Forum: Leben und Lernen
Ukrainische Studentinnen: Mit Krawall gegen Sextourismus

Wo sie auftauchen, wird's turbulent. Mit rabiaten Mitteln kämpft die Gruppe Femen gegen Sextourismus und Prostitution in Kiew. Die Studentinnen und Schülerinnen ziehen sich aus, warnen Ausländer, werfen mit Schlamm oder Torten. Ihr Schlachtruf: "Die Ukraine ist kein Bordell!"

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Graubi 30.07.2009, 20:06
150. Ganz einfach......

Zitat von JohnnyWadd
Ich gehe etwa durchschnittlich einmal die Woche zu einer Professionellen. Das mache ich schon viele Jahre lang. Ohne das ich mit einer festen Partnerin zusammen lebe. Ja, ich habe sogar auch Verkehr mit normalen Frauen, das kommt auch vor, immer Safer Sex, damit das politisch und sozial korrekt ist. Und man glaubt es kaum, ich bin zufrieden. Was sagt unsere Hobbypsychologin bitte dazu? [
Weil Sie damit genau DAS Haßobjekt der FeminsitInnen sind! Denn damit (durch Ihren Lebenswandel --- und das ist KEINE moralische Wertung) entziehen Sie sich dem herkömmlichen M/W Machtgefüge.
Die Frau hat in unserer postmodernen, pseudoemanzipierten Gesellschaft ihre Sonderstellung -- den Betrag zu gesellschaftlichen Reproduktion -- praktisch eingebüsst. Familien sind out, den "Nachwuchs" hohlen wir uns gut ausgebildet aus der Dritten Welt. Die steigende Zahl der kinderlosen und/oder Singlehaushalte ist ein behender Beweis. In der Zeit vor diesen Entwicklungen hätte man sich mit solchem Lebenswandel gesellschaftlich diskreditiert.
Nun ist die Frau also "frei" zu entscheiden. Was machen die "Bösen" Männer --- die suchen sich Entspannung bei den zwei großen, verfehmten P: Pornographie und Prostitution.
Damit verliert die Frau auch noch ihre letztes Machtmittel und DESHALB mittlerweile die große Triebjadt der FeministInnen gegen selbige P's! Denn in den Anfängen der Emanzipationsbewegung der Frauen wurde FÜR eine Legalisierung/ Anerkennung von Prostitution gestritten als wesentlicher Punkt in der Selbstbestimmung der Frau!!! Nur ---- irgendwann kam eben die Erkenntnis, daß der Schuß (im wahrsten Sinne des Wortes) nach hinten losging!
Was das nun mit den Ukrainerinnen/ Osteuropäerinnen/ Ausländerinnen zu tun hat, diesen "wunderschönen", "jungen", "knackigen", "willigen"???? Na, die sind doch die nächste Stufe der Konkurrenz --- ganz normale Stutenbissigkeit! ;-)

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gummiband 30.07.2009, 20:17
151. Eine andere Sichtweise!

[QUOTE=afsoen;4106872]Ich sehe hier ueberhaupt keinen Widerspruch und schon immer hat mich eine derartige Argumentationslinie bei Maennern verwundert. Ebenso wie mich die Verbitterung verwundert, mit der einige die fortschreitende Gleichberechtigung der Geschlechter sehen.
/QUOTE]

Man kann es auch anders formulieren: Einige Männer scheinen nun zu fordern, dass Gleichberechtigung auch in Bereichen angewandt werden soll, wo es einige Frauen bisher nicht für nötig gehalten haben. Ich finde diese Forderung nicht ganz unberechtigt. Muss man zwar nicht so handhaben, kann man aber.

