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Umstrittene Doktorarbeit: Plagiatsjäger nehmen Wehrminister aufs Korn

Ein "armes Doktorandenwürstchen" - so nennt Deutschlands engagiertester Plagiatsjäger den Verteidigungminister. "Es sieht sehr nach Copy und Paste aus",*urteilt eine Kollegin über dessen Doktorarbeit. Verliert Guttenberg jetzt seinen akademischen Grad?

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bloßich 16.02.2011, 17:48
10.

Zitat von Alias_aka_InCognito
"In der Promotionsordnung der Universität Bayreuth, die für Guttenbergs Fall wichtig ist, heißt es: "Waren die Voraussetzungen für die Zulassung zur Promotion nicht erfüllt, ohne dass der Kandidat hierüber.....
# Stimmt !

Der passende Abschnitt aus der Promotionsordnung ist § 16II.
Danach "kann" der Titel wieder aberkannt werden !

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mats123 16.02.2011, 17:49
11. Verquirltes Zeug

Zitat von onkel hape
Die anerzogene Ehrfurcht vor akademischen Titeln geht, wenn die Plagiatsjäger noch mehr Fälle aufdecken und bei nicht wenigen Doktoren herauskommt, dass sie Auftragsarbeiten an akademische Dienstleister vergeben haben, um an den begehrten Titel zu gelangen, .....
Wie Sie zwischen Themen hin- und herumspringen, ohne es zu merken, zeigt nur, dass Sie zu Recht keinen Titel tragen.
Zuerst reden Sie von akademischen Titeln. Dann auf einmal von Adelstiteln. Weil Sie Adelstitel nicht mögen, sollen auch akademische Titel verboten werden? Das ist eine unsinnige Logik.

Und dann schreiben Sie, dass ein Doktor hat ja "nur" eine Dissertation abgeliefert habe. Nur? Wirklich "nur"? Genauso gut könnten Sie sagen, Airbus habe ja "nur" den A380 gebaut, und Arzt x habe ja "nur" die neue Krebstherapie y entwickelt.

Ist Ihnen eigentlich klar, wieviele Doktorarbeiten Voraussetzung dafür waren, dass man einen A380 oder ein iphone bauen konnte?

Beschränken Sie Ihre Kritik lieber auf Adelstitel und auf diejenigen, die sich Titel kaufen oder über Plagiate bzw. Fälschungen erschleichen. Mit harter Arbeit erworbene Doktortitel sollten Sie davon zu unterscheiden und zu schätzen wissen. Der Doktor, der Ihnen vielleicht mal ein paar Bypässe einsetzen wird, kann das möglicherweise auch nur so gut, weil er darüber eine Doktorarbeit verfasst hat.

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joe_blow 16.02.2011, 17:58
12.

Zitat von Realo
Was hat dieser "Prof. Plagiatsjäger" denn bis jetzt auf die Reihe bekommen ? Ich kannte nichtmal den Namen des Mannes.
Dass Sie seinen Namen nicht kennen ist in diesem Zusammenhang nicht wirklich wichtig. Gutti hat auch noch nicht wirklich was zustande gebracht und ist selbst Ihnen bekannt.

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qotsa177 16.02.2011, 18:06
13. mit dem kleinen Unterschied, dass der Dr. in den...

Zitat von onkel hape
Die anerzogene Ehrfurcht vor akademischen Titeln geht, wenn die Plagiatsjäger noch mehr Fälle aufdecken und bei nicht wenigen Doktoren herauskommt, dass sie Auftragsarbeiten an akademische Dienstleister vergeben haben, um an den begehrten Titel zu gelangen, zusehens verloren, was ich begrüßen würde. In einer obrigkeitshörigen Klassengesellschaft waren Titel des Adels, der kirchlichen Hierarchie, und der Akademiker selbstverständlich, heute sind sie überholt. Man sollte in einer demokratischen Gesellschaft auf die Anrede mit Titeln ganz verzichten, sonst wird z.B auch noch ein pensionierter Hauptmann wie zu Kaisers Zeiten mit "Herr Hauptmann" angeredet. Dieser könnte mit gleichem Recht wie ein Doktor, der ja nur eine Dissertation abgeliefert hat, auf der Anrede mit seinem Titel, den er sich in langen Berufsjahren erworben hat, bestehen, was einfach nur lächerlich wäre.
... Personalausweis aufgenommen wird und der Hauptmann eben nicht.

