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Umfrage zu Uni-Abschlüssen: Wirtschaft klagt über Bachelor-Absolventen
DPA

Drei Jahre Uni - und fertig ist der Abschluss. Aber was taugt der Bachelor fürs Berufsleben? Laut einer Umfrage sind deutsche Unternehmen mit den Absolventen immer unzufriedener.

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ekel-alfred 23.04.2015, 07:21
1. Fachkräftemangel?

Zitat:
"Wir leiden an einer Überakademisierung", sagt DIHK-Präsident Eric Schweitzer
Zitat Ende:

Das ist also der sogenannten Fachkräftemangel oder sind hier am Ende die Studierenden gar nicht gemeint?

Ein Bachelor Abschluß hat sicher seine Berechtigung, nur darf man aber nicht dieselben Anforderungen stellen wie bei einem "richtigen" Diplom.

Ich kann ja auch keinen Meister erwarten und einen Gesellen einstellen.

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ejbeork 23.04.2015, 07:26
2. UNI vs. FH

Wieso werden die Hochschultypen so oft in einen Topf geworfen?
Für die Praxisorientierung, die die Unternehmer fordern, sind die FHs (heute: Universities of Applied Sciences) zuständig. Die "wissenschaftlichen" Unis sollen m. E. durchaus Akademiker ausbilden, die ihr Studium dann durch passende Praktika ergänzen müssen.

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Vorlan 23.04.2015, 07:26
3.

Unternehmen wollen aber auch immer. Wenn ich mir teils die Stellenangebote ansehe dann sieht es so aus als würden sie am liebsten eine Eierlegende Wollmilchsau haben wollen, mit mindestens 5-10 Jahre Praxiserfahrung gleichzeitig soll er aber auch nicht über 40 sein - 35 ist eigentlich so die Grenze und auch nur beim Mann...eine Frau wäre bereits wieder in der Risikogruppe.
Und teuer darf es sowieso nicht sein, also schön nahe der unteren Grenze. Das alles wird dann noch abgeschmeckt mit einem sechs Monats-Vertrag.

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sumfuiesse 23.04.2015, 07:27
4. Schule!

Es liegt nicht nur an den Universitäten, sondern auch an unserem Schulsystem. Die Verteilung der Schüler in den einzelnen Schulzweigen müsste der gaußschen Glockenkurve entsprechen, also 25% Haupt-, 50% Realschule und 25% Gymnasium. Das Abitur ist schon lange kein Indikator für Intelligenz mehr, man kann wirklich dumm sein, aber 90% durch exzessives Lernen kompensieren. Das hilft einem eventuell in der Schule und im Studium und ich habe auch Respekt vor solchen Menschen, aber auf dem Markt sind sie verloren und werden ggf. zerfleischt.
Ein Bankkaufmann-Azubi wird heute beispielsweise wesentlich lieber gesehen, als ein BWL Bachelor-Absolvent, da einfach der Praxisbezug fehlt und hohe kaufmännische Ausbildungen einen gehobenen Schwierigkeitsgrad und hohe Anforderungen stellen und das eben nicht nur auf der rein theoretisch Schiene.

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kein_freiburger 23.04.2015, 07:28
5. irgendwie klar ..

daß nicht Jede/r für ein Studium geschaffen ist, und nicht die Fähigkeiten hat ein Studium erfolgreich durchzustehen. Und die Hochschulen konkurrieren untereinander um Studierende, je mehr Studierende desto mehr Geld, desto besser das Ansehen untereinander, also nichts mit Zulassungsbeschränkungen. Und dann zum Schluß noch die Rankings, da werden ja die erfolgreichen Absolventen gefragt wie gut sie mit ihrer Hochschule zufrieden waren. Da man als Hochschule bei den Rankings ja möglichst gut dastehen will, hätschelt man die Studierenden, daß sie ja auch gute Noten fürs Ranking abgeben. So kommt eins zum anderen, Studierende die besser nicht studieren würden, die wegen der Finanzierung und des Rankings gehätschelt werden. Klar daß diese Faktoren nicht gerade qualitätsverbessernd wirken.

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steviespeedy 23.04.2015, 07:29
6. Das war doch klar..

und hätte der "Wirtschaft" von Beginn an klar sein müssen. Das deusche Diplom war jahrelang in der ganzen Welt geachtet, aber es musste irgendein europäischer Mischmasch gestartet werden und die "Wirtschaft" hat da noch fleissig mitgemacht. So, jetzt schaut mal selber, wie wir da wieder rauskommen.

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großwolke 23.04.2015, 07:30
7.

Diese Unzufriedenheit kann mehrere Ursachen haben, nicht alle davon liegen in den Berufsanfängern selbst. Ein Bachelor hat einen erwartbar geringern akademischen Horizont als ein Diplomer oder Doktor und auf der anderen Seite kann man relativ sicher davon ausgehen, dass diszipliniertes, effizientes Arbeiten auch an öden Routinejobs von Facharbeitern bzw. -angestellten schon besser verinnerlicht Ist. Erstere wären dafür teurer, letztere haben zum Zeitpunkt ihres Berufsstarts schon zwei bis drei Jahre betriebliche Ausbildung hinter sich, in der die Grundtugenden eingeschliffen wurden. Wer einen Bachelor einstellt, muss sich bewusst sein, dass er für dessen eher geringen Preis einen Teil der Berufsausbildung noch selbst stemmen muss. Wir haben bei uns im Unternehmen recht viele von den Biestern rumspringen, die größtenteils einen guten Job machen. Sind natürlich auch von erfahrenen Kollegen gründlich eingeturnt worden, ohne das geht es nicht.

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RalfHenrichs 23.04.2015, 07:30
8. Eierlegende Wollmichsau

Es ist wie immer, wenn die Unternehmer keine Bewerber bekommen, die möglichst mehrere Fremdsprachen mit Auslandssemestern, möglichst jung, perfekt für alle speziellen Bedürfnisse dieses Unternehmens ausgebildet fertig ist und dann natürlich auch noch bereit ist möglichst für Mindestlohn zu arbeiten - dann weinen die Unternehmer lautstark. Tatsächlich sind unser Probleme nicht diese Absolventen sondern diese unfähigen Unternehmer.

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mfgkw 23.04.2015, 07:32
9. komisch

sind das dieselben Unternehmen, denen früher das Diplom zu lange war?
Erst soll man am besten mit 20 Jahren schon fertig sein, und jetzt fehlen Ausbildung und Erfahrung.

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