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nica27 30.07.2009, 20:32
152. Sehr

Zitat von Tubus
So hat Schopenhauer bereits argumentiert. Der wesentliche Unterschied zwischen Prostitution und vielen Ehen besteht doch nur darin, dass Mann sofort bar oder gegen Vorkasse bezahlt. In der Regel das ehrlichere Geschäft.Rein rational ist das Gekreische von aufgekratzten Feministinnen auch hier im Forum aber nicht zu verstehen. Die Diskriminierung von Prostitution hat eben auch mit der Leib- und Sexualfeindlichkeit der abrahamitischen Religionen zu tun. Im alten Griechenland oder in Japan gehörten Hetären oder Geishas zu den gebildedsten Frauen. Von Tempelhuren, die ganz normale Bürgertöchter waren mal ganz abzusehen.
interessant. Geishas waren Unterhalterinnen und keine Prostituierte, im Gegenteil eine Geisha die sich mit einem der Männer die sie zu unterhalten hatte einließ verlor ihr Gesicht und den Status einer Geisha. Nur der Verkauf der Jungfräulichkeit an den Meistbietenden läßt sich mit Prostitution in Verbindung bringen. Dieses Ritual machte die Meiko erst zur Geisha und brachte ihr eine gewisse finanzielle Unabhängigkeit. Für das Körperliche gab wieder andere Frauen. Und die Tempelhuren waren auch Opfer der gesellschaftlichen Umstände und sind mitnichten aus Spass an der Freude jedem zur Verfügung gewesen der vorbei kam. Erst wenn der Tempel eine bestimmte Menge an Geldes eingenommen hatte durch die Dienste wurde die Frau wieder gehengelassen.

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Sinamore 30.07.2009, 23:44
153. Erniedrigung

Auf der einen Seite auf die Prostitution mit der Erniedrigung von Frauen gleichzusetzen mit Symbolischem "auf den Boden werfen", auf der anderen Seite Aussagen wie man "solle sich nicht mit Prostituierten einlassen".. wer erniedrigt hier wohl die Prostituierten?

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Rainer Unsinn 30.07.2009, 23:51
154.

Zitat von sysop
Wo sie auftauchen, wird's turbulent. Mit rabiaten Mitteln kämpft die Gruppe Femen gegen Sextourismus und Prostitution in Kiew. Die Studentinnen und Schülerinnen ziehen sich aus, warnen Ausländer, werfen mit Schlamm oder Torten. Ihr Schlachtruf: "Die Ukraine ist kein Bordell!"
Wiedermal so ein Selbstjustiz Schwachsinn. Wer sich prostituieren will soll das tun, wer das nicht will soll das nicht tun. Wer Sex kaufen will soll das tun, wer das nicht will soll das nicht tun. Ich finde diese Studentinnen und alle die ähnliche Aktionen machen einfach nur total gestört und reif für die Couch.

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stonecold 31.07.2009, 05:09
155. ..

Zitat von medienquadrat
irgendwie verstehe ich die Logik nicht ganz. Studentinnen ziehen sich aus, um Männer abzuschrecken? Sind die Ukrainerinnen denn so abstoßend hässlich?

Sie waren wohl noch nicht dort, sonst würden Sie diese Frage nicht gestellt haben))

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xehris 31.07.2009, 06:35
156. Prostitution selten freiwillig

Zitat von Peggy Bundy
Ein sehr guter Beitrag, Danke. Und mit welcher Kaltschnäuzigkeit manche Männer für ein Recht auf Prostitution - quasi als naturgegeben - bestehen wollen und den Beruf z.B. mit dem einer Friseuse gleichsetzen wollen, ist erschreckend. Wenn reife, erwachsene Menschen den Unterschied nicht erkennen wollen und mit neunmalklugen Argumenten daher kommen, kann ich nur den Kopf schütteln.

Die Freiwilligkeit oder ein Zwang, mit dem Prostituierte ihren Job ausüben, ist gerade in armen Ländern wie der Ukraine schwer zu unterscheiden. Frauen, die sich nur mit Prostitution finanziell über Wasser halten können, sind deshalb kaum freiwillig Prostituierte.
Prostituierte sind außerdem, gemäß eine kanadischen Studie, eine Hochrisikogruppe für psychische Störungen. Fast alle von ihnen sind in ihrer Kindheit sexuell missbraucht und körperlich und psychisch schwer misshandelt worden, leiden unter den Traumata aus ihrer Kindheit, so dass
sie zu einer bürgerlichen Berufstätigkeit nicht fähig sind.
Prostituierte gehen also in den seltensten Fällen freiwillig ihrer Tätigkeit nach.