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glen13 16.02.2011, 18:06
14. Dr. Auslaufmodell

Der Doktor - Titel hat noch nie etwas über die Qualifikation ausgesagt und geschummelt wurde immer schon. Es kann gar nicht geprüft werden, ob z.B. ein Auftragsschreiber die eigene Doktorarbet verfasst hat. Also schafft doch einfach diesen Akademiker - Schwurbelkram ab. Machts wie in Italien, da ist jeder ein Dottore, wenn er ordentlich angezogen ist.

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Viper2024 16.02.2011, 18:08
15. "Gleichheit" vor dem Gesetz

Zitat aus dem Artikel: "Wenn allerdings Professoren des Abschreibens überführt werden, passiert häufig wenig bis nichts. Von einer "allgemeinen Zurückhaltung" bei der Strafverfolgung von Professoren spricht Volker Rieble."

Sowohl Staatsanwalt als auch Professor sind beides deutsche Beamte und in Deutschland gilt immer noch der erste Verfassungszusatz: "Eine Krähe hackt einer anderen Krähe kein Auge aus".

Deswegen sind Beamte vor Gericht auch "geleicher" als Normalsterbliche.

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tamgarun 16.02.2011, 18:08
16. Titel- und Faltenlos

Zitat von Realo
...es ist in der Juristerei schon so vieles zu Papier gebracht worden, da ist es häufig schwer etwas wirklich neues für eine Doktorarbeit zu finden. Wenn man sonst nichts findet, es macht doch immer wieder Spass einen Menschen/Minister/in zu vernichten, gelle. Ich erinnere an die Lacher als die Doktorarbeit von Ex-Bundeskanzler Dr. Kohl "auftauchte"..... So, und jetzt wird noch ernsthaft gefragt, warum manche hohe Beamte und Politiker die Brocken hinschmeissen und keinen Bock mehr auf ihren Job haben ?! Weber, Köhler, von Beust, Lafontaine, Koch usw. Was hat dieser "Prof. Plagiatsjäger" denn bis jetzt auf die Reihe bekommen ? Ich kannte nichtmal den Namen des Mannes.
Schon interessant... nur wenn Jemand Ihnen bekannt ist, hat er was auf die Reihe gebracht. Und wenn Herr Guttenberg, der bisher noch nichts auf die Reihe gebracht hat, ausser die Medien und Bürger davon zu überzeugen, dass er der kommende Star am Kanzlerhimmel ist, dadurch auffällt, dass seine "Doktorarbeit" in Teilen ein Plagiat ist, dann ist das also nur üble Nachrede....

Sie wissen es vielleicht nicht, aber "die Vergabe des Doktorgrades ist an eine Erklärung des Doktoranden gebunden, dass er keine weiteren Hilfsmittel als die angegebenen benutzt habe" (Quelle: Wikipedia). Sie mögen auch nicht wissen, dass die "namhaften Gutachter", die seine "Doktorarbeit" begleitet und bewerte haben, solche "Fehler" wie vergessene Quellenangaben eigentlich finden sollten. Ohne irgendwelchen Verschwörungstheorien anzuhängen riecht das alles sehr nach einem "Summa cum laude für von und zu".

Ich habe bei meiner Promotion eine Quellenangabe für einen Absatz vergessen (die Anführungszeichen aber gesetzt)und das ist meinem Professor sofort aufgefallen. "Vergessene Quellangaben" über mehrere Seiten hinweg ist kein Versehen. Das ist Absicht.

