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Tod einer Grundschülerin: Was wirklich gegen Mobbing hilft
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Eine Berliner Grundschülerin nimmt sich das Leben. Ein Aktivist prangert offensiv das Mobbing an deutschen Schulen an. Hilft die Aufmerksamkeit - oder macht sie alles nur schlimmer?

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CancunMM 12.02.2019, 15:38
1.

Vielleicht sollte man einfach mal die Lehrer stärken. Das heißt, wenn ein Lehrer Mobbing bemerkt, wird sofort ein außerordentlicher Elternabend anberaumt. Es wird eine Anwesenheitsliste geführt. Es wird die klare Ansage gemacht, dass bei erneutem Vorfall der entsprechende Schüler der Schule verwiesen wird.

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tafelsilber 12.02.2019, 15:45
2. Mobber

Klar, jetzt soll man wieder Verständnis für Mobber aufbringen. Diese widerlichen Typen müssten nur konsequent von der Schule geschmissen werden. Stattdessen dürfen die jahrelang Mitschüler foltern, ohne Folgen.

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erzengel1987 12.02.2019, 15:48
3. Ebenfalls mal zwei Jahre betroffen

Zum einen macht es durchaus Spaß jemand anderen zu quälen und zu erniedrigen. Aber es geht nicht explizit um Macht. Fragt man jemanden wieso hast du den jetzt gehänselt. Wird er nicht antworten weil ich ihn dominieren will. Eher etwas das ist ein Opfer der ist komisch oder der hats verdient, oder andere Schlagwörter.

Was tun? Reden hilft nicht immer etwas. Es bedarf Lehrer die das ganze erkennen. Eltern die das betroffene Kind aufbauen und auch im Zweifel eine alternative Schule aussuchen. Das hat bei mir geholfen. Vom Gymnasium in die Realschule. Hatte gleich zwei Effekte, der Stress durch die Schule nam Schlagartig ab und die neue Klasse hat mich erstmal als den Neuen aufgenommen. War zu der Zeit zwar noch sehr verstört durchs vorherige Mobbing aber es half. Das ist allerdings keine allgemeine Lösung.
Zum Thema Schule schon damals war es dank Oberstufengymnasium und Fachoberschule komplett egal, ob man auf dem Gymnasium ist oder Realschule. Daher sollte man wirklich ein Kind nicht unnötig überfordern. Ich hab jetzt meinen Master :-).

Das sich ein Kind irgendwann so verloren fühlt, dass es Amok läuft, oder sich selbst tötet... da muss aber schon wirklich viel passiert sein. Hier sehe ich aber auch die Eltern in der Pflicht. Die müssen doch merken wenn mit ihrem Kind etwas nicht stimmt... Lehrer haben dafür oftmals keine Zeit und die geben sich meistens Mühe...

Eine mögliche Alternative wäre es an jede Schule Schulpsychologen einzustellen. Wenn ein Schüler sich nicht benimmt muss dieser zum Psychologen. Das bedeutet allerdings auch dass ein Psychologe nicht reichen wird. Die Termine müssen zusätzlich verpflichtend für den Schüler sein. Der Psychologe sollte auch die Befugnis haben ein Kind zurückzustufen auf eine andere Schulform oder Hochzustufen im Falle eines gelangweilten Schülers.

Das ist nur eine Möglichkeit. Aber es wird immer Schläger geben die einem das Pausenbrot klauen...

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j.c78. 12.02.2019, 15:48
4. Utopia...

Und dann ist der Mobbing-Coach weg und die Mobber, deren sozialer Status sich auf dem Leid der Opfer begründet sieht ein, dass er falsch gehandelt hat und akzeptiert seinen neuen - nach eigener Auffassung - geringeren sozialen Status. Natürlich vergessen auch alle die Demütigung, die die Opfer über sich ergehen lassen müssten. Am Ende bleiben diejenigen, die verletzen ungeschoren und die Opfer lebenslang traumatisiert. In Deutschland ist man besser Täter als das Opfer...

