Forum: Leben und Lernen
Überbehütete Kinder: Ich bin ein Helikopter-Papa
Reiner Zensen

Der Lehrerpräsident warnt vor Helikopter-Eltern, die ihre Kinder ständig aus der Luft überwachen. Dabei bleibt Müttern und Vätern kaum etwas anderes übrig, als korrigierend einzugreifen, findet : Denn im Bildungswesen herrscht das Chaos.

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specialsymbol 15.08.2013, 11:02
1. Leider hat der gute Mann recht

Wenn meine Kinder was lernen wollen muß ich es ihnen beibringen. Auf die Schule darf man sich nicht mehr verlassen, die Lehrpläne sind (zumindest in Hessen und Bayern) mittlerweile derartig verkorkst dass nichts sinnvolles dabei rauskommt. Das ist nicht eine Schwäche der Lehrer, das ist ein Versagen der Bildungspolitik und der Kultusministerien. Schulen sind zu reinen Betreuungsanstalten gekommen, in denen von Wirtschaftspolitikern gewünschte Fähigkeiten gelehrt werden. Mit Bildung hat das nichts zu tun.

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kategorien 15.08.2013, 11:02
2. Technische Beziehungswünsche

Bei manchen Eltern werde ich nicht den Eindruck los, dass ihre Beziehung zum iPhone oder das Auto auf ihre gesamte Umwelt zu übertragen versuchen. "Man kann als Vater und eingetragener Kontaktpartner ein "Alles-OK" per SMS nach einem solchen Unwetter erwarten." -- Das ist hoffentlich Ironie. Etwas weniger Institution und Eltern, die institutionelle Hoffnungen an die Lehrer hängen, und wir müssten solch überflüssige Meinungsartikel wie diese nicht lesen. Albern und billig.

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Lebensberater 15.08.2013, 11:13
3. optional

Die 'Overprotection'-Haltung findet man interessanterweise meistens bei den Müttern.

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bbär 15.08.2013, 11:13
4. Nein, Herr Füller

Sind brauchen sich nicht angesprochen zu fühlen. Wie Sie sich beschreiben, ist völlig normal. Ich erlebe da ganz anderes im schulischen Umfeld meiner Kinder.
Besonders gut gefällt mir Ihre Aussage zu G8. Das kann unkommentiert so stehen bleiben.

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frunabulax 15.08.2013, 11:14
5. Omg

Das genau sind die Schlimmsten, die Eltern die meinen überall mitreden zu müssen und denken Sie müssten den Lehrern Ihren Job erklären.

Bei den Eltern heutzutage können einem die Lehrer nur leid tun. Jeder will für sein Kind das Beste und meint daraus jedes Recht ableiten zu können. Das ist überbordender Egoismus und untergräbt die Autorität der Lehrer, die dann wieder von den Verursachern beklagt wird.
Für die Kinder ist es sicher auch nicht förderlich, wenn Mutti und Papi sich um jeden Dreck kümmern.

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gultimore 15.08.2013, 11:16
6.

Zitat von specialsymbol
die Lehrpläne sind (zumindest in Hessen und Bayern) mittlerweile derartig verkorkst dass nichts sinnvolles dabei rauskommt.
Das Problem ist, dass die Schulen und das Bidlungssystem ewige Baustellen sind. Auf der einen Seite müssen diese sich ständig neuen Anforderungen anpassen, auf der anderen Seite muss man diesem System Zeit geben, sich anzupassen. Beides wird nicht getan. Im Gegenteil, da jeder Erwachsene (ob Eltern, Poltiker oder allgemein Wähler) der mal auf einer Schule war, genau weiß, woran es im Schulsystem krankt, wird ständig weiter verschlimmbessert. Die leidtragenden sind die Schüler und Lehrer. Die einen, weil sie nichtsmehr lernen können, die anderen, weil sie überall die Schuldigen sind und von allen Seiten niedergemacht werden.

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benny_na_lievo 15.08.2013, 11:20
7. Danke!

Herr Füller, Sie sprechen mir aus der Seele! Lassten Sie Ihre Kinder mal in die Uni kommen, und Sie werden sehen, dass dort die jungen Erwachsenen mittels schwachsinniger Zugangshürden (schon mit einem Abischnitt von 1,5 wird es eng) und sinnfreiem Folienauswendiglernen an einer persönlichen Entwicklung weiter gehindert werden. Der staatliche Bildungsflickenteppich und -wahnsinn geht dort weiter. Nur dass dort weder Ihre Kinder und erst recht Sie nichts ausrichten können. Sie dürfen dann nur noch zahlen.

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marxfr 15.08.2013, 11:23
8. optional

"Papi, just arrived in Fort Knox!" - ist falsch - es heisst richtig: "Papi, just arrived at Fort Knox!". Das sollte einem hochbegabten Kind aber nicht passieren.

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ditor 15.08.2013, 11:23
9. Manchmal erscheint es notwendig

Manchmal könnte man den Eindruck gewinnen, dass vor lauter Vertretungsstunden, Projekttagen/wochen, Inklusion, Integration, Konferenzen, Brückentagen sowie tiefenentspannter Woche vor den Ferien Helikoptereltern notwendig sind.

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