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Umfrage: Lehrer bemängeln die Handschrift ihrer Schüler
Jan Woitas/ZB/dpa

Zu unleserlich, zu langsam: Lehrer schimpfen schon länger über die Handschrift ihrer Schüler. Doch laut einer Umfrage ist die Unzufriedenheit zuletzt noch deutlich gewachsen.

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Nonvaio01 09.04.2019, 16:44
10. eben

Zitat von camshaft_in_head
ich als Linkshänder war vor über 30 Jahren auch einer der Schüler die aufgrund dessen eine Sauklaue hatten. Meine Grundschullehrerin wollt mich sogar zum Rechtsschreiben drängen! Man kann niemanden zum schönschreiben zwingen, wichtig ist eher das dieses grammatisch korrekt geschieht. Ich hatte in Dikaten nur 1er und 2er :D
wichtig ist was man schreibt, nicht wie schoen es ist. leider sind viele menschen aber extrem limitiert was das angeht. Die schauen erst ob es auch schoene buchstaben sind. Genauso bei rechtschreibung, nur weil einer in Gramatik schlecht ist, heisst das nicht das er nicht klug ist.

In der Geschichte gibt es viele beruehmte beispiele.

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Friise 09.04.2019, 16:48
11. In the Year 2525

An diesen Song aus den Sechzigen muss ich nun immer wieder denken. ...Your arms hangin' limp at your sides -
Your legs got nothin' to do - Some machine's doin' that for you - In the year 6565. Das Jahr 2525 kommt schneller als Zager und Evans damals dachten.

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dasfred 09.04.2019, 16:48
12. Völlig neue Erkenntnis

Wenn ich an meine Schulzeit denke, dann habe ich nur schlechte Bemerkungen über meine Handschrift unter jedem Diktat und Aufsatz in Erinnerung. Das war eine so miese Klaue, dass ich in Absprache mit den Lehrern meine Hausaufgaben mit der Schreibmaschine machen durfte. Der Erfolg war, neben der besseren Lesbarkeit auch deutlich weniger Rechtschreibfehler. Als Handschrift ist nicht für jeden das Beste.

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Nachteuie 09.04.2019, 16:51
13. Es gibt auch Dinge die auch die beste Schule nicht leisten kann

Ich erinnere mich noch lebhaft an meine Grundschuljahre: Meine Lehrer/innen brachten mir morgens in der Schule die Grundlagen bei und am Nachmittag kamen die Hausaufgaben: Üben üben üben mit elterlicher (und großelterlicher) Hilfe und Überwachung. Und da fehlt es heut zu Tage meiner Beobachtung nach oft: Die Kinder gehen ja in die Schule - und da sollen die Lehrer ihnen dann alles beibringen - die werden ja dafür bezahlt: Erziehung bitte All-Inklusiv - und Ende 4. Schuljahr zwingend die Empfehlung auf das gute alte Gymnasium. Als Eltern mit den Kindern üben? Selbst aktiv werden und sich an der Schulausbildung seiner Kinder mitarbeiten? Generell Kinder erziehen (oder wenigstens mit-erziehen)? Manche Eltern fühlen sich schon über Gebühr belästigt und beansprucht, wenn die Lehrer/innen sie einmal im Quartal zu einem Elternabend bitten....aber dann für die Kinder schon Englisch, Chinesisch oder Kernphysik in der Grundschule fordern....Klar: Der Medienkonsum ist ein Riesenproblem - aber weniger bei den Kindern sondern vor allem bei vielen ELTERN: Würden die soviel Zeit, wie sie für ihre tägliche Lieblings-Fernsehserie einplanen, auch in die Betreuung und Förderung ihrer Grundschulkinder investieren könnten viele Kinder auch wieder (unter anderem) besser handschriftlich schreiben, und lesen, und rechnen, und turnen, und.....und.....und.....

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spon_3689546 09.04.2019, 16:52
14. Omg

Zitat von Nonvaio01
gehts noch? handschrift....gaaanz wichtig......meine ist kaum zu entziffern, aber ich hab auch dyspraxia und kann nicht laenger als 5 min schreiben. ich arbeite nun schon seit ca 30 jahren, noch nie musste ich etwas mit der hand schreiben ausser meine einkaufsliste. Mein sohn hat aber der 7klasse eh einen Lap-Top, da ist nichts mehr mit handschrift.
Was für ein überflüssiger Beitrag.

