Forum: Leben und Lernen
Trotz Zulassungbeschränkung: Tausende Studienplätze sind ungenutzt
DPA

Das Wintersemester geht zu Ende - doch mehr als drei Monate nach Vorlesungsbeginn sind immer noch Tausende Studienplätze frei. Allein in den besonders begehrten NC-Fächern sind 14.500 Plätze ungenutzt.

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crazy_swayze 30.01.2015, 08:24
1.

Inkompetenz. Und diese Leute wollen anderen etwas beibringen?

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Spiegelleserin57 30.01.2015, 08:25
2. es geht doch ums Lernen ...

und nicht um den Wellnesscharakter einer Uni. nach wie vor ist mir immer noch unverständlich was für ein Bild die Studierenden von einer Ausbildung haben. Bei uns im Unibetrieb hört man leider immer noch zu oft das Wort Party und den Satz: wie komme ich am besten durch die nächste Klausur? Dass man diese Kenntnisse für den Berufsalltag braucht erkennen wohl viele gar nicht.
Später müssen wir immer wieder am Arbeitsplatz erkennen wie praxisfremd die Leute sind.
Unsere Mitarbeiter kichern schon wenn die Studis morgens um 8 Uhr halb verschlafen und gähnend
zum Praktikum erscheinen.
Man kann sich nicht die Örtlichkeiten aussuchen sondern muss einfach akzeptieren dass es ums STUDIUM geht.
Dies dürfte wohl ein entscheidendes Kriterium sein warum die "unbeliebten" Regionen Deutschlands noch Plätze frei haben.
Übrigens machen die Leute die während des Studiums sehr engagiert arbeiten auch meistens sehr schnell Karriere. Dies konnte ich schon sehr oft beobachten, Auszeichnungen folgen dann der Regel auch sehr bald.

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wolffm 30.01.2015, 08:34
3. Welche Fächer?

Um welche Fächer geht es konkret?
Das ist ein Zumutung für die und deren Eltern, die teuer einen Studienplatz im Ausland bezahlen, weil sie in Deutschland keinen bekommen haben.

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hooverphonic 30.01.2015, 08:35
4. Auch ein Wohnproblem?

Welche Studentin, welcher Student will denn unbedingt bei den Eltern wohnen bleiben? Selbst WENN er/sie sich blendend mit ihnen versteht. Spannungen sind da einfach unvermeidlich, nicht zuletzt wegen des "Regelwerks" im Elternhaus, das man als Studierende(r) irgendwann doch mal etwas großzügiger auslegen will. Und in sehr konservativen Elternhäusern gibt es überdies noch ein Problem mit Privatsphäre und -leben. Was, wenn die Studentin einen Schwarzen liebgewonnen hat? Gerade im ländlichen Raum ist da die Toleranzschwelle bei der sog. Elterngeneration immer noch nicht im 21. Jh. angekommen.
Und GENAU dann steht sich besagtes Wohnproblem. Man möchte studieren ABER auch sein eigenes Leben leben, und das lässt sich in großen Städten kaum noch bezahlen - es wird immer schlimmer. Andererseits reicht das hinzuverdiente Geld "dank" der Minijob-Politik (bei der ZWEI Arbeitskräfte sich eine Stelle teilen) kaum aus, um Miete + Essen + noch wenigstens wenige Aktivitäten finanzieren zu können. Bafög? Ja, gibt's auch, aber in Akademikerhaushalten steht das gar nicht zur Debatte, weil das Elterneinkommen zu hoch ist.

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prefec2 30.01.2015, 08:36
5. Danke Wettbewerb

Weil die Hochschulen nun im Wettbewerb um die besten Studierenden treten sollen wurde ein neues Vorgehen für die Bewerbung ausgetüftelt. Jeder muss sich bei allen Hochschulen bewerben wenn es etwas werden soll. Das führt natürlich dazu, dass der eine mehrere Zusagen und der andere mehrere Absagen bekommt. Aber egal. Hauptsache dem Dogma wurde genüge getan. Zu ZVS Zeiten konnte man sich zentral bewerben und angeben welche Unis man vorzieht. Das war viel einfacher. Auch gab es nicht so viele verschiedene Studiengänge, welche sich im Bachelor kaum voneinander unterscheiden und früher einfach Schwerpunkte innerhalb eines Studiengangs waren.

Mit ZVS wäre das nicht passiert mit den unbesetzten Stellen. Davon abgesehen wollen wir doch, dass die Hochschulen in Deutschland alle eine gute Ausbildung und Bildung anbieten. Das geht nicht wenn man versucht eine pseudo Konkurrenz aufzubauen, welche zum Abstieg von Unis und deren Qualität führt. Wir wollen gute Bildung überall. Also weg mit dem aktuellen Modell und eine Wiedereinführung der ZVS.

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ozi 30.01.2015, 08:38
6. Wenn das so ist,

brauchen wir sofort mehr Zuwanderung aus dem studentischen Bereich. Sofort mehr zukünfitige Fachkräfte.
Lachnummer.

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ckastro 30.01.2015, 08:45
8. @ spiegelleserin 57

Grundsätzlich haben Sie wahrscheinlich recht, aber ist Ihnen mal aufgefallen wie lustfrei und dröge Ihr Post ist? Da werden Kinder und Jugendliche innerhalb von 12 Jahren durch die Schule gepeitscht damit sie danach an der Uni gaaanz strebsam in Regelzeit und mit Bestnoten ihr Studium beenden um danach in gutbezahlten 14 Stunden Jobs viel Geld zu verdienen. Nee, da verzichten die meisten gerne drauf und wollen noch ein wenig Spaß und Sozialkontakte. Was Sie angeht, mein Beileid.

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hanspfomme 30.01.2015, 08:50
9.

Oder vielleicht, dass manchen Regionen aufgrund von Arbeitslosigkeit und fehlenden Arbeitsplätzen einfach nicht interessant genug sind, um dort ein Studium anzufangen.
Wer zieht denn bitte freiwillig vom süden Deutschlands nach MeckPom, nur weil es da noch freie Studienplätze gibt?
Dann lieber ein Jahr warten und an der Lieblingsuni studieren. Natürlich genießen Studenten einen etwas lockeren Lebensstil, deswegen kann man aber genauso ehrgeizig an Klausuren rangehen und einen Top Abschluss schreiben, obwohl beim Reden das Wort Party fällt.
Anstatt Fehlern an den Studis zu suchen, würde ich eher das Verteilungssystem der Studienplätze mal überdenken und verbessern, um das es in dem Artikel eigentlich geht.
Und nein, ich bin und war noch nie Student.

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