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Schartin Mulz 12.02.2019, 15:48
5. Aus meiner Zeit als Schüler,

als Vater, wie auch als Lehrer habe ich aber die Erfahrung mitgebracht, dass die Einschaltung des Lehrers oft wenig bringt. Das Eingeständnis, dass es an der Schule Mobbing überhaupt gibt. Es wird sofort verharmlost, relativiert. Oft auch mit "der provoziert das aber auch" dem Opfer die Schuld zugewiesen. ODer es wird augf die Eigenverantwortung verwiesen: "Ihr seid doch alt genug, um das unter euch zu klären."
Dann gibt es Lehrer, die sich gerade mit den Alphatieren in der Klasse verbünden, um einen guten Stand zu haben. Das wollen sie sich nicht mit dem Eintreten für Mobbingopfer kaputtmachen.
Das wichtigste wäre, zunächst einmal überhaupt zu akzeptieren, dass es Mobbing auch an der eigenen Schule geben kann. Dass das überall passieren kann und kein Versgaen der Schule darstellt. Und dass es wichtiger ist, dagegen vorzugehen, als irgendwie zu versuchen ,den "Ruf" der Schule durch Ignorieren und Verharmlosen schützen zu wollen.

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gorontalo 12.02.2019, 15:50
6. Viele interessante Ansätze

Aber: Der Beschuldigte muss vor der Klasse einen Entschuldigungsbrief vorlesen? Das kann als Demütigung empfunden werden. Und das bei jemandem, der nach Macht und höherem sozialen Status strebt? Wenn das mal nicht nach hinten losgeht, sobald der Moderator wieder von der Schule weg ist.

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lalito 12.02.2019, 15:52
7. Ja

Rädelsführer und Mobber durch übergeordnete dafür ausgebildete Personen, nicht Schule, den kleinen Möchtegerngroßen gleich einmal zeigen wer im Staat das Sagen hat.

Klare Vorgaben, bei Wiederholung empfindliche Strafen. Das regelt sich nämlich selten von selbst.

Diese emotional basierten Gewalttaten der Mitschüler können Leben zerstören und Lebensläufe komplett verändern. Ob der im Artikel genannte Mensch sich produziert oder nicht, sei dahingestellt, aber das Problem ist ein riesiger Eisberg von dem lediglich die Spitze gesehen wird und genau daher hat er damit Recht.

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berther 12.02.2019, 15:55
8. Das Pferd falsch aufgezäumt

Warum sollen "Politiker und Schulverantwortliche" aktiv werden?
Erziehung ist in erster Linie immer noch die Pflicht der Eltern!
Hier sind Eltern als Teil einer Gesellschaft gefordert, ihre Kinder zu einem nützlichen und verantwortungsbewastem Teil dieser Gesellschaft zu erziehen.
Alleerdings ist die Grundvoraussetzung, daß diese Eltern selbst erst mal Verantwortung erlernt haben. Und wenn sie es nicht getan haben, müssen sie zur Verantwortung gezogen werden.
Wenn der heutige Zustand sich so weiter entwickelt, ist es ein Rückschritt in die Barbarei.

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betroffene mutter 12.02.2019, 15:56
9. gefährliche Methode

Herr Jürgen Schmitt und seine Antimobbing Methode sind mit Vorsicht zu genießen. die Klasse meines Sohnes hatte das zweifelhafte Vergnügen dieses "soziale Training" zwangsgeordnet zu bekommen. es setzt auf gezieltes Anprangern und Denunziantentum. Herr Schmitt erklärte mir in einem persönlichen Gespräch, dass er es auch für sinnvoll hält, Schüler vor der gesamten Klasse zum weinen zu bringen, damit bei ihnen etwas passiert..
erst als wir Eltern Sturm gelaufen sind, würden die schrecklichen Maßnahmen gestoppt. Kinder sollten beispielsweise anderen in Briefen schreiben, was sie an ihren verhalten missbilligen, die betroffenen Kinder müssten diese Briefe dann vorlesen...es scheint leider keine Kontrolle darüber zu geben, was externe selbst ernannte Experten mit unseren Kindern in der Schule anstellen dürfen. Ich jedenfalls bin froh, dass das Treiben von Herrn Schmitt bei uns nun beendet ist!!

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