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Theya 09.04.2019, 16:53
15. Das einzige,

was ich in mittlerer Regelmäßigkeit noch in Handschrift schreibe, ist meine Unterschrift - gelegentlich mal eine Notiz. Wichtiger, als mit Stift und Papier leserlich schreiben zu lernen, wäre doch, überhaupt Lesen und Schreiben zu lernen. Da scheint es mir bei den jüngeren Generationen doch teilweise eher im Argen zu liegen, zumindest was Ausdruck und Kohärenz angeht (Tippfehler kann man ja noch verzeihen).

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Sibylle1969 09.04.2019, 16:54
16.

Ich bin 1976 eingeschult worden, und da gab es im Gegensatz zu früher keine Note für Schönschrift mehr. Aber es war schon damals so, dass die Mädchen im Schnitt die schönere und besser lesbare Handschrift hatten als die Jungen. Und es gab in der Grundschule eine ganz starke Korrelation zwischen der Lesbarkeit der Handschrift und den Leistungen allgemein. Später im Gymnasium gab es diese Korrelation weniger stark, aber der Unterschied zwischen Mädchen und Jungen blieb bestehen.

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migampe 09.04.2019, 17:09
17. An der Handschrift

erkennt man die Persönlichkeit! 30 min beschwerdefrei schreiben? Ich denke, diese Spezies ist mittlerweile eine Minderheit. Schaffen es doch auch immer weniger Leute, Groß- und Kleinschreibung anzuwenden....
Und analoge Uhren können auch immer weniger lesen.
Wir brauchen mehr Tablets - auch schon im Kindergarten - damit die Verblödung schneller voranschreiten kann!

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Apuleius_Madaurensis 09.04.2019, 17:15
18. Korrelationen

Auch wenn es einige Foristen nicht wahrhaben wollen: Es gibt gut erkennbare Korrelationen zwischen 1. der Praxis, mit der Hand zu schreiben, 2. dem Leseverstehen und 3. der Merkfähigkeit. D.h. das gründliche Üben der Schreibschrift sorgt einerseits dafür, dass Kinder sich mit Schreiben und Lesen auseinandersetzen und darüber auch die Fähigkeit trainieren, komplexe Satzstrukturen zu begreifen. Ist ja auch logisch: Wer regelmäßig Buchstaben schreibt, ist auch geübter darin, Worte zu entziffern, und ist damit besser in der Lage, den Sinn der Worte zu verstehen. Außerdem prägen sich Sachverhalte um ein Vielfaches besser ein, wenn sie mit der Hand notiert werden. Und zu guter Letzt sind diese Schüler auch in der Lage, komplexere Sachverhalte selbst darzulegen, z.B. in Klausuren. Bei vielen, die lediglich Druckbuchstaben "malen", sind sowohl Leseverstehen als auch die selbst verfassten Gedankengänge grausam unterkomplex. Schon allein, weil sie nicht in der Lage sind, in einem vernünftigen Tempo ihre Gedanken aufs Papier zu bringen. Also: Rettet die Handschrift!

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Tom77 09.04.2019, 17:17
19. Schreibschrift ist das Problem

Ich frage mich, warum man eigentlich immer noch Schreibschrift lehrt. Das braucht kein Mensch mehr. Stattdessen wäre es besser, den Kinder eine saubere Druckschrift beizubringen anstatt ihnen Schreibbuchstaben zu lehren, die sie kaum noch irgendwo sehen. Druckschrift hingegen sehen sie in jedem Medium permanent: Online, im TV, in gedruckten Medien - überall. Schreibschrift sieht man nur noch auf irgendwelchen Schildern von Unternehmen, die es seit 30 Jahren nicht geschafft haben, das Corporate Design ihrer Backstube auf dem neuesten Stand zu bringen.

Druckschrift kann man auch besser lesen. Da ist ein A eben eindeutig auch ein A, ohne irgendwelche Schnörkel und Schleifen und sonst was. Briefe schreibt heute auch kein Mensch mehr. Handschrift braucht man eigentlich nur noch, um sich mal nebenbei ein paar Notizen zu machen. Auf der Arbeit geht im Büro heute alles digital. Da schreibe ich allenfalls mal ein paar Stichpunkte auf ein Post-It. Der Rest ist rein digital.

Man sollte Kinder nicht mit sinnlosem Kram aufhalten. Sie sollten Druckschrift schreiben lernen und gut ist. Keiner der heutigen Schüler wird sich hinsetzen, wenn er ein großer Schriftsteller werden möchte, und seine 500 Romanseiten mit Schreibschrift zu Papier bringen. Schreibschrift ist genauso sinnlos wie Schreiben mit Federkiel. Macht heute auch keiner mehr, braucht man nicht zu lernen.

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