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Umfrage unter 10- bis 17-Jährigen: Kinder wollen ins Grundgesetz
Corbis

Fast drei Viertel der 10- bis 17-Jährigen halten es für wichtig, dass Kinderrechte im Grundgesetzt verankert werden. Das zeigt eine Umfrage des Kinderhilfswerks. Die SPD würde mitmachen, doch die Union blockiert.

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Gaztelupe 25.01.2015, 13:08
1.

Na, das ist ja mal eine Meldung. Hätte nicht mit so einer Forderung der so kleinen Hände gerechnet, eher mit leichter Skepsis wie: »Nur wenn Grundgesetz WLAN hat ...« oder »Läuft auf Grundgesetz auch Clash of Clans?«

Ansonsten nicht verwunderlich, dass die kleinen Prinzen und Prinzessinnen an Rechten überhaupt nicht genug kriegen können. Was sollten sie auch dagegen haben? Auch keine Überraschung, dass eine Umfrage des Kinderhilfswerks ein Defizit an Kinderrechten verkündet, und zwar aus Sicht der – wer hätte es gedacht – Kinder!

Was für Rechte mögen das eigentlich sein? Smartphone-Garantie schon in der Kita? Pommes satt am Sonntag? Strafloses Hauen und Bespucken der Doofen?

Anderseits symptomatisch, wenn kaputte Familien Rechte und Pflichten nun auf die auslagern mögen, die mit beides am wenigsten wahrnehmen können ...

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freespeech1 25.01.2015, 13:11
2.

Leider bleibt ziemlich unklar, was eigentlich "Kinderrechte" sind, die im Grundgesetz verankert werden sollen.
Es wird nur ein Beispiel genannt, und da steht auch nicht Kinderrecht gegen Elternrecht, sondern Elternrecht gegen Staat. Außerdem sehe ich auch nicht, dass das Grundgesetz Kinder in die Obhut des Staates gibt, wenn die Eltern den ihnen obliegenden Pflichten nicht nachkommen.
http://www.bverfg.de/pressemitteilungen/bvg14-108.html

Und welche weiteren Kinderrechte sind gemeint? Recht auf freien Fernsehkonsum, frei Wahl der Ernährung, Anspruch auf Taschengeld? Etwas mehr Informationen wären schön.

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Atheist_Crusader 25.01.2015, 13:17
3.

Zitat von atech
Würde die Bundesregierung die Kinderrechte im Grundgesetz verankern, dann käme so einiges auf den Prüfstand. Etwa ob man Kinder ungefragt taufen darf? - Schließlich hat das lebenslang Auswirkungen. Ob man Kinder ohne ihre Zustimmung beschneiden darf? - Auch das ist ein Eingriff, der eigentlich nur dann durchgeführt werden sollte, wenn er medizinisch indiziert ist.
Es wird nie ein Gesrtz geben, dass Eltern verbietet, ihre Kinder mit irgendeiner Ideologie zu indoktrinieren, sei sie nun politisch oder religiös. Und das ist auch gar nicht möglich, denn wenn diese Ideologie zuhause auch gelebt wird, bekommt das Kind es halt mit.
Deswegen ist ja die Schulpflicht so wichtig - damit es das Kind aus diesem nur von den Eltern kontrollierten Dunstkreis entfernt und in Kontakt mit jene Menschen, Ideen und Ideologien bringt, die ihm auch in der realen Welt begegnen würden.

Und abgesehen von der praktischen Umsetzbarkeit (die Konservativen würden Sturm laufen) könnte man eine Taufe auch sehr schlecht verbieten. Und es ist ja auch nicht der Akt der problematisch wäre. Das Kind trocknet ja wieder.
Eine Beschneidung dagegen (sofern nicht aus rein medizinischen Gründen durchgeführt) ist NICHT reversibel, von daher muss das härter bewertet werden. Zum Recht auf Religionsfreiheit gehört auch das Recht auf Freiheit von Religion. Und wenn ein Kind aus religiösen Gründen beschnitten wird, ist das fast so, als würde man ein anderes mit einer Kreuz-Tätowierung versehen. Gut, auch der Vergleich hinkt. Tattoos kann man entfernen.

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Untertainer 25.01.2015, 13:20
4. Am besten gleich vergessen

Das Gesetz wäre nichts wert, da Religiöse wie üblich Sonderrechte eingeräumt bekämen.

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wip 25.01.2015, 13:21
5. Kinder ins Grundgesetz?

Müssen Kinderrechte gesondert ins Grundgesetz? Nein! Das Grundgesetz gilt für alle Menschen, und da auch Kinder Menschen sind, gilt es Buchstabe für Buchstabe, Wort für Wort, Satz für Satz ... auch für Kinder.

Wer Kinderrechte gesondert ins Grundgesetz aufnimmt will, spricht Kindern die allgemeine Mensch-lichkeit ab. Sowohl die Kindstaufe ( Art, 2,1 (freie Entfaltung) wie jede Form der Beschneidung (Art. 2,2 körperliche Unversehrtheit) widersprechen dem Grundgesetz. Dass dies nicht ernst genommen wird beweist, dass in etlichen Bereichen der Alltagswirklichkeit das Grundgesetz nur die Gültigkeit eines beschriebenen Blatt Papier hat.

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Spiegelleserin57 25.01.2015, 13:24
6. Kinderrechte sind extrem wichtig!

vielleicht wäre durch diese rechte etliches Leid den Kindern erspart. Es sollte aber auch bedacht werden was es heißt dem Kind die Eltern zu nehmen. Viele Eltern die unschuldig sind kämpfen über viele Jahre um die Rückgabe ihrer Kinder. Wenn die Behörden endlich mehr Personal bekämen könnte dies sich auch besser um das Wohl der Kinder kümmern.
Es ist schon sehr traurig zu lesen dass einige Betreuer
bis 120 Pflegefälle haben. Da bleibt keine Zeit sich ordentlich um die Leute zu kümmern. Gesetz hat nun auch etwas mit Menschlichkeit zu tun!

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spon-facebook-10000084270 25.01.2015, 13:26
7. Für mich stellt sich die Frage,

wessen Kinder wollen ins Grundgesetz und wer stand hinter den Kindern als sie geantwortet haben?
Und warum wollen sie ins Grundgesetz? Es geht um Verteilungskämpfe, wer bekommt was vom Milliardensteuerkuchen ab...dass hat mit Mißgunst nichts zu tun, aber Nutznießer werden die Kinder sein, die es jetzt schon sind: Aus dem Bildungsbürgertum und aus den Wohlstandsfamilien...weil deren Eltern wissen, wie man Rechte für sich nutzt und teilweise zum eigenen Gunsten ausbeutet. Die ärmeren und ungebildeten Schichten bleiben auf der Strecke. Wie jetzt schon....so sehe ich das...ich sehe nirgends Grund zu Optimismus. .

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j.w.pepper 25.01.2015, 13:29
8. Was bitte...

...sollen "Kinderrechte" sein, die sich von den allgemeinen bürgerlichen und Menschenrechten unterscheiden? Bei Versagen der Eltern gibt es bereits jetzt den Gesetzesvorbehalt in Artikel 6 Absatz 3 GG.

Für mich ist das eine populistische Seifenblase, und wenigstens das Grundgesetz sollte man von so etwas verschonen. Das funktioniert nämlich so schon ganz gut.

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TheCommentator1207 25.01.2015, 13:33
9. Absolut unnötig...

Das die 10-17 Jährigen dafür sind ist kein Wunder. Hauptsache seine eigenen Rechte verstärken, auch wenn es eigentlich überhaupt nichts bringt. Was soll da denn noch drin stehen? Eine bestimmte Erziehung vorschreiben? Mindesttaschengeld? Wohl eher nicht. Und Schlagen ist sowieso verboten...

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