholiker (nach offiziellen Standards).

Was bedeutet das? Wir hatten nicht zu wenig, sondern zu viel Zeit. Druck? Wenn das Druck ist, dann will ich nicht wissen wie Entspannung aussieht.
Alkoholismus? Der Weg ist meist schon vorm Studium vorgezeichnet, die erwähnten Alkis tranken regelmäßig seit sie gerade so aus der Pubertät raus waren.

Trotz aller Bedenken und Kollateralschäden: war schön!

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privado 25.09.2012, 17:30
53. Donnerwetter...

Zitat von keex
Ich habe sogar schon von Studentenverbindungen gehört, in denen getrunken wird!! Wo ist dieses Land nur hineingeraten...
Das ist ja unfassbar. Ich bin entsetzt, das ist ja ein echter Paukenschlag, um im Jargon des Spiegels zu bleiben :-)
Als ich noch studierte, wurde auch (mitunter viel) getrunken. Also wo ist das Problem?

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yomow 25.09.2012, 17:39
54.

Ich habe heute morgen meine Bachelorarbeit abgegeben.....ratet mal was ich den Rest der Woche tun werde ;)

Prost!

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les2005 25.09.2012, 18:05
55.

Zitat von leastsquare
Hab mich auch schon manchmal gefragt, wieso soviele Studenten, mich eingeschlossen, beinahe täglich "trinken" und trotzdem bleiben so wenige drauf hängen. Vielleicht ist einfach der Grund, d.h. man trinkt nicht aus Frust oder Verzweiflung, sondern in der Regel in Gesellschaft und zum Spaß. In der Prüfungszeit gehts ja dann auch mal problemlos 4 Wochen ohne.
Ich denke, die meisten Studenten und auch sonst junge Menschen trinken gerne mal viel. Und ja, ich tu es auch, und Feten werden dadurch einfach lustiger. Die Tragik besteht wohl einfah darin, daß Manche suchtanfällig sind, während Andere einfach wieder aufhören können. Das gilt für Alkohol genauso wie Tabak oder andere Drogen.

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hannnnes 25.09.2012, 18:17
56.

ich bin erstaunt, wie viele leute menschen in ihrem umfeld zukennen scheinen, die ähnlich viel trinken, wie "martin".

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panzerknacker51 25.09.2012, 18:19
57. Genau so ist es

Zitat von leastsquare
Hab mich auch schon manchmal gefragt, wieso soviele Studenten, mich eingeschlossen, beinahe täglich "trinken" und trotzdem bleiben so wenige drauf hängen. Vielleicht ist einfach der Grund, d.h. man trinkt nicht aus Frust oder Verzweiflung, sondern in der Regel in Gesellschaft und zum Spaß. In der Prüfungszeit gehts ja dann auch mal problemlos 4 Wochen ohne.
Kann mich noch gut an meine Studentenzeit erinnern. "Normalerweise" wurden Vorlesungen besucht und danach ging man einen trinken. An Wochenenden war sowieso meistens Land unter. Standen Klausuren an, wurde tagelang nur gebüffelt. Also - nichts Neues von der Akademiker-Front.

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mmengi 25.09.2012, 18:22
58. optional

Man sollte trinken um Spaß zu haben und nicht um sich volllaufen zu lassen. Und das sollten die Eltern uns beibringen. Meine habens gemacht und ich bin heute 60 und gesund und trinke gerne ein Bier mit Freunden.

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panzerknacker51 25.09.2012, 18:23
59. Naja

Zitat von tubaner
Wieso ist es bedenklich, wenn man jederzeit den Alkoholkonsum aus freien Stücken auf Null senken kann?
Schon mal was von Quartal-Suff gehört?

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