Aber der Herr Doktor hat Glück - er hat in Bayreuth promoviert, wo es erheblich laxere Richtlinien gibt. In Düsseldorf ist das, was der Herr gemacht hat, strafbar. In Bayreuth wird man nur nachdrücklich mit dem Köpfchen schütteln.

Und die breite Menge wird glauben, dass da nur "die Opposition", die mit der Veröffentlichung überhaupt nichts zu tun hat, einen schmutzigen Wahlkampf führt....

Tja, es gibt Leute, die können nichts und werden dafür nach oben gelobt.

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artor77 16.02.2011, 18:09
17.

Nachdem alle Versuche gescheitert sind den Bundesminister "zu Guttenberg" politisch aufs Kreuz zu legen, kommen nun die "linken" Ratten aus Ihren Löchern um sein Renomee zu zerstören.
Wären diese Leute seriös hätten Sie die Sachlage zuerst ohne Medienrummel mit dem Beschuldigten und seiner Uni klären können, um dann ggf. diesen Vorwurf zu präzisieren. Wer selber schon einmal eine Dr. oder auch Diplomarbeit geschrieben hat, kennt die Problematik dabei, keine Quelle zu vergessen aus der ggf. einige Worte oder Zitate stammen!
Armes Deutschland in der hochbezahlte Prof. sich nicht durch Leistung an Ihrer Uni, sondern durch Diffamierung Anderer profilieren wollen!
"Armes Professorenwürstchen"

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Realo 16.02.2011, 18:09
18. Ochhh...

Zitat von Bayerr
Ich schätze mal, Sie kennen die Namen von 99,99% der deutschen Professoren nicht. Und nebenbei: intellektuell ist es auch nicht sehr hochwertig, wenn man ein Delikt vergessen machen will indem man den Entdecker herabwürdigt.
...einige der Ruhr Universität Bochum schon, wohne da gleich Tür an Tür und werde auch immer gern zu "Parties" eingeladen. (Bin auch als Sponsor beliebt.)
Dann einige durch meinen Sohn, Tochter Eins aktuell Studium in Heidelberg, Tochter Zwo (die Kleine) Studium Wien....
Ein paar (mehr) Namen bekommt man da schon mit, z.B. auch als es um die Uni und die Profs ging "durfte ich tatsächlich bei meinen Kindern mitreden"......
;-)
Ich habe nicht studiert, aber zitiere gern meinen Sohn:
"Papa, die Universität ist a.) ein Treib(ieb)haus und b.) keiner gönnt einem Kollegen auch nur den geringsten Erfolg,
der ihn hervortreten lassen könnte".
Wenn Sie wüssten, was an der RUB los ist, seitdem Frau Margot Käßmann dort Vorlesungen hält.
Der Kampf um die Mittel ist sowas von brutal, dabei *LOL* unterrichten die doch Ethik & Moral.....

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Wintermute 16.02.2011, 18:13
19. Ein akademischer Titel sollte mehr sein als ein Minister-Kopfputz

Zitat von Realo
Wenn man sonst nichts findet, es macht doch immer wieder Spass einen Menschen/Minister/in zu vernichten, gelle.
Och; sprechen Sie für sich.

Ein Politiker oder Wirtschaftsführer wird (möglicherweise) "vernichtet" (allzu oft aber nicht mal touchiert), wenn er schlechte Politik gemacht oder schlecht gewirtschaftet hat.

Sich aber mit einem wissenschaftlichen Titel schmücken, der schlussendlich nicht verdient ist, weil da jemand unter Missachtung von Urheberrecht und wissenschaftlichem Ethos kopiert hat bzw. kopieren ließ (man ist ja doch sehr beschäftigt auf dem Weg nach ganz oben...), der handelt unredlich.

Und gibt ein ziemlich erbärmliches Vorbild ab; gerade als Minister.

Da können Sie nicht mit dem Argument kommen, die Themenlage sei im konkreten Fach halt etwas fad, da müsse/könne/dürfe man doch a bisserl ...

Würde ich übrigens, wenn die behauptete "Vernichtung" einen linken Selbstdarsteller träfe, ganz genauso sehen.

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