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Petermedia 31.07.2009, 07:41
157. Expats?

Die Aktion geht meines Erachtens an den wirklichen Addressaten vorbei.
Ich selbst lebe und arbeite als EXPAT in Shanghai und kenne darüber hinaus eher Moskau und nicht die Urkraine.
Doch letzendlich lassen sich die Verhältnisse sicher übertragen.
Hier mal einige Punkte.
Prostitution hat oft vordergründig nicht nur mit dem Verhältnis reiche Lände versus arme Länder zu tun.
Ein hauptfaktorist die landestypische verteilung der Einkommen. In fast ganz Asien und den GUS Staaten ist dies zu beobachten.
So machen die westlichen Freier den geringsten Prozentsatz aus, hier in China z.B unter 1%. Meist sind es reiche Landsleute die sich Sex bei prostituierten einkaufen. Das gilt im übrigen auch für Thailand den Prototypen für Sextourismus in der westlichen Sicht.
Einen noch geringeren Prozentsatz machen wohl die EXPATS aus. Hier wird das Thema Sex gegen bares doch eher in Form von Zweckbeziehungen gelöst.
Diese leisten sich doch eher eine bezahlte einheimische Lebensabschnittsgefärtin um nicht den vermeindlichen Selbstrespekt zu verlieren.
Sogesehen, geht die Aktion leider am Thema vorbei, ganz im gegenteil meines Erachtens lockt das in der Ausdrucksform eher noch ausländische Sextouristen an.
Aber es ist natürlich einfacher sich seine Zielpersonen im Kontingent der Ausländer zu suchen, als kritisch auf die ungerechten Lebensbedingungen im eigenen Land zu schauen.

Der hohe Anteil der studentischen Prostituierten in Kiew gibt zu denken, weil studentische Gelegenheitsprostitution eben meist kein Fall von Zwangsprostitution ist. Hier in China sind die studentischen Gelegenheitsprostituierten wohl cleverer, meist suchen sie sich ältere reiche Chinesen und regeln Details ihrer Verbindung sogar vertraglich ab.

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ronghua 31.07.2009, 07:45
158. Immer freiwillig..........

Habe in meinem Leben noch nie fuer einen Liebesdienst bezahlt. Man/Frau folgte mir bereitwillig und freute sich stets aufs 'Wiederkommen'.
Ein Vielreisender, der auch jetzt mit 69 noch grossen Erfolg hat...........ohne Bezahlung, natuerlich gab es 'Mitbringsel'!

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Sabbel77 31.07.2009, 08:33
159. Feminismus

Also ich glaube nicht, das es wirklich Frauen gibt, die wie Männer behandelt werde wollen ... außer vielleicht welche die im falschen Körper stecken (was etwas völlig anderes ist)
Feministinnen wollen NICHT wie Männer behandelt werden!
Wir Frauen wollen nur nicht mehr wie Menschen 2. Klasse behandelt werden so nach dem Motto "das is ja nur ne Frau"!
Sicher ist es das "älteste Gewerbe" und es wird auch immer weiter bestehen, denn der männliche Trieb kann (zum Glück) nicht abgeschafft werden, sonst würden wir ja aussterben.
Es sollte aber keine Ausbeutung der Frau die Folge sein!
Wir sind nicht gleich, Männer und Frauen sind verschieden, aber wir sollten uns GEGENSEITIG den gleichen Respekt entgegen bringen, denn letztendlich seit ihr auch "bloß Männer" und wir alle sind Menschen!
Und wie bekommt man denn sonst noch die Aufmerksamkeit der männlichen Bevölkerung? Wenn die Damen als verhuschte graue Mäuse durch die Straßen ziehen würden, würde hier kein Artikel stehen und sie hätten in ihrem Land auch nicht so viel Aufmerksamkeit!
Ich find das gut! Frauen ziehen sich übrigens nicht der Männer wegen so an, sondern um andere Frauen neidisch zu machen ;-)

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