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Umfrage unter 10- bis 17-Jährigen: Kinder wollen ins Grundgesetz
Corbis

Fast drei Viertel der 10- bis 17-Jährigen halten es für wichtig, dass Kinderrechte im Grundgesetzt verankert werden. Das zeigt eine Umfrage des Kinderhilfswerks. Die SPD würde mitmachen, doch die Union blockiert.

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genugistgenug 25.01.2015, 17:21
50. siehe @40

Zitat von brotherandrew
... betreffen alle bereits jetzt grundrechtlich erfassten Menschenrechte wie das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Ein spezielles "Kindergrundrecht" würde doch daran nichts ändern.
dieseS (1) Beispiel kam nach dem Beitrag @40 und steht als Beleg dass Behörden, Politik, usw. nur als Beschäftigungstherapie oder zur Tarnung der eigenen Untätigkeit nach neuen Gesetzen schreien - statt sich mal selbst an die Arbeit zu machen.
Berufen Sie sich mal in einer Behörde auf Grundgesetz oder nur auf die passenden Gesetze - sie werden ausgelacht.

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brotherandrew 25.01.2015, 17:29
51. Das ...

Zitat von genugistgenug
Berufen Sie sich mal in einer Behörde auf Grundgesetz oder nur auf die passenden Gesetze - sie werden ausgelacht.
... kommt darauf an, wie kompetent man auftreten kann und ob man z.B. einen schlagkräftigen Anwalt aufbieten kann. Natürlich werden subalterne Beamte, die von juristischen Fragen keine Ahnung haben, immer nur mit den Schultern zucken und ihr business as usual machen. Aber da muß man schon zu Bereichsleitern oder zum Hausjuristen gehen. Und man muß Standfestigkeit mitbringen, denn das Bohren dicker Bretter ist eine mühsame Angelegenheit ...

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emmerot 25.01.2015, 17:52
52. Besseres Wetter ins Grundgesetz!

Sind denn Kinder keine Menschen? Sind also Kinder nicht durch die Menschenrechte abgedeckt und brauchen eigene Rechte? Gilt Artikel 1 denn nur für Menschen von 0-9 und ab 18 Jahren? (hier werden ja explizit Knder von 10-17 erwähnt?) Und können sich Erwachsene in die Kinderrechte einklagen, wenn sie "junggeblieben sind" oder einfach nicht erwachsen werden? Wird dann das Jugendstrafrecht abgeschafft? Lieber besseres Wetter ins Grundgesetz!

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BettyB. 25.01.2015, 18:14
53. Kinderrechte sind Elternpflichten

Beginnen sollte man mit dem Schulfach "Elternpflichten". Und es würde einige Kinder überraschen, dass es die Pflicht der Eltern ist, für ihre Kinder zu sorgen, und der Staat nur eingreifen dürfte, wenn Eltern ihre Pflichten versäumen oder nicht erfüllen können. Die Warnung, nicht unbesonnen zu riskieren, Kinder zu bekommen, wenn man sie nicht versorgen kann, würde wohl ebenso überraschen. Auch viele Eltern...

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weltverkehrt 25.01.2015, 18:22
54.

Zitat von emmerot
Und können sich Erwachsene in die Kinderrechte einklagen, wenn sie "junggeblieben sind" oder einfach nicht erwachsen werden?
Die Frage ist doch wohl eher, wer die Prozesskosten übernimmt, wenn Kinder ihre neuen Rechte einklagen (wohlgemerkt, solange es nicht um Straftaten geht natürlich). Zahlen die Eltern die Anwälte (->Befangenheit), der Staat, zahlen Kinder ab Volljährigkeit zurück, wenn unterlegen? Sind Kinder überhaupt in der Lage den Erfolg einer Klage abzuschätzen? Wenn der Staat alles zahlt, kann der Anwalt ja aus dem Vollen schöpfen.

Die Juristen reiben sich schon die Hände, wenn Klein-Erna gegen das Smartphone-Verbot bzw. Entzug durch die Eltern, weil sie die ganze Nacht immer durchchattet, auf ihr Recht auf informationelle Selbstbestimmung klagt.

Wer nicht geschäftsfähig ist, kann auch keine Verträge schließen. Wer in allen Bereich geschützt werden muss und deshalb Einschränkungen hinnehmen muss, kann nicht umgekehrt keine Einschränkungen auf gleichem Niveau haben, wo gleiches Wissen vorausgesetzt wird. Und dass Eltern für ihre Kinder wählen dürfen (ganz eindeutig gegen freie, gleiche, unmittelbare Wahlen und eben KEIN WAHLRECHT FÜR KINDER zugleich, gegen die die sich ja gerade wehren können sollen), davon träumen Eltern nachts - gute wie schlechte.

Letztlich geht es darum, bei den Gruppierungen die das fordern, wie schon gesagt um Wahlvieh einerseits, aber andererseits auch nachdem Frauen schon ihre eigenen Gesetze und Ministerien bekommen haben, soll das im Alleinerziehenden-Mütter-Staat auch für die Brut gelten mit weiteren Privilegien, bis selbstverständlich außer den Männern jede Gruppe seine Sonderrechte hat und mit Pöstchen und Extra-Leistungen versorgt ist.

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fördeanwohner 25.01.2015, 18:53
55. -

Zitat von gruenewiese
Zum Vergeich: In Großbritannien werden Kinder, die von ihren Eltern seelisch oder körperlich misshandelt werden oder in der Gefahr sind, dass dies passiert, den leiblichen Eltern entzogen. Sofern diese sich mittelfristig nicht ändern und den Schutz ihrer Kinder vor ihre eigenen Interessen stellen, wird zunächst versucht, die Kinder in der weiteren Familie unterzubringen. Klappt auch das nicht, werden sie zur Adoption freigegeben - auch gegen den Willen der Herkunftsfamilie. So sieht Kinderschutz aus. ...
Ich mag mich ja täuschen, aber so wird es in Deutschland auch gehandhabt.
Als Beispiel kann man den aktuell diskutierten Fall des armen Mädchens Chantal nennen. Sie wurde (zurecht) aus der Obhut der leiblichen Mutter genommen, kam aber vom Regen in die Traufe und musste das mit ihrem Leben bezahlen.
Es ist aber nicht immer so einfach festzustellen, ob nun die Eltern tatsächlich eine Gefahr für ihre Kinder darstellen.
Allerdings würde sich an diesen Problemen auch nichts ändern, wenn Kinderrechte ins Grundgesetz geschrieben würden.

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bissig 25.01.2015, 19:51
56.

Zitat von brotherandrew
... dann Erwachsene dann nicht über einen Zebrastreifen für Kinder gehen? Gehen Kinder nicht bereits jetzt schon auf Spiel- und Sportplätze? Benutzen sie jetzt nicht schon verkehrsberuhigte Zonen?
Natürlich dürfen Erwachsene die Zebrastreifen auch nutzen (obwohl sie die jetzt schon vorhandenen ja auch seltenst nutzen). Kinder gehen auch jetzt schon auf Spielplätze, nur wünschen sich manche Anwohner stattdessen wohl eher einen Friedhof bzw. Parkplatz.

Was ich eigentlich ausrücken wollte, ist, dass wir als Gesellschaft vielleicht grundsätzlich etwas toleranter gegenüber den Bedürfnissen von Kindern sein sollten.

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frau_sonne 25.01.2015, 20:01
57. Ahnungslosigkeit

niedlich, wie hier jeder eine Meinung hat ohne zu wissen was Kinderrechte sind, wie wäre es mit der klassischen Reihenfolge, erst informieren, dann urteilen? Oder ist das zu kompliziert?
http://de.m.wikipedia.org/wiki/Kinderrechte

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brotherandrew 25.01.2015, 20:23
58. Das ist ...

Zitat von Shelly
Gleich als erstes würde ich das Recht eines jeden Kindes auf Unversehrtheit höher stellen und sofort jede Beschneidung als gemeinschaftlich begangene vorsätzliche Körperverletzung mit einer gefährlichen Waffe unter Strafe stellen!
... Unsinn. Schlicht und ergreifend. Im Übrigen wurden hier bereits grundrechtskonforme Regelungen getroffen.

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hohpe 25.01.2015, 21:04
59. klassische reihenfolge

Zitat von frau_sonne
niedlich, wie hier jeder eine Meinung hat ohne zu wissen was Kinderrechte sind, wie wäre es mit der klassischen Reihenfolge, erst informieren, dann urteilen? Oder ist das zu kompliziert? http://de.m.wikipedia.org/wiki/Kinderrechte
guter punkt
welches 10 jährige kind kann denn die begriffe kinderrechte und grundgesetz bewerten?

erst erwachsen werden, dann urteilen

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