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Umfrage unter Schülern: Gymnasien vermitteln politische Bildung besser als Berufsschu
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Wie viel lernen Schüler über Politik im Unterricht? Dieser Frage sind zwei Berliner Forscherinnen nachgegangen. Ihr Fazit: An Gymnasien läuft es besser.

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realist4 05.06.2019, 12:40
10. Was es alles gibt!

Was ist der Lehrauftrag der beiden Schularten? Mehr Forschung wäre eigentlich nicht notwendig gewesen. Ein Gymnasium hat 8-9 Jahrgangsstufen und soll allgemeines Wissen zum Hochschulstudium vermitteln. Berufsschulen sollen in 3 Jahren hauptsächlich theoretischen Wissen zur Berufsausbildung lehren. Vermutlich haben diese Forscher im Gymnasium nicht aufgepasst.

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kratzdistel 05.06.2019, 12:51
11. eine berufsschule ist kein gymnasium

sie können auch nicht äpfel mit Birnen vergleichen. wer eine Berufsschule besucht, hat bereits die grundschule hinter sich. die lehrstoffpläne sind auf den beruf ausgerichtet und nicht auf die Vertiefung von fächern eines Gymnasiums.

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Berufsschullehrer 05.06.2019, 13:31
12. Äpfel und Birnen

Ich unterrichte an einem Berufskolleg in NRW. Und ich würde nicht einmal die verschiedenen Schüler an unserer Schule im Rahmen der Gütekriterien empirischer Forschung miteinander vergleichen wollen.

Wie soll ich Schüler einer Berufsfachschule Typ 1, die bei uns ihren Hauptschulabschluss Klasse 10 nachmachen, mit Schülern vergleichen, die gerade ihre Abi-Prüfungen abgelegt haben?

Wenn es nicht gerade um die Berufsschule geht, landen bei uns ja auch hauptsächlich Schüler, für die es auf einer allgemeinbildenden Schule nicht mehr weiter geht. Die quasi "austherapiert" sind. Viele unserer Schüler haben andere Sorgen, als die Qualität, Quantität und Inhalte ihres Politikunterrichts. Zukunftsängste, finanzielle Sorgen in den Elternhäusern, Gewalt (auch häusliche und sexuelle),... Die Liste kann beliebig weitergeführt werden.

Für mache meiner Schüler habe ich als oberstes Ziel, dass sie überhaupt einen Abschluss bekommen, eine Ausbildung beginnen und - zum ersten Mal - in ein geregeltes Leben starten können.

Natürlich würden sich die Politik-Kollegen über mehr Interesse an den Inhalten freuen und es gibt auch immer wieder Schüler/Klassen, die ein ausgeprägtes Interesse an Politik haben.

Aber manchmal wiegen andere Baustellen halt mehr...

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Schartin Mulz 05.06.2019, 13:37
13. Politische Bildung

ist ja so ein schwammiger Begriff. Hat ja oft auch etwas von Religionsunterricht. Da die Lehrer natürlich nicht objektiv sind.
Zu meiner Zeit fand ja "politische Bildung" in erster Linie im Geschichtsunterricht statt, oder im Deutsch- und Erdkundeunterricht. Und das war an der stockkonservativen Schule kein Vergnügen.
Da wurde ganz schopn indoktriniert.
Und da kann ich mir nicht vorstellen, dass das heute soviel anders ist. Wenn ich z.B. sehe, dass "Demokratie verteidigen" aktuell mit "am aktuellen Zustand festhalten" übersetzt wird, kann ich mir schon vorstellen, was da abgeht. Gott sei Dank scheint sich bei den heutigen Jugendlichen ja im Moment auch so ein Widerspruchsgeist herauszubilden wie bei uns damals.

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rowi26 05.06.2019, 15:17
14. Umfrageübungen für Sozialwissenschaftsstudenten?

Wirklich wissenschftliche Umfragen sind doch bei Themen wie diesen völlig absurd.
Gibt es wirklich jemanden der eine andere These aufgestellt hätte?
Ich hoffe es hat nicht allzuviel gekostet oder war zumindest nur praktisches Übungsmaterial für Studenten.
Meine These "Erdmännchen lieben die Gemeinschaft" - kann das mal einer Überprüfen?

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powtech 05.06.2019, 18:50
15.

Kinder in Grundschulen lernen auch viel schneller Lesen als Kinder in der Musikschule!!1

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whantel 05.06.2019, 20:24
16. Warum ist der Politik-Unterricht schlecht an Berufsschulen in Bayern?

Als ehemaliger Lehrer an Berufsschulen in Bayern kann ich nur bestätigen, dass der Unterricht nicht optimal ist im Fach Sozialkunde, darin eingebunden Wirtschaftskunde und Politik (so war es früher).
Als Junglehrer wurde ich früher an den Berufsschulen in den Fächern Deutsch und Sozialkunde eingesetzt, studiert hatte ich Metalltechnik und als Zweitfach Physik. Wenn man endlich mit seiner Ausbildung fertigt war, wurde man unabhängig vom Studiengang dort eingesetzt, wo Lehrer fehlten. Widerspruch war zwecklos, man sollte sich glücklich schätzen, dass man eine Anstellung hat, so die Reaktion der Schulleitung, gleichzeitig wurden ältere Lehrer vor diesen ungeliebten Fächern verschont. Dies war damals kein Einzelfall. Scheinbar hat sich in Bayern nichts geändert, sonst müsste auch in diesen "Nebenfächern" der Unterricht perfekt sein, bei den Ansprüchen, die in Bayern an den Berufsschulen eigentlich selbstverständlich